{"id":19965,"date":"2024-08-12T08:09:36","date_gmt":"2024-08-12T08:09:36","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19965"},"modified":"2024-08-12T08:13:26","modified_gmt":"2024-08-12T08:13:26","slug":"strapazieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=19965","title":{"rendered":"strapazieren"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"994\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545-994x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19947\" style=\"width:351px;height:auto\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545-994x1024.jpg 994w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545-291x300.jpg 291w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545-768x791.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545-1491x1536.jpg 1491w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/20240809_161545.jpg 1908w\" sizes=\"auto, (max-width: 994px) 100vw, 994px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:46px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Wir haben die &#8222;Zeit&#8220; abonniert, die zum Gl\u00fcck nur einmal die Woche kommt, damit man \u00fcberhaupt eine Chance hat, die oft ziemlich guten Artikel zu entdecken und zu verstehen und zu verdauen, meist gelingt es nicht. Deswegen entwickelt sich eine lockere Vorliebe f\u00fcr bestimmte Beitr\u00e4ge und Schreiberlinge, die mit dem eigenen Nachdenken \u00fcber gewisse Themen anregend wirken, bzw. die eigene Sichtweise erweitern helfen. Es gibt auch eine Seite, gegen die ich eine derartige Abneigung hege (und pflege?), sodass sich in meiner mentalen Letterbox schon Briefdurchg\u00e4nge entwickelt haben, an die Redaktion gerichtet und mit der notwendigen Emp\u00f6rung ausgestattet. Aber so sehr strapaziert es mich nun auch wieder nicht, oder f\u00fcrchte ich eher, dass man mir keinerlei Verst\u00e4ndnis entgegenbringen wird, weil sie, die daf\u00fcr Verantwortlichen, es ja v\u00f6llig anders sehen wie ich. Und die Seite muss beliebt sein, sonst w\u00fcrden sie sich ja nicht solch eine M\u00fche geben. Jetzt muss ich nat\u00fcrlich Farbe bekennen, sonst wei\u00df ja niemand, um was es hier geht. Also da sieht man in jeder Ausgabe auf der Seite das sorgf\u00e4ltig produzierte Photo eines Tieres, und der dazugeh\u00f6rige Spruch ist &#8218;Du siehst aus, wie ich mich f\u00fchle&#8216;. Das Tier sieht aus, wie ich mich f\u00fchle?, dachte ich mehrmals, oder sagt das Tier das zum Menschen. Da tut ein Geist, getarnt durch eine nichtexistierende Fr\u00f6hlichkeit, tut also so, als ginge das, dass ich ein Zebra sehe und denke &#8218;Wow, du siehst aus, wie ich mich f\u00fchle&#8216;,  ganz abgesehen davon, dass es in kargen Momenten auch mal vorkommen kann, dass man dieser Illusion unterliegt. Ich finde, dass hier beide, Mensch und Tier, in einen nicht vorhandenen Topf geworfen werden, wo sie beide ihren ureigenen Glanz verlieren. Deswegen hat ja der Prophet, den Kahil Gibran hervorgezaubert hat, zu den Versammelten gesagt: Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind das Geschenk des Lebens an sich selbst. Und, jetzt in meinen Worten, dr\u00fcckt ihnen nicht eure Vorstellungen auf, sondern schaut hin und lasst euch \u00fcberraschen, wer da zu euch gekommen ist. In diesem Sinne finde ich, dass dem Tier Unrecht getan wird, wenn man glaubt, es sei lustig, wenn man dem \u00c4ffchen ein kleines Kleidchen anzieht, damit es aussieht wie ein kleines Menschlein, w\u00e4hrend es mit seiner ganzen Arglosigkeit den Menschen zum Affen macht. Du siehst aus, wie ich mich f\u00fchle? Daf\u00fcr m\u00fcsste man zuerst wissen, was man f\u00fchlt, denn wie k\u00f6nnte man es sonst im Aussehen einer anderen Kreatur erkennen?   <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben die &#8222;Zeit&#8220; abonniert, die zum Gl\u00fcck nur einmal die Woche kommt, damit man \u00fcberhaupt eine Chance hat, die oft ziemlich guten Artikel zu entdecken und zu verstehen und zu verdauen, meist gelingt es nicht. 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