{"id":2554,"date":"2017-04-28T08:30:19","date_gmt":"2017-04-28T08:30:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2554"},"modified":"2017-04-28T14:15:16","modified_gmt":"2017-04-28T14:15:16","slug":"weltfreude","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2554","title":{"rendered":"Weltfreude"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2555\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-234x300.png\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"286\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-234x300.png 234w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-768x984.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-799x1024.png 799w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119.png 1022w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2556\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092233-300x234.png\" alt=\"\" width=\"307\" height=\"240\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092233-300x234.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092233-768x599.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092233-1024x799.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092233.png 1310w\" sizes=\"auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2555\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-234x300.png\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"284\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-234x300.png 234w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-768x984.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119-799x1024.png 799w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170428_092119.png 1022w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/p>\n<p>W\u00fcrde ich das Wort &#8222;Welt-Freude&#8220; in einem Gespr\u00e4ch aussprechen oder auch hier im Blog mich daf\u00fcr entscheiden, kann ich davon ausgehen, dass ein anderes H\u00f6r-System automatisch das Wort &#8222;Welt-Schmerz&#8220; hinzuf\u00fcgt. Ein CIA-Agent, der sich einst unter &#8222;uns&#8220; gemischt hatte, um unser Leben und Treiben zu beobachten, beschrieb diese F\u00e4higkeit des Menschen als seine ganz besondere. Sein Beispiel war, dass, wenn ich aus Versehen &#8222;Jakob&#8220; sage, du verstehen kannst, dass ich John meine. Das kann eine Maschine m.E. bis heute nicht, obwohl es sehr gut sein kann, dass ich mich irre. In einer Zeit, wo einem jwd (janz weit drau\u00dfen)-arbeitenden Japaner von seiner Firma eine Roboterfrau mitgegeben wird, damit er sich nicht so allein f\u00fchlt, ist alles m\u00f6glich. Es war schon immer alles m\u00f6glich, nur die Mittel erweitern sich st\u00e4ndig. Man sieht, zu was der Mensch alles f\u00e4hig ist. Es kommt darauf an, \u00fcber was man staunen will, oder sich beklagen, oder traurig sein, oder hinabst\u00fcrzen in die Tiefen der Urpsyche, oder sich aufschwingen in alles M\u00f6gliche: Kunst zB. Poesie, Musik, Therapie oder Meditation, was auch immer geeignet scheint. Auch da gibt es Grenzen, oder &#8222;Konturen&#8220;, wie ich es lieber nenne, wo man wachsam sein muss, wann das Eine fast unmerklich in das Andere schwappt und zB. aus Welt-Freude schnell Welt-Schmerz werden kann. Ich habe das Wort &#8222;Weltschmerz&#8220; in meinem Leben \u00f6fters mal benutzt und es auch in anderen L\u00e4ndern stolz gepriesen als ein Wort, dass es nur in der deutschen Sprache gibt. Ich bin ja der heimlichen Auffassung, dass ein Mensch, der innerhalb dieser Wundersprache aufgewachsen ist, nicht so arg viel zu klagen hat, aber gut, nicht nur haben wir eine gro\u00dfe Sprach-Nacht hinter uns, sondern ein Beharren auf dem Naiven ist auch keine Kunst. Welt-Schmerz&#8230;..hatte ich ihn? Ich war dankbar f\u00fcr das Wort, denn es hat etwas in meine Welt gebracht, was ich anfangs nur dunkel wusste. Die Welt als Spiegelfl\u00e4che, in der ich mein eigenes Leid und meinen Schmerz im \u00c4u\u00dferen sehen und f\u00fchlen kann, ohne mich damit zu verbinden. Das ist paradox. Und doch wird Welt oft von uns so wahrgenommen, so als h\u00e4tten die Bilder, die ich dort wahrnehme und dadurch in mich hinein nehme, gar nichts mit mir zu tun. Selbst von Donald Trump konnte ich lernen, dass meine durch ihn aktivierte Gier nach noch mehr Bl\u00f6dheiten, die einem den Verstand rauben k\u00f6nnen, nichts ist, was ich an mir kultivieren m\u00f6chte. Dazu muss ich nur Tasten dr\u00fccken. Dann ist das ganze Gewimmel auch noch gleichzeitig &#8222;leer und bedeutungslos&#8220;, wie die Buddhisten sagen und damit u.a. meinen, dass w i r die Spieler-Fl\u00e4che gestalten, und jede\/r, die\/der auf dem Planeten heruml\u00e4uft, macht mit. Wir projezieren auf die potentielle Leere, wer wir sind, und das Leben, das sich f\u00fcr uns entpuppt, ist das von uns gestaltete. Es gibt ja immer in einer Gespr\u00e4chsrunde dann jemanden, der mich zB streng fragt, was ich denn t\u00e4te, wenn auf einmal eine Truppe Jihadis durch den Wald auf unser Haus zutraben w\u00fcrde&#8230;(frei erfunden). Ich habe mir neulich mal im Kontext meiner Gedanken \u00fcber &#8222;totale Freiheit und was ich darunter verstehe&#8220;,\u00a0 ein paar der hoffnungslosesten Situationen vor Augen gef\u00fchrt, die mir einfielen, um zu sehen, ob die Freiheit des Menschen ganz und gar gel\u00f6scht und vernichtet werden kann, und ich habe zu meiner \u00dcberraschung gesehen, dass es nicht so ist. Nicht nur sind Menschen aus H\u00f6llen entstiegen und haben sich um ihre Heilung gek\u00fcmmert, sondern der Tod ist eine letzte Freiheit, auch wenn ich hier niemals behaupten w\u00fcrde, ich w\u00fcsste, wer ich in solchen Momenten w\u00e4re.\u00a0 Bestimmte Kr\u00e4fte brauchen lange Vorbereitung und fr\u00fche Weichenstellungen. Und: die Freude an der Welt&#8230;.das braucht richtig Mut&#8230;Einsicht\/Vorsicht\/R\u00fccksicht&#8230;\u00fcberhaupt: Sicht! Und mit welcher Grundeinstellung navigiere i c h hier durch das Abenteuer, und als wer bin ich da?<\/p>\n<p>Ich freue mich auch manchmal am Morgen, wenn ich unter meinen Pinseleien,<br \/>\nm\u00f6glichst mit einem Schuss Humor, ein &#8222;Bild&#8220; finde, dass mir geeignet erscheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrde ich das Wort &#8222;Welt-Freude&#8220; in einem Gespr\u00e4ch aussprechen oder auch hier im Blog mich daf\u00fcr entscheiden, kann ich davon ausgehen, dass ein anderes H\u00f6r-System automatisch das Wort &#8222;Welt-Schmerz&#8220; hinzuf\u00fcgt. Ein CIA-Agent, der sich einst unter &#8222;uns&#8220; gemischt hatte, um unser Leben und Treiben zu beobachten, beschrieb diese F\u00e4higkeit des Menschen als seine ganz besondere. 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