{"id":2461,"date":"2017-04-17T09:26:45","date_gmt":"2017-04-17T09:26:45","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2461"},"modified":"2017-04-18T07:53:12","modified_gmt":"2017-04-18T07:53:12","slug":"mutter-aller-bomben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2461","title":{"rendered":"Mutter aller Bomben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2463\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111405-171x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"375\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111405-171x300.jpg 171w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111405-768x1350.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111405-583x1024.jpg 583w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111405.jpg 1061w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2464\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111204-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"382\" height=\"237\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111204-300x186.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111204-768x476.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111204-1024x635.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170416_111204.jpg 1655w\" sizes=\"auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><\/p>\n<p>Ja wie kam&#8217;s, dass ich an die &#8222;Mutter aller Bomben&#8220; dachte? Bei l\u00e4ngeren Feiertagen kommt es ja vor, dass man in den verf\u00fcgbaren Pausen bei sich auf etwas st\u00f6\u00dft, was man lange nicht gesehen hat. Ich meine jetzt nicht (nur) geistig, sondern auch Dinge. So bin ich auf diese beiden &#8222;Bilder&#8220; gesto\u00dfen, die ich vor einigen Jahren mal kurz ins &#8222;Feminine&#8220; gestrichelt hatte, und zwar sind es auf beiden Abbildungen die Pilze der Atombomben, die in Japan 1945 auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden Damals erschien ein unter meine Haut gehender Artikel \u00fcber diesen Vorgang, und ich begann, meine Erinnerung zu aktivieren, was mich wohl zu der Bildfeminisierung angeregt hatte. Es war der Fakt, dass der Pilot der Maschine, der die vernichtende Waffe abwarf, sie nach dem Namen seiner Mutter benannte, die &#8222;Enola Gay&#8220; hie\u00df, was mir grotesk vorkam, vor allem, da die erste Atombombe &#8222;Little Boy&#8220; hie\u00df. Die erste Versuchsbombe sah \u00fcbrigens aus wie ein Ei und wurde von den Anwesenden\u00a0 in der desolaten mexikanischen Landschaft gez\u00fcndet, die schon vorher &#8222;Jornado del muerto&#8220; hie\u00df, &#8222;Reise des Todes&#8220;. Das Ei wurde unter den Todessch\u00f6pfern &#8222;das Ding&#8220; genannt. Vor allem aber erinnere ich mich immer mal wieder an den Artikel, weil\u00a0 Oppenheimer, der Kopf der Zeugung, sich bei der &#8222;gelungenen&#8220; Detonation\u00a0 nach eigenen Berichten an einen Pfosten klammerte und h\u00f6rte, wie seine Lippen einen Satz aus der von ihm geehrten Bhagavad Gita murmelten, und zwar: &#8222;Ich bin der Tod, der alles raubt, Ersch\u00fctterer der Welten.&#8220; Wen meinte er? Auch hie\u00df der t\u00f6dliche Sand, der anschlie\u00dfend aufgesammelt wurde, sp\u00e4ter &#8222;Trinity&#8220;. Es wurde vermutet, aber nie best\u00e4tigt, dass damit nicht die christliche, sondern die hinduistische Dreifaltigkeit gemeint war. Es wird auch berichtet, dass sie nach erfolgreicher &#8222;Mission&#8220; sich die H\u00e4nde sch\u00fcttelten und jemand zu Oppenheimer sagte: &#8222;Jetzt sind wir alle Schei\u00dfkerle.&#8220; Wie dem auch war und sei, denn die Auswirkungen gibt es immer noch, so sch\u00fctzt uns als Menschheit die kollektive Angst vor diesen Auswirkungen wohl mehr als das kollektive Erwachen der Vernunft. Eher darf man ein bisschen zum Abschluss der Ostertage etwas phantasieren: Donald Boy meldet sich auf Dark Room Basis bei Wladimir, der nat\u00fcrlich Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr hat, dass Donald jetzt nicht nur dringend mal ausprobieren muss wie auch er, Wladimir, ob die herumliegenden Dinger \u00fcberhaupt noch funktionst\u00fcchtig sind, sondern dass Donald dringendst seine Tolle-Hecht-Form darbieten muss, damit verdammtnochmal, ihn die Welt ernst nimmt und aufh\u00f6rt, sein blondes Haar oder Melanias Botoxlippen zu besprechen. Klar Kumpel musst du das Ding irgendwo hinwerfen, wo m\u00f6glichst wenige herumlaufen. Die trifft es nat\u00fcrlich, what to do.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit ist eine zauberhafte Form von Schnee gefallen. So gro\u00dfe Flocken habe ich noch nie gesehen. Und dieses rasend schnelle Sprie\u00dfen der Bl\u00fcten! Jedes Jahr eine Quelle der Verwunderung. Auf einmal ein Kirschbl\u00fctenmeer! Und der Magnolienbaum daneben! Auch diese Erscheinungen k\u00f6nnen einem den Atem rauben. Jetzt f\u00e4llt mir nat\u00fcrlich noch zu den Atomfeldern ein, dass man selbst da, in der t\u00f6dlichsten Sph\u00e4re menschlicher Vernichtung, hat Pfl\u00e4nzchen herauswachsen sehen. Weitgehend unbeirrt sprie\u00dft die Natur mit ihrer Kraft aus allem M\u00f6glichen hervor. Ich nehme es dankbar zur Kenntnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Ja wie kam&#8217;s, dass ich an die &#8222;Mutter aller Bomben&#8220; dachte? Bei l\u00e4ngeren Feiertagen kommt es ja vor, dass man in den verf\u00fcgbaren Pausen bei sich auf etwas st\u00f6\u00dft, was man lange nicht gesehen hat. Ich meine jetzt nicht (nur) geistig, sondern auch Dinge. 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