{"id":3102,"date":"2017-07-02T05:53:39","date_gmt":"2017-07-02T05:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3102"},"modified":"2017-07-02T15:41:10","modified_gmt":"2017-07-02T15:41:10","slug":"friedrich-hoelderlin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3102","title":{"rendered":"Friedrich H\u00f6lderlin"},"content":{"rendered":"<div class=\"irc_mimg irc_hic iB6J6L2D_Bsg-lvVgf-rIiHk\"><a class=\"irc_mil i3597 iB6J6L2D_Bsg-zixyDjKkw5M\" tabindex=\"0\" href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=i&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=images&amp;cd=&amp;ved=0ahUKEwjOjvjh8unUAhUMPVAKHaawANMQjRwIBw&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.galerie-hunold.de%2Fhoelderlin.html&amp;psig=AFQjCNHfp6i2urSbba4OErp9qpOK2CqPNw&amp;ust=1499060642785948\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-noload=\"\" data-ved=\"0ahUKEwjOjvjh8unUAhUMPVAKHaawANMQjRwIBw\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mi\" src=\"http:\/\/www.galerie-hunold.de\/media\/catalog\/product\/cache\/2\/image\/660x660\/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95\/a\/r\/armin-mueller-stahl-h_lderlin_1.jpg\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr H\u00f6lderlin\" width=\"433\" height=\"433\" \/><\/a><\/div>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>Am Kreuzweg wohnt<br \/>\nund dicht am Abgrund die Halbheit<br \/>\nund gibt uns R\u00e4tsel auf. Wer aber muss<br \/>\nfallen?<br \/>\nWir oder sie?<br \/>\nDa kann unser eigenes Wort uns<br \/>\nunten zerschmettern<br \/>\noder uns hier erg\u00e4nzen.<\/h3>\n<h3>Kein leicht zu Sagendes.<br \/>\nN\u00e4mlich nur unser Leben<br \/>\nist dieses Wortes Mund. Wo er sich auftut,<br \/>\nkann seiner Stimme Strenge g\u00fctiger sein<br \/>\nals jene lautlose Milde, die liebevoll<br \/>\ndich dich dich<br \/>\nund dich und mich und uns beide<br \/>\nvor\u00fcberf\u00fchren will an der eigenen Antwort.<\/h3>\n<h3>Nah ist und leicht zu lieben<br \/>\ndie L\u00fcge<br \/>\nund tr\u00e4gt einen bunten Rock<br \/>\naus vielen Farben.<br \/>\nAn uns aber liegt es, dass wir<br \/>\nnicht verlieren die Farbe unserer W\u00fcrde,<br \/>\ndass wir nicht aufgeben<br \/>\ndas Unteilbare:<br \/>\nunser eines angeborenes Recht.<\/h3>\n<h3>N\u00e4mlich der es nicht h\u00fctet,<br \/>\nder b\u00fc\u00dft es ein,<br \/>\ndenn leicht f\u00e4rbt ab auf uns,<br \/>\nauf dich sogar und auf mich<br \/>\nbis in die Herzen die Rostschicht,<br \/>\ndie unsere Schw\u00e4chen verdeckt,<br \/>\ndie z\u00e4he falsche Haut<br \/>\naus Staub und aus welken Bl\u00e4ttern<br \/>\ndes Vorsichhintuns.<\/h3>\n<h3>Ein Wort aber k\u00f6nnte sein,<br \/>\ndas risse sie weg,<br \/>\ndas f\u00fchrte aus jedem<br \/>\nVerstohlensein deine Wahrheit<br \/>\nzur\u00fcck in ihr Eigentum,<br \/>\ndas immer noch <em>du <\/em>bist.<\/h3>\n<h3>Sonst br\u00e4chte kein Hauch mehr,<br \/>\nkein Wind von den Gipfeln der Zeit<br \/>\ndir Linderung,<br \/>\nund keine Ahnung des Seins<br \/>\nvon dem, was sein <em>k\u00f6nnte <\/em><br \/>\nschenkte die Wahrheit dir wieder:<br \/>\nNur sie kann <em>du<\/em> sein.<\/h3>\n<h3>Denn das meiste<br \/>\nertrotzt sich der Mensch nur mit Schmerzen.<br \/>\nAuch du bestehst nicht quallos<br \/>\nim Gegenwind deiner Zeit.<br \/>\nDoch wenn <em>du <\/em><br \/>\nnicht mehr <em>du <\/em>sein wolltest<br \/>\nwenn <em>du<\/em> nicht l\u00e4nger<br \/>\nst\u00fcndest zu dir,<br \/>\ndie du bist,<br \/>\nund auch nicht l\u00e4nger<br \/>\nzu deiner Freiheit,<br \/>\nund nicht mehr<br \/>\nzu denen, die in dir wohnen<br \/>\nden Richtungen deines<br \/>\neigenen Bildes\u2026<br \/>\nwas<br \/>\ndann<br \/>\nzwischen den Tr\u00fcmmern<br \/>\nbliebe von dir<br \/>\nund von einem<br \/>\nder dich kennt und<br \/>\ndich liebt?<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<p>Die Zeichnung von H\u00f6lderlin ist von Armin Mueller-Stahl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Kreuzweg wohnt und dicht am Abgrund die Halbheit und gibt uns R\u00e4tsel auf. 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