{"id":4009,"date":"2017-11-09T09:28:28","date_gmt":"2017-11-09T09:28:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4009"},"modified":"2017-11-09T09:36:22","modified_gmt":"2017-11-09T09:36:22","slug":"4009","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4009","title":{"rendered":"einfacher"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4010\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171109_092616-188x300.png\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"396\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171109_092616-188x300.png 188w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171109_092616-768x1229.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171109_092616-640x1024.png 640w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/20171109_092616.png 1047w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/p>\n<h5>Worte und Bilder regen gleicherma\u00dfen dazu an, eigene Befindlichkeiten wahrzunehmen, und es bleibt stets offen, wieweit der Zustand des\/der Schaffenden auch mit der Wahrnehmung Anderer korrespondieren kann, aber nicht muss. Kunst l\u00f6st die Partikel noch einmal heraus aus der Indifferenz des kosmischen Mutterleibes und schildert auf immer neue Weise die altvertrauten Zust\u00e4nde des Menschseins. Das Verwundet-und das Verwundertsein, die berauschten Augen auf dem golden durchleuchteten Herbstwald, und dann mit November der Einbruch der K\u00e4lte, das Niesen und das Husten und die oft bedrohliche N\u00e4he der Entz\u00fcndungen, aber auch die \u00d6ffnung der poetischen Archive mit den schaurigen Novemberges\u00e4ngen der Dichter und Dichterinnen, gebannt von der D\u00fcsternis stillgelegter Geheimnisse, und doch bem\u00fcht um die \u00dcberlebenskr\u00e4fte, die die Erotik des Todes in das Licht des Lebendigen zur\u00fcckf\u00fchren. So zart und angreifbar ist die fleischliche H\u00fclle des Menschen. Man fragt sich, wo die Achtung vor diesem so wundersamen Wesen verloren gegangen ist, so als m\u00fcsste einen noch oder doch der Schlag treffen, bevor ein Erwachen m\u00f6glich ist. Nat\u00fcrlich gibt es statt sinnlosen Tr\u00e4umereien immer auch praktische M\u00f6glichkeiten. Der Satz (aus dem Sanskrit) &#8222;befreit von den Ketten der Hoffnung&#8220; kam mir noch einmal in den Sinn. Jetzt habe ich nicht den Verlust der Hoffnung gesehen, der einen ja entt\u00e4uscht zur\u00fccklassen k\u00f6nnte, sondern die M\u00f6glichkeit einer enormen Befreiung ist mir bewusst geworden. Was h\u00e4ngt nicht alles an den Hoffnungen! Die W\u00fcnsche, die Erwartungen, die Aktivierung der Kontrollsysteme, die vorprogrammierten Entt\u00e4uschungen, der Schock nackter Fakten! Der\/die von der Hoffnung Befreite ist auch durchaus kein hoffnungsloser Fall, sondern der Strang der Vernetzung kehrt zu einem zur\u00fcck und entfaltet Energie f\u00fcr weitere Vorg\u00e4nge. Vielleicht ist es derselbe Moment, wo man, nicht aus b\u00fcrgerlichen Verhaltensprogrammen, sondern aus der eigenen Tiefe heraus die Notwendigkeit versteht, andere Menschen (und sich selbst) genau so zu akzeptieren, wie sie sind\/man ist. Der H\u00e4rtefall Trump hat die V\u00f6lker der Erde belehrt, dass man jede Erwartung fahren lassen muss, denn f\u00fcr Donald Trump und seinesgleichen w\u00e4re ein Erwachungsmoment t\u00f6dlich. Unerm\u00fcdlich, wie der Geist nun einmal ist, ergeben sich aber immer neue Wege, die dem immensen Prozess auch f\u00f6rderlich sind. Man muss auf der Hut sein in angemessener Haltung. Das Sein birgt allen Reichtum, der geh\u00f6rt ja nicht irgend einem, sondern jedem, der interessiert ist am Zugang. Da ist keiner, der an der T\u00fcr steht und die Eintretenden \u00fcberpr\u00fcft. Vielleicht ist es die einzige Stelle, wo man nur sich selbst einlassen kann. Komplex ist es nur am Tellerrand und um den Rand herum. Dann aber wird es einfacher.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Worte und Bilder regen gleicherma\u00dfen dazu an, eigene Befindlichkeiten wahrzunehmen, und es bleibt stets offen, wieweit der Zustand des\/der Schaffenden auch mit der Wahrnehmung Anderer korrespondieren kann, aber nicht muss. Kunst l\u00f6st die Partikel noch einmal heraus aus der Indifferenz des kosmischen Mutterleibes und schildert auf immer neue Weise die altvertrauten Zust\u00e4nde des Menschseins. 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