{"id":19008,"date":"2024-03-27T08:35:53","date_gmt":"2024-03-27T08:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=19008"},"modified":"2024-03-27T08:35:53","modified_gmt":"2024-03-27T08:35:53","slug":"schaetzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=19008","title":{"rendered":"sch\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18910\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/20240315_173815.jpg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"338\" \/><\/p>\n<h5>Wir hatten Besuch von zwei Frauen aus einer indischen Brahmanen-Familie, mit der ich sehr verbunden bin. Sie haben mir mehrere Jahre lang ihr Haus an einem Zugang (Ghat) vom (heiligen) See \u00fcberlassen. Die Betriebsamkeiten an den Ufern waren exklusiv von Brahmanen bestimmt, denen bei all ihrer kastenm\u00e4\u00dfig angeborenen\u00a0 Verlogenheit durchaus zu danken war, dass sie die turbulenten Scharen der Foreigners in Schach halten konnten. Am See entlang musste man barfu\u00df laufen (wo ich anfing, meine Barfu\u00dfschuhe einzuschmuggeln) und es war erw\u00fcnscht, weniger nackt zu erscheinen, als es z.B. in Goa \u00fcblich war. Nun hatte ich mich bei meiner eigenen Ankunft am Ort zuf\u00e4lligerweise daf\u00fcr zu interessieren begonnen, woraus eigentlich das sogenannte &#8222;heilige&#8220; Leben besteht, denn es ist praktisch unm\u00f6glich, in Indien den G\u00f6ttern auszuweichen, denn sie sind \u00fcberall. Auch aus heutiger Sicht w\u00fcrde ich sagen, dass es besser ist, sich bei lebenswichtigen Fragen auf dazugeh\u00f6rige Erfahrungen einzulassen, wie will man der Sache sonst n\u00e4her kommen. Das Problem ist ja eher das Steckenbleiben in Ideologien, die einem vor allem in religi\u00f6sen Praktiken aufgebrummt werden, und h\u00e4ufig fehlt den Followers die Rasierklinge der Unterscheidungskraft, mit der man sich mutig voranbewegen muss, will man etwas von den Verschwiegenheiten erfahren, die angeblich nur den jeweils Eingeweihten zug\u00e4nglich sind. Es ist nicht zu leugnen, d.h. ich kann nicht leugnen, dass durch ensthafte Anstrengungsman\u00f6ver in die Vertikale Erstaunliches erfahren werden kann. Man wei\u00df dann, dass Wunder m\u00f6glich oder gar das verborgen Normale sind, und dass jeder Vogelmist ein Fenster sein kann in die Mysterien des Alls. Nun, ich war ganzen Herzens dabei, daher ist auch eine Liebe geblieben f\u00fcr kleine Tempel in der W\u00fcste, eingeschmiegt in den tausenj\u00e4hrigen Banianbaum, ein innerer Ruhepol f\u00fcr Freundschaften. Auch die Liebe zum Gott war sch\u00f6n und tief und befreiend. Vielleicht tut es auch gut, sich eine Zeitlang einer, wenn auch imaginierten, bedingungslosen Liebe sicher zu sein. Vielleicht auch, wenn man sich geeignet f\u00fchlt, den Weg als Geliebte zu gehen und nicht als Kind. Dann ging auch das vor\u00fcber. Der letzte Hunger erloschen. Und es hat mir gut getan und war wichtig, den beiden Frauen, die mich kennen als gottverbunden, zu sagen, dass ich nun selbst f\u00fcr mich sorgen kann, so sehr ich die Gottesidee als einzusetzende Instanz sch\u00e4tzen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten Besuch von zwei Frauen aus einer indischen Brahmanen-Familie, mit der ich sehr verbunden bin. Sie haben mir mehrere Jahre lang ihr Haus an einem Zugang (Ghat) vom (heiligen) See \u00fcberlassen. 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