{"id":3822,"date":"2017-10-09T08:08:35","date_gmt":"2017-10-09T08:08:35","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3822"},"modified":"2017-10-09T12:39:26","modified_gmt":"2017-10-09T12:39:26","slug":"zuwenden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3822","title":{"rendered":"zuwenden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3823\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Indien-und-bis-Juni-2013-081-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"412\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Indien-und-bis-Juni-2013-081-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Indien-und-bis-Juni-2013-081-768x1024.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Indien-und-bis-Juni-2013-081.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/p>\n<h5>Ost (Orient) und West (Okzident) im Zauberkreis? Oder eher die Entzauberung des Kreises, was zu f\u00f6rderlicher N\u00fcchternheit f\u00fchren kann. Wer h\u00e4tte gedacht, dass im Westen niemand mehr nach einem Meditationskurs suchen muss, denn die Angebote sind \u00fcberw\u00e4ltigend. Lehrer sind gekommen und gegangen, wurden ausgebildet, wurden eingebildet, wurden noch pflichtgetreuer als ihre Lehrer. Und auch hier: wer will und kann jemandem vorschreiben, wo etwas noch ist, was es einmal war, und wo es gar nichts mehr zu tun hat mit dem, was einst damit gemeint war. Wenn ich jetzt, sozusagen als eigener Faden in der ganzen Bewegung, die uns in den Orient f\u00fchrte (und zum Gl\u00fcck auch wieder hinaus und dann wieder hin), zur\u00fcckblicke, wird einiges doch klarer in der Betrachtung. Ganz abgesehen von allem, was uns allen gut getan hat wie das lange Verweilen in der Stille zum Beispiel, und wenn wir ernsthaft mit dem Gelernten umgingen, so ist es doch auch heute noch erstaunlich, wie viele abgr\u00fcndige Missverst\u00e4ndnisse sich auf beiden Seiten eingenistet hatten. Das \u00e4hnelt tats\u00e4chlich in einigem der Ost -und Westbeziehung hier, vor allem in den oft gnadenlosen Projektionen, die ausbrachen, als eine Mauer zwischen den Fremden fiel. In Indien fiel auch eine Mauer uns gegen\u00fcber. Es hatte viel mit Geld zu tun und den M\u00f6glichkeiten, neue Reiche zu erschaffen die sich teilweise erf\u00fcllten, aber nicht wirklich. Im Westen verbl\u00fcfft immer wieder, dass der Mensch, der alles zu haben scheint, was begehrt wird zum Komfort des Aufenthaltes, dann erst bemerkt, dass irgendwie \u00fcbersehen wurde, wer am Steuer des Tuns sitzt und wer das geworden ist. In Indien herrschte die g\u00e4ngige Meinung, wir aus dem Westen h\u00e4tten nichts anderes im Kopf als Nutzloses, und man konnte uns in der Tat locken mit hohen Anstrengungen. Die Inder, die in diesen Entscheidungen sa\u00dfen, konnten nicht mehr zur\u00fcck, und wir aus dem Westen hatten zwar viele Optionen, konnten aber, weil wir es so tierisch ernst nahmen, auch nicht mehr zur\u00fcck, und so fing die Massenwanderung zum heiligen Irgendwo als Irgendwer im Irgendwie an. Schulen entstanden, Universit\u00e4ten, psychische Heilanstalten. H\u00f6hen und Tiefen wurden entgrenzt, Wissen in allen Dosierungen weitergegeben. Manche \u00fcberlebten ganz gut, vor allem, wenn der \u00f6stliche Ruf nach v\u00f6lliger Hingabe und Gehorsam von uns nicht erf\u00fcllt werden konnte und auch nicht gew\u00fcnscht war. Ich-Geschichten wurden im \u00f6stlichen Wissen abgelehnt, das &#8222;Ich&#8220; \u00fcberhaupt als Hindernis empfunden. Wer kannte und konnte es auch schon, wenn es keine Anregung gab, das Ich zu reflektieren? Nun &#8222;ichen&#8220; sich beide Seiten durch die Bew\u00e4ltigung der Trag\u00f6die, die gemeinsam gestaltet und angerichtet wurde und die Frage, wer dieses Ich denn ist,\u00a0 gewinnt an Bedeutung. Nirgendwo kommt man um schmerzhafte Bewusstwerdung herum, immer vorausgesetzt, man will wissen, wer steuert, und ob man der eigenen Richtung Vertrauen kann, und auf welcher Basis. Das hat so seinen Reiz. Neben den wirklich wenigen zeitlosen Fragen, die uns zu einem Erkennen \u00fcber uns selbst f\u00fchren k\u00f6nnen, erscheinen viele anderen Erzeugnisse grotesk, denn wenn klar ist, dass keine Einschaltung spurlos an mir vor\u00fcbergeht, bleibt mir der Hinweis auf meine Richtung nicht erspart. Wenn die Entzauberung der Vorg\u00e4nge auf dem Planeten eingesunken ist, bleibt nichts anderes \u00fcbrig als sich dem, was f\u00fcr einen selbst wahrnehmbar ist,\u00a0 mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und dem notwendigen Humor zuzuwenden.<\/h5>\n<p>Bild: heiliger Stein in Indien (mit heiligem Faden).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ost (Orient) und West (Okzident) im Zauberkreis? Oder eher die Entzauberung des Kreises, was zu f\u00f6rderlicher N\u00fcchternheit f\u00fchren kann. Wer h\u00e4tte gedacht, dass im Westen niemand mehr nach einem Meditationskurs suchen muss, denn die Angebote sind \u00fcberw\u00e4ltigend. Lehrer sind gekommen und gegangen, wurden ausgebildet, wurden eingebildet, wurden noch pflichtgetreuer als ihre Lehrer. 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