{"id":4056,"date":"2017-11-17T09:20:14","date_gmt":"2017-11-17T09:20:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4056"},"modified":"2017-11-17T16:44:31","modified_gmt":"2017-11-17T16:44:31","slug":"loesen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4056","title":{"rendered":"l\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4057\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171117_092009-300x237.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"339\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171117_092009-300x237.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171117_092009-768x608.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171117_092009-1024x810.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171117_092009.jpg 1357w\" sizes=\"auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/><\/p>\n<h5>Auch wenn man eine bestimmte Reise unz\u00e4hlig viele Mal macht, kann man sich nicht daran gew\u00f6hnen. Die Zeiten \u00e4ndern sich, die Z\u00fcge \u00e4ndern sich, die Menschen \u00e4ndern sich, alles \u00e4ndert sich, es sieht nur manchmal noch \u00e4hnlich aus. Manches wird weniger, vieles wird mehr. Es hilft schon, wenn man sich innerhalb des ganzen Fremden gut bewegen kann. Vertraut ist ja oft, an was man sich gew\u00f6hnt hat. Die Rikshas, die Gew\u00e4nder, die Farben, dieses Umgebensein von vielen Menschen, diese Freundlichkeit, mit der man sie m\u00fchelos erreichen kann. Die Sprache zumindest etwas sprechen, das hilft. Am Fremden kann man sich wirklich erfreuen, denn man lernt, wenn auch mit M\u00fche und Zeit, dass hinter den vielen Schleiern und Geboten, die von den Kulturen ausgehen, immer wieder Menschen zu finden sind, mit denen direkte Verbindung und Verst\u00e4ndigung m\u00f6glich ist. Es gibt diesen Ton der Zugeh\u00f6rigkeit unter Wesen, eine Offenheit, sich zu begegnen, und dann die Freude, wenn sich die Unterscheidungen noch zeigen k\u00f6nnen, aber nicht mehr wirklich zu Trennungen f\u00fchren. Vor der Reise aber kommt der Abschied von dem, was man auch geliebt hat. Die guten Stunden zusammen, das Zusammenraufen, das Zusammenspiel. Die Bereitschaft zum Gelingen, all included, vom Feuerl\u00f6scher bis zum Haustier. Das ist nicht so einfach, das zur\u00fcckzulassen, es hat eine Sch\u00f6nheit und Schwere, als w\u00fcsste man auf einmal gar nicht mehr, warum man geht. Man geht, um mit neuen Eindr\u00fccken zur\u00fcckzukehren, oder von was auch immer man da macht, was auch dazugeh\u00f6rt: der Abschied, die Trauer, und die Liebe. Noch ist ja Zeit. Jetzt kommt das Packen. Ich habe die einstige Idee, eine Zen Meisterin im Packen zu werden, schon lange aufgegeben. Ich verstehe auch bis heute nicht, warum die paar kleinen Items, die ich da ansammle, am Schluss so schwer sind. Bei einem dieser Fl\u00fcge fiel mir auf, dass die Porter aussterben. Wie \u00fcber Nacht hatten alle Gep\u00e4ckst\u00fccke auf einmal Rollen. Ich war scheinbar die Letzte, deren Widerstand gegen Rollen sich aufl\u00f6ste. Es war ein Geburtstagsgeschenk: eine Tasche mit Rollen. Ich war wohl noch in dem Indien gefangen, in dem wir ein B\u00fcndel auf dem Kopf trugen. Ich selbst hatte damals noch einen chinesischen Seidenteppich und eine Messingschale, die ersten und letzten Symbole meiner Karriere als Sadhni (weibliche Form von Sadhu). Dazu geh\u00f6rte das ticketlose Sitzen oben auf den Z\u00fcgen, angebunden mit dem \u00fcblichen Schal an eine gro\u00dfe Schraube. Das Warten auf die versp\u00e4teten Z\u00fcge dauerte Stunden. Man hatte Zeit, alles zu sehen und mit Leuten zu reden. Jetzt gehe ich gezielt von Ort zu Ort, wo die Vertrauten wohnen. Ich reise nicht mehr. Ich habe zu tun.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn man eine bestimmte Reise unz\u00e4hlig viele Mal macht, kann man sich nicht daran gew\u00f6hnen. Die Zeiten \u00e4ndern sich, die Z\u00fcge \u00e4ndern sich, die Menschen \u00e4ndern sich, alles \u00e4ndert sich, es sieht nur manchmal noch \u00e4hnlich aus. Manches wird weniger, vieles wird mehr. 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