{"id":18415,"date":"2024-01-02T10:08:07","date_gmt":"2024-01-02T10:08:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18415"},"modified":"2024-01-02T10:08:07","modified_gmt":"2024-01-02T10:08:07","slug":"handhaben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=18415","title":{"rendered":"handhaben"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18416\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240102_101612-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240102_101612-300x187.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240102_101612-768x480.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240102_101612-1024x639.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h1>\n<h5>In den vielen Jahren, die ich im Winter in Indien verbracht habe, war die unheimlichste Zeit immer d i e zwischen Weihnachten und Neujahr. Es dauerte Jahre, bis die Inder durch die zunehmende Zahl von Fremden einen eigenen Zugang zu den Festlichkeiten gefunden hatten. Auch bei modernen Frauen fanden die roten Nikolausm\u00fctzen regen Anklang, und an Neujahr brach die Leidenschaft f\u00fcr Feuerwerke so richtig durch, bis bald bei keinem Anlass mehr ein Lichtorgasmus fehlen durfte, sehr zum Leidwesen der Tiere. Auch ich f\u00fchlte mich ins Innere getrieben und fand mich in regelm\u00e4\u00dfigen Neujahrs- Schweige-R\u00fcckz\u00fcgen wieder, die mich tats\u00e4chlich frisch und lebensfroh wieder entlie\u00dfen. Dabei findet das hinduistische Neujahr erst sp\u00e4ter statt beim Drachenfest Makar Sankranti, wobei Silvester im November ist (an Diwali). Aber man muss ja nicht kleinlich sein und alles verstehen wollen, und au\u00dferdem befinden wir uns nach dem indischen Vikram Kalender bereits im Jahre 2081, was langsam aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis verschwindet, da sich der englische Kalender eingenistet und durchgesetzt hat, was nicht bedeutet, dass Jesus als geborenes Kind mit hohem Schicksal sehr pr\u00e4sent ist. Jedenfalls nicht in Rajasthan, wo ich gelebt habe, und wo Brahmanenclans das Ganze im Griff haben. Nun hat uns ja die Corona-Explosion an die eigenen Wurzeln zur\u00fcckgebracht, und dort, beziehungsweise h i e r, genie\u00dfe ich nun die segensreiche H\u00e4ngematte der Zeit, vom Lichterfest bis in die neue Zahl hinein als eine M\u00f6glichkeit, alles Erlebte mal wirken zu lassen. Manches davon sinkt gel\u00f6st hinunter und verteilt sich auf die bereitstehenden Leerr\u00e4ume, anderes zeigt sich auf den sichtbaren Fl\u00e4chen des Alltags und muss aufgenommen und eingeladen werden in den Seinsbereich. Au\u00dferdem wissen wir sehr wohl, dass da drau\u00dfen Kriege toben, die keinen Halt auf Stra\u00dfen und in H\u00e4usern machen. Daher weist auch alles scheinbar Neue auf uns selbst hin: als welcher Mensch betrete ich das Seil des Jahres 2024, und welcher Grad an Wachheit steht mir zur Verf\u00fcgung, um das vollkommen Ungewisse weiterhin angemessen zu handhaben. (?)<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vielen Jahren, die ich im Winter in Indien verbracht habe, war die unheimlichste Zeit immer d i e zwischen Weihnachten und Neujahr. Es dauerte Jahre, bis die Inder durch die zunehmende Zahl von Fremden einen eigenen Zugang zu den Festlichkeiten gefunden hatten. 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