{"id":19407,"date":"2024-05-13T08:00:16","date_gmt":"2024-05-13T08:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=19407"},"modified":"2024-05-13T08:01:15","modified_gmt":"2024-05-13T08:01:15","slug":"erleichtern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=19407","title":{"rendered":"erleichtern"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"988\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-1024x988.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19406\" style=\"width:352px;height:auto\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-1024x988.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-300x290.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-768x741.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-1536x1483.jpg 1536w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240511_151158-2048x1977.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Ich wei\u00df, ich bin nicht die Einzige, die in bl\u00fchenden G\u00e4rten herumsitzt und sich fragt, ob es wirklich nur ihr selbst und den vielen Dazugeh\u00f6rigen der pers\u00f6nlichen Schicksale zu verdanken ist, dass der Verlauf so g\u00fcnstig war, sodass bl\u00fchende G\u00e4rten \u00fcberhaupt auftauchen konnten. Oder tiefe, bedeutsame Freundschaften. Oder dass Kr\u00e4fte generiert werden konnten, die dem Ganzen, das man das eigene Leben nennt, eine Widerstandskraft verleihen konnte und immer noch kann. Aber auch das Kepos ist in der Welt, nur dass darin eine bestimmte Art von Arbeit stattfindet, die eher mit den auslotbaren Tiefen und H\u00f6hen der Dialoge zu tun hat und einem hartn\u00e4ckigen Willen, auf den Grund der Dinge blicken zu wollen und der \u00dcberzeugung, daf\u00fcr auch, zumindest letztendlich, geeignet zu sein. Was soll man tun, wenn man wei\u00df, dass sie sich ein paar Stunden weiter die Leiber gegenseitig zerrei\u00dfen und irgendeiner dieser regierenden Narzissten zuf\u00e4llig die Macht hat, immer mehr Leiber hineinzuwerfen in das verst\u00fcmmelnde Get\u00fcmmel, oder auch das \u00fcbliche Gemetzel unter den Clans undsoweiter, und \u00fcberall huscht unsere Ohnmacht herum wie eine Au\u00dferirdische, die nicht wei\u00df, was hier zu tun ist, was gerne das \u00dcbliche oder das Normale genannt wird. In einem Gespr\u00e4ch mit meinem Freund Anil in Delhi habe ich mit einigem Erstaunen vernommen, dass ihn die Menschen nur m\u00e4\u00dfig interessieren, denn er h\u00e4lt uns f\u00fcr eine auslaufende Spezies, die halt anstellt, was sie ganz offensichtlich anstellt. Mein Erstaunen r\u00fchrte daher, dass ich ihn in Indien allein oder mit seiner Familie bei unseren Freunden immer als den liebensw\u00fcrdigen Mitmenschen erlebt habe, den man geradezu ein bisschen beneiden konnte f\u00fcr seine freiz\u00fcgige Freundlichkeit und sein nat\u00fcrliches K\u00fcmmern. Diese Positionierung, nicht ohne viel Kontemplationen erreichbar, gef\u00e4llt mir. Die  Kontemplation bezieht sich auf die Notwendigkeit der Ankunft bei sich selbst. Bin ich dort einigerma\u00dfen st\u00f6rungsfrei angelangt, nehme ich mich einfach mit und tue, was ich kann und will. Da schwingt er sich herein, der auf wunderbare Weise schwer verst\u00e4ndliche Satz des Augustinus: &#8222;Liebe und tu, was du willst&#8220;. Hier kann man, wenn man m\u00f6chte, verstehen, dass Beisichsein Liebe ist, was die B\u00fcrde des Seins erleichtert.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, ich bin nicht die Einzige, die in bl\u00fchenden G\u00e4rten herumsitzt und sich fragt, ob es wirklich nur ihr selbst und den vielen Dazugeh\u00f6rigen der pers\u00f6nlichen Schicksale zu verdanken ist, dass der Verlauf so g\u00fcnstig war, sodass bl\u00fchende G\u00e4rten \u00fcberhaupt auftauchen konnten. Oder tiefe, bedeutsame Freundschaften. 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