{"id":2536,"date":"2017-04-26T09:24:12","date_gmt":"2017-04-26T09:24:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2536"},"modified":"2017-04-26T10:40:43","modified_gmt":"2017-04-26T10:40:43","slug":"rueckwaerts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2536","title":{"rendered":"r\u00fcckw\u00e4rts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2537\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103450-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103450-182x300.jpg 182w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103450-768x1265.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103450-622x1024.jpg 622w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103450.jpg 949w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2538\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103115-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103115-208x300.jpg 208w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103115-768x1108.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103115-710x1024.jpg 710w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170426_103115.jpg 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe mich schon \u00f6fters mal in meinem Leben sagen h\u00f6ren, dass ich keine starken Neigungen entwickelt habe, in meiner Vergangenheit und den dazugeh\u00f6rigen Geschichten herumzudenken, oder Geschehenem nachzuh\u00e4ngen, oder Erinnerungen in H\u00e4usern und K\u00e4stchen aufzubewahren, aber nat\u00fcrlich habe ich von alledem etwas getan. Geschichten erz\u00e4hlt, Anekdoten zu Unverr\u00fcckbarem gefrieren lassen, obwohl \u00f6fters noch ganz andere Dinge darin enthalten waren, die vermutlich aufschlussreicher gewesen w\u00e4ren als die Anekdote. Wirkliches Interesse am Aufschluss kann m.E. erst dann geschehen, wenn unterschieden werden kann zwischen der Schicksals-Geschichte, die man in vielen Variationen darbieten kann, wenn man m\u00f6chte, oder man zB \u00fcber Erz\u00e4hlkunst verf\u00fcgt. Wen k\u00fcmmert&#8217;s schon, ob etwas &#8222;wahr&#8220; ist oder nicht, wenn ich mir das Wort selbst noch gar nicht erschlossen habe, und ich unterscheiden kann, ja, zwischen dem Erz\u00e4hlen meiner Story und der Wahrnehmung der &#8222;St\u00f6rfaktoren&#8220; darin, dh, d e r St\u00f6rungen, die sich als Muster auf mein Sein niederlegen und es infiltrieren und ich mir langsam angew\u00f6hne, meinen Umgang damit als eine Identit\u00e4t zu pr\u00e4gen, anstatt mich darum zu k\u00fcmmern. &#8222;So bin ich halt!&#8220; galt in meiner Meditationsausbildung als der schlechthin ung\u00fcnstigste Satz f\u00fcr Selbsterkenntnis, denn er verhindert die m\u00f6gliche Erkenntnis, dass ich vielleicht gar nicht so bin, wie es scheint, sondern erstmal ein durch St\u00f6rungen festgehaltener Mensch bin. Auch das nicht notgedrungener Weise, obwohl man mit einem gewissen Staunen feststellen darf, dass sich die Utopie vom gar nicht gest\u00f6rten Kind durch die lieben Eltern ganz sch\u00f6n selten umsetzt. Da geht es den Kindern in Indien manchmal besser, denn in den Gro\u00dffamilien finden sich immer welche , die irgend eins der Kinder besonders lieben, auch wenn das Ehegl\u00fcck der Eltern kein Teil des Programms ist wie vielleicht hier. Im Westen ist ein Kind doch verloren, wenn es diesen zwei Menschen nicht gelingt, ein f\u00f6rderliches Seinsfeld f\u00fcr das Kind aufzubauen. Und wie h\u00e4ufig findet man schon f\u00f6rderliche Seinsfelder vor?\u00a0 Da k\u00f6nnte ich mich jetzt richtig gut reinvertiefen, aber eigentlich hatte ich einen anderen Ausgangspunkt. Und zwar bekam ich eine Nachfrage aus Amerika von einem Mann, der ein Buch machen m\u00f6chte \u00fcber den Mann, mit dem ich in Kathmandu einst mal 9 Jahre gelebt habe und der vor einigen Jahren in New York verstorben ist. Der zuk\u00fcnftige Autor wollte meine Story mit besagtem K\u00fcnstler haben, und ich sagte ein paar wenige Worte dazu. Dann wollte ich nicht mehr. Da lag sie gro\u00df und breit vor mir, die Geschichte, und sie birgt unendlich viel Material, einerseits als Zeitdokument, darin die LSD -Forschung, darin der lebende Karmapa, darin mein Geigenspiel etc, alles reichhaltige Welten, die gelebt und lebend reflektiert wurden. Aber ich will sie nicht herauspuhlen aus ihren Kontexten und \u00fcberhaupt, wen oder was das interessiert, das m\u00f6chte ich selbst entscheiden und Meisterin \u00fcber mein Schicksal bleiben. Ich danke Ihnen f\u00fcr die Nachfrage. Ich bin aus dem Musen-Reich ausgestiegen.<\/p>\n<p>Das linke Bild zeigt die Aufl\u00f6sung einer Musen-Identit\u00e4t im Gesicht einer Frau, das rechte Bild zeigt einen Seins-H\u00e4ndler bei der Arbeit. Wer meinen Humor nicht kennt, wird das schwierig zu finden finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ich habe mich schon \u00f6fters mal in meinem Leben sagen h\u00f6ren, dass ich keine starken Neigungen entwickelt habe, in meiner Vergangenheit und den dazugeh\u00f6rigen Geschichten herumzudenken, oder Geschehenem nachzuh\u00e4ngen, oder Erinnerungen in H\u00e4usern und K\u00e4stchen aufzubewahren, aber nat\u00fcrlich habe ich von alledem etwas getan. Geschichten erz\u00e4hlt, Anekdoten zu Unverr\u00fcckbarem gefrieren lassen, obwohl \u00f6fters noch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2536","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2536"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2543,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2536\/revisions\/2543"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}