{"id":2669,"date":"2017-05-12T08:01:13","date_gmt":"2017-05-12T08:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2669"},"modified":"2017-05-12T15:03:05","modified_gmt":"2017-05-12T15:03:05","slug":"denkbar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2669","title":{"rendered":"denkbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2670\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170512_095015-300x285.png\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170512_095015-300x285.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170512_095015-768x728.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170512_095015.png 949w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/p>\n<p>Ja, die W\u00fcrde des Menschen ist antastbar und ja, der Mensch mutet dem Menschen Undenkbares zu. Aber Menschen lassen einander auch an Denkbarem teilnehmen. Denken ist sch\u00f6n, wenn man Freude dran hat. Immerhin kann ich mit Denken u.a. in die N\u00e4he des zu Erforschenden oder zu Erlebenden kommen. Dann reicht es manchmal nicht mehr aus. Etwas anderes tritt ein, was dem Denken nicht zug\u00e4nglich ist. Man nennt das gern das F\u00fchlen. Aber vielleicht ist es auch ein sich erlebendes Dasein, was nicht unbedingt das gleiche wie f\u00fchlen sein muss (!?) Wenn Menschen sich in so einem gemeinsamen Erleben befinden, ohne ihre Eigenwelt daf\u00fcr opfern zu m\u00fcssen&#8230;jetzt schlittere ich fast automatisch in Humberto Maturanas vortrefflichen Satz, der endet: &#8230;.dann sehen wir Liebe. Wir sehen auch Liebe, wenn Menschen zutiefst interessiert sind am Gelingen ihres Daseins, wodurch belebt wird, dass es mit Anderen gelingt. Eine interessante Ebene, auf die die Welt gerade zusteuert: dass man einander das &#8222;richtige&#8220; Menschsein nicht mehr vorgaukeln kann. Doch gibt es ja\u00a0 Menschen, die einen mit ihrem Menschsein ber\u00fchren k\u00f6nnen. Die Ber\u00fchrung kommt auch aus den Geschichten, ja. Aber auch die Geschichten sind ja (nur) das Werkzeug der Menschwerdung. Zum Gl\u00fcck geht es nicht um Gut-oder B\u00f6ssein, sondern wohl mehr um den Umgang mit sich zeigendem Schicksal. Das ist einerseits der ungewisse Faktor , andrerseits werden meine F\u00e4higkeiten der Navigation durch Entscheidungen, die st\u00e4ndig im Leisen geschehen, aktiviert.<\/p>\n<p>Jetzt, in der N\u00e4he neuer Wahlen, denke ich auch: Wow! Wir leben schon ziemlich lange im Frieden, und solange es vertrauensw\u00fcrdige Lenker\u00a0 der Masse gibt, sollen sie weiterhin lenken, so gut sie k\u00f6nnen. Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass Angela Merkel und Wolfgang Sch\u00e4uble es geschafft haben, einen ehrenwerten Eindruck zu machen. Wenn ich da an Indien denke!, wo man, wenn man irgendwo hin muss, egal, in welche Richtung,\u00a0 Bakschisch zahlen muss, sonst steht man sich die F\u00fc\u00dfe in den Bauch in einer widerlich b\u00fcrokratischen Atmosph\u00e4re, umringt von lauernden Sp\u00f6ttern: wie, kapierst du das Spiel nicht, Frau Bleichgesicht!? Ich habe \u00fcbrigens in all den Jahren nie gezahlt, auch wenn es hei\u00df empfohlen wurde. Wissend, dass der Schmiergeld-Kreislauf kein Ende hat, fand ich es sch\u00f6pferisch anregend, andere Wege zu suchen und zu finden, die zu gew\u00fcnschtem Ergebnis f\u00fchren. Hierzulande kann man Stimmzettel ausf\u00fcllen, und jedem ist es relativ egal, was der Andere w\u00e4hlt, jetzt abgesehen von schockierenden Ergebnissen, die Einblick in neue Realit\u00e4ten gew\u00e4hren. Allerdings geht man meist davon aus, dass unter denkf\u00e4higen Menschen auch gedacht wird, fragt sich nur was. Vor-und Nachdenken sind vor allem f\u00f6rderlich, wenn man es selbst tut.<br \/>\nZur\u00fcck zum friedlichen Deutschland. Was gibt es Sch\u00f6neres, wenn wie gestern der Tag: sonnendurchwebt, man durch die Gegend f\u00e4hrt mit (einem oder mehreren) Menschen, die man richtig gerne mag, um nicht das komplexe Wort &#8222;lieben&#8220; zu gebrauchen, und die Augen weiden auf sattem Gr\u00fcn, und es ist gar nicht anstrengend, \u00fcber tiefe Dinge zu reden, und dann will man nat\u00fcrlich Kaffee trinken oder was essen, und dann nach vielem Durchleuchten\u00a0 herumgehen und den Wald f\u00fcr sich leuchten lassen, und irgendwie sind alle, denen man begegnet, so freundlich und zugeneigt. In einer kleinen Kapelle, in die wir hineinschauen wollten, war ein Buch, in das Menschen ihre W\u00fcnsche und N\u00f6te an die hohen Herrschaften hineinschreiben konnten. Eine Eintragung lautete: &#8222;Liebe Muttergottes, bitte hilf mir, weil ich nichts mehr auf die Reihe kriege.&#8220; Ich treffe selten jemanden, der so gl\u00e4ubig ist! Auch mal wieder sch\u00f6n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, die W\u00fcrde des Menschen ist antastbar und ja, der Mensch mutet dem Menschen Undenkbares zu. Aber Menschen lassen einander auch an Denkbarem teilnehmen. Denken ist sch\u00f6n, wenn man Freude dran hat. Immerhin kann ich mit Denken u.a. in die N\u00e4he des zu Erforschenden oder zu Erlebenden kommen. Dann reicht es manchmal nicht mehr aus. 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