{"id":17741,"date":"2023-07-12T07:13:49","date_gmt":"2023-07-12T07:13:49","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17741"},"modified":"2023-07-12T13:11:07","modified_gmt":"2023-07-12T13:11:07","slug":"rehab","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17741","title":{"rendered":"Rehab"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17724\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/signal-2023-07-07-16-32-04-975-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/signal-2023-07-07-16-32-04-975-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/signal-2023-07-07-16-32-04-975-768x1024.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/signal-2023-07-07-16-32-04-975.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<h5>So, angekommen seit gestern im Gro\u00dfreich der klinischen Ordnungen. Nicht, dass einen wegen der au\u00dferordentlichen, von au\u00dfen her auf einen wirkenden Fremdheit man gleich zum Stift st\u00fcrzen will, um sie mit der eigenen Fremdheit in Balance zu bringen, nein. Man will \u00fcberhaupt und vor allem nicht st\u00fcrzen. Es d\u00e4mmert jedoch bald, dass die ohne Gehhilfen Voraneilenden vermutlich zum psychosomatischen Trakt geh\u00f6ren, w\u00e4hrend andere, also wir Vierbeinigen, in den orthop\u00e4dischen G\u00e4ngen herumtrapsen, aus ebenso vielen verschiedenen Gr\u00fcnden, nur k\u00f6rperlich sichtbarer. Beim ersten Abendessen will ich mir den Saal mal ansehen und sto\u00dfe, der Glockenturm hat gerade mal die Essenszeit angek\u00fcndigt, auf ungef\u00e4hr 150 bereits essende Menschen. Man k\u00f6nne auch fr\u00fcher kommen, erkl\u00e4rt man mir. Eine Unmenge von Informationen muss aufgenommen werden, schon bekomme ich mit, dass sich einige vom Trainingsstress beurlauben lassen. \u00c4hnliches stelle ich f\u00fcr mich auch in Aussicht\u00a0 in der dreiw\u00f6chigen Zukunft. Aber freundlich sind sie alle, das erzeugt wohl die eigene Not. Ich lasse mein Abendessen zu einem Tisch am Fenster tragen, wo eine der wahrscheinlich j\u00fcngsten Patientinnen sitzt. Sie sucht nach Gr\u00fcnden f\u00fcr schmerzende Schultern, die ihr ganzes Leben aus den Angeln gehoben haben. Sie wei\u00df nicht, ob sie schon etwas dar\u00fcber herausgefunden hat und f\u00fchlt sich zu jung, um schon Distanz zum lebendigen Strom genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Heute fr\u00fch sitze ich dann bei einem gerade mal ein paar Worte Deutsch sprechenden Mann, der gleich entlassen wird, ich gratuliere. Ein ewiges Kommen und Gehen. Sand, Ebbe und Flut. Erstaunt hat mich die Helligkeit meines Zimmers, wo ein Architekt sich richtig M\u00fche gemacht hat, um alles mal etwas\u00a0 origineller zu gestalten, viel Spiegel und kecke Formen um andere Formen herum, und riesiger Stauraum f\u00fcr Mitgebrachtes. Entweder das Telefon klingelt, um einen irgendwo hinzubef\u00f6rdern, oder man schaut erstaunlich oft auf die Uhr, um anstehende Termine nicht zu verpassen. Wieviel\u00a0 Eingebung hier au\u00dfer all dem noch m\u00f6glich ist, muss sich zeigen. Im Aufzug fragt mich eine Krankenschwester, ob ich K\u00fcnstlerin sei. Ich z\u00f6gere. Neulich hatten wir schon mal eine K\u00fcnstlerin, meint sie. Wie erkennen sie die denn, frage ich zur\u00fcck. Sie ziehen sich immer etwas anders an, das mag wohl sein. Jetzt muss ich zur Chefarztvisite.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, angekommen seit gestern im Gro\u00dfreich der klinischen Ordnungen. 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