{"id":21541,"date":"2025-05-12T07:33:55","date_gmt":"2025-05-12T07:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=21541"},"modified":"2025-05-12T07:33:55","modified_gmt":"2025-05-12T07:33:55","slug":"21541","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=21541","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21540\" style=\"width:428px;height:auto\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-1024x1024.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-768x768.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-1536x1536.jpg 1536w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229-500x500.jpg 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20250510_175229.jpg 1752w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wenn die als gro\u00df oder gar als erhaben empfundenen Momente vor\u00fcber sind, fangen die entlassenen Kr\u00e4fte erst an zu wirken. Was machen all diese Menschen vom Petersplatz (z.B.) mit dieser Geistigkeitsbombe, die sie und uns alle einen Nu lang verbunden hat, jenseits von Moral und Zugeh\u00f6rigkeitssehns\u00fcchten. Es hatte ja auch nicht wirklich etwas mit &#8218;Gott&#8216; zu tun, sondern eher mit der geradezu \u00fcbermenschlichen Erwartungshaltung, es m\u00f6ge ein glaubw\u00fcrdiger Mensch erscheinen, der dem Irrsin des menschlichen Tuns entgegentreten kann. Aber nun f\u00e4ngt die Arbeit erst an, der Papst wird um seinen Job wenig beneidet, es ist sozusagen ein Kreuz, an das man genagelt wird, und in diesem Verlauf auch auferstehen kann. Und Marion Friedl\u00e4nder bzw. ihr emotional geladener Tod passte da auch gut hinein, denn sie war ja das wandelnde Wunder, das Auschwitz \u00fcberlebte. Wenn man den letzten Hoffnungstropfen auf gelingendes Menschsein verliert, zeigt es sich zuweilen genau da, wo man es kaum mehr erwartet. Und was &#8218;Gott&#8216; betrifft, so wei\u00df ich aus eigener Erahrung, dass es Ebenen gibt, auf denen man Unfassbares und jenseits des Wortes Liegendes erleben kann. Und ja, das kann sehr sch\u00f6n sein und hat auch den Wahrheitsgehalt aller Dinge, die wir erleben, eben genau und nur in d e m Moment. In Berlin bei den \u00e4gyptischen Sarkophagen f\u00fchlte ich mich einerseits aus ihnen steigend, andrerseits trauernd in ihnen versinkend, das liegt vielleicht an der Psychometrik, oder aber an der F\u00e4higkeit des Geistes, sich hineinzuversetzen in das Wesenhafte, um Kenntnis zu erlangen von dem, mit was es, also ich mich verbunden f\u00fchle. F\u00fcr mich war Indien f\u00fcr das Gott-Studium und die g\u00f6ttliche Praxis perfekt. Trotz allem Grusel, der auch dort herumgeistert, ist es schwer, Zweifel am g\u00f6ttlichen Treiben zu kultivieren, denn es wird bzw. &#8218;wurde&#8216; nichts ausgeschlossen und in seiner groteskesten Form noch g\u00f6ttlich genannt und machte auch auf der Tabakh\u00fclle keinen Halt. Alle sind sehr busy mit Ritualen, und so wird einiges geb\u00e4ndigt, was sonst noch mehr Schaden anrichten k\u00f6nnte. F\u00fcr mich birgt die Allmacht eines Gotteslenkers keine Logik (mehr). Ich habe auch niemanden verlassen oder bin irgendwo ausgestiegen, oder warte, vielleicht bin ich doch ausgestiegen, denn ich kann das Ungewisse ziemlich gut aushalten und vermute, dass es die Quelle des Wunders selbst ist.  <\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die als gro\u00df oder gar als erhaben empfundenen Momente vor\u00fcber sind, fangen die entlassenen Kr\u00e4fte erst an zu wirken. 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