{"id":20665,"date":"2024-11-30T09:40:17","date_gmt":"2024-11-30T09:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20665"},"modified":"2024-11-30T09:40:17","modified_gmt":"2024-11-30T09:40:17","slug":"sein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=20665","title":{"rendered":"sein"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20664\" style=\"width:356px;height:auto\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-1024x1024.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-768x768.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-1536x1536.jpg 1536w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239-500x500.jpg 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241128_154239.jpg 1962w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Als Marcel Reif den inzwischen ber\u00fchmten Satz seines Vaters sagte, da gab es wellenartige, kollektiv erlebte  Unterbewusstseinsersch\u00fctterungen, und man sp\u00fcrte die tiefe Betroffenheit. Ein Aufruf an das Amt der Bewusstseinserzeugung?, oder eine Erinnerungsmelancholie um das Zerst\u00f6rte, oder etwas, von dem man dachte, man w\u00e4re es bereits, und nun entzieht es sich durch Worte in scheinbar unerreichbare Distanz. Bin ich&#8217;s nicht schon, also Mensch, und warum dann noch auf mich zugehen. Man berichtet, dass ein weiteres Auge sich unter bestimmten Gegebenheiten auftun kann und die F\u00e4higkeit offenbart, sich selbst zu betrachten. Obwohl diese M\u00f6glichkeit keinem verwehrt wird, wird sie selten in Anspruch genommen, was ihre Existenz nicht infrage stellt. Wenn die Selbtbetrachtung beginnt, merkt man, dass man im Dialog mit sich selbst steht. Immer steht sich etwas anderes gegen\u00fcber, Kr\u00e4fte und Gegenkr\u00e4fte, was uns mit den Dualit\u00e4ten vetraut macht, die in der \u00e4u\u00dferen Welt nicht vereinbar sind und sich auch gerne bek\u00e4mpfen. Innen gibt es andere M\u00f6glichkeiten. Das Auge kann neue Ordnungen herstellen, kann Fragen stellen, kann sie beantworten oder auch nicht. Es ist ja kein Computer, es ist ein Mensch. Sei ein Mensch, sagte der Vater zum Sohn, wohl wissend, was das Unmenschliche antun kann, also auch eine Warnung an ihn. Oder eine Bitte: mach da nicht mit, sei nicht wie die anderen, sei du wenigstens ein Mensch. Da muss man dann im besten Fall sehr tief dar\u00fcber nachdenken, was ich selbst darunter verstehe, ein Mensch zu sein. Und sind wir schon ausrangiert, oder sind wir noch zu retten. Oder soll es einfach so sein, dass alles mal vor\u00fcbergehen muss, warum also nicht wir, die wir uns letzendlich dann selbst entlarven als die Vielbegabten, die ihrem eigenen Missbrauch zum Opfer fielen. Wie ein auferlegtes Amt ist das Menschsein, und die Pr\u00fcfungen sind knallhart. Aber es macht auch Freude, sie zu bestehen, und auch das Scheitern bringt was bei, jede\/r lernt ja auf andere Weise. Sei ein Mensch! muntert auf, sich auf den Weg zu sich selbst zu machen, sei es auch noch so m\u00fchsam, man hat dann auch weniger Wahl. Dann w\u00e4hlt man das Instrument und bringt langsam aber sicher den Ton hervor, der oder die man ist. Und nimmt den eigenen Platz ein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Marcel Reif den inzwischen ber\u00fchmten Satz seines Vaters sagte, da gab es wellenartige, kollektiv erlebte Unterbewusstseinsersch\u00fctterungen, und man sp\u00fcrte die tiefe Betroffenheit. 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