{"id":2813,"date":"2017-06-01T07:33:39","date_gmt":"2017-06-01T07:33:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2813"},"modified":"2017-06-01T18:51:23","modified_gmt":"2017-06-01T18:51:23","slug":"raphael","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2813","title":{"rendered":"Raphael"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2814\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174532-268x300.png\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174532-268x300.png 268w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174532.png 741w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2816\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_203455-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_203455-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_203455-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_203455-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_203455.jpg 1070w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2817\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174109-268x300.png\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174109-268x300.png 268w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170531_174109.png 741w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><\/p>\n<p>Raphael, der junge Mann oben im Photo, ist der Sohn eines Mannes, mit dem ich mal 9 Jahre in Kathmandu zusammen lebte. Ich hatte Ira bei der ersten Auff\u00fchrung des &#8222;Living Theater&#8220; in New Haven kennengelernt. Er war liiert mit einer Frau, die ihre f\u00fcnf Kinder mit einem Japaner in San Fransisco, f\u00fcr Ira verlassen hatte. Ich war dann wieder unterwegs mit dem Theater in Europa, kam aber nach ungef\u00e4hr zwei\u00a0 Jahren nach New York zur\u00fcck, um Ira in einer dringenden Angelegenheit um Unterst\u00fctzung zu bitten. Ira und Jill waren an diesem Punkt bereits in Trennung, und sie wollte das inzwischen gezeugte Kind, Raphael, nicht mehr haben. Ich erinnere mich genau an den Moment, als sie mir bei meiner Ankunft, bzw. ihrer Abreise, das Kind praktisch \u00fcberreichte und beteuerte nein, nein, sie wollte es nicht, sie wollte zur\u00fcck zu der Familie. Auf einmal hatte ich Mann und Kind und war in keinster Weise in der Lage, mich um ein gerade geborenes Wesen zu k\u00fcmmern, da ich mich nicht nur in tiefer Trauer um einen Menschen befand, sondern auch auf einen Brief aus Indien hin unbedingt nach Shantiniketan in eine Universit\u00e4t des Dichters Rabindranath Tagore wollte (wo ich letztendlich nie hinkam). Entschlossen, nach Indien zu gehen, zwang ich Ira in eine Entscheidung. Er wollte mit und wir dachten dar\u00fcber nach, was wir mit dem Kind in der Zeit machen. Es meldete sich eine Babysitterin namens &#8222;Sky-Mama&#8220;. Sie war 17 Jahre alt und gefiel uns wesentlich besser als der Gedanke, sie der Obhut von Ira&#8217;s taubstummer Mutter zu \u00fcberlassen. Ira und ich kamen von dieser Reise viele Jahre nicht zur\u00fcck. Es kamen Briefe von Sky-Mama, ich \u00fcberlie\u00df es Ira, sich darum zu k\u00fcmmern, wie er die Angelegenheit entscheiden wollte. Ob es ihn tief besch\u00e4ftigt hat, wei\u00df ich nicht. Sky -Mama wurde letztendlich die Mutter von Raphael. Sie lebten in Griechenland. Als Ira und ich uns trennten, ging er, um ihn zu sehen, und Raphael lebte sp\u00e4ter eine Weile in Ira&#8217;s Appartment mit seinem Vater. Aber zuvor wohnte er in Ungarn und lebte dort mit seiner Freundin. Eines Tages meldete er sich bei mir, ich wei\u00df nicht mehr, wie es dazu kam. Er kam hierher zu uns ins Haus und blieb zwei Tage. Wir kamen uns innerlich sehr nahe, sodass das Leid, um das es auch ging, sich in Liebe verwandelte. Und heute noch sp\u00fcre ich den tiefen Schmerz des Bedauerns, dass er mein Sohn h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, w\u00e4re ich reif dazu gewesen und nicht so vehement gegen Kinder wie damals. Ich h\u00e4tte ihm, erz\u00e4hlte er mir, seinen Vater weggenommen. Wir trennten uns tief bewegt. Ira ist inzwischen tot, ich versuchte in den letzten Jahren alles, was mir einfiel, um mit Raphael wieder in Kontakt zu kommen. Dieses Jahr, kurz bevor ich Indien verlie\u00df, kam die Mail eines Mannes, der gerade ein Buch \u00fcber Ira und dessen Arbeit machen will, und der mich bat, einen Beitrag zu schreiben. Da fiel mir ein, dass e r vielleicht wissen konnte, wo Raphael zu finden sei, und tats\u00e4chlich,\u00a0 er hatte seine Mail Adresse. Sie lag eine Weile hier. Gestern fr\u00fch beim Aufr\u00e4umen meines Schreibtisches wollte ich den Zettel schon aus dem Blickfeld nehmen, da entschied ich mich, ihm zu schreiben. Dass ich immer noch mit Liebe an ihn denke und bedauere, dass ich nicht f\u00e4hig war damals, eine gute Entscheidung zu treffen. Kurz danach kam seine Antwort: liebevoll und \u00fcberrascht, dass ich mich ausgerechnet &#8222;on the day of my birth&#8220;, wie er sich ausdr\u00fcckte, meldete. Es war sein Geburtstag! Auf dem Bild liegt neben ihm ein Buch mit Gedichten von Rimbaud.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raphael, der junge Mann oben im Photo, ist der Sohn eines Mannes, mit dem ich mal 9 Jahre in Kathmandu zusammen lebte. Ich hatte Ira bei der ersten Auff\u00fchrung des &#8222;Living Theater&#8220; in New Haven kennengelernt. 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