{"id":17713,"date":"2023-07-06T08:55:48","date_gmt":"2023-07-06T08:55:48","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17713"},"modified":"2023-07-06T08:55:48","modified_gmt":"2023-07-06T08:55:48","slug":"fremd-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17713","title":{"rendered":"fremd"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-17714\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230706_095754-220x300.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"327\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230706_095754-220x300.jpg 220w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230706_095754-768x1047.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230706_095754-751x1024.jpg 751w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/> *<\/p>\n<h5>Nach solch einer technischen Einpflanzung, wie ich sie gestern beschrieben habe, geht die sich selbst erzeugende Anekdote\u00a0 dann ihren Lauf. Na ja, so ganz von selbst nat\u00fcrlich nicht, obwohl ich mir vorher in keiner entgleisten Vorstellung h\u00e4tte aust\u00fcfteln k\u00f6nnen, dass ich dar\u00fcber nachdenke, was ich mitnehme in eine Reha, die man uns technisch Manipulierten r\u00e4t, damit wir wieder zu selbstst\u00e4ndigen Kreaturen werden, was ja ein verlockendes Angebot ist. Nun sehe ich die Beitr\u00e4ge in meinem Blog zwar nicht abgekoppelt von meiner emotionalen (oder k\u00f6rperlichen) Befindlichkeit, finde es aber meistens nicht unbedingt angebracht , dar\u00fcber Berichte abzuliefern. Denn wenn ich morgens hier sitze und das virtuelle Fenster nach drau\u00dfen \u00f6ffne, kann mir alles M\u00f6gliche einfallen, was\u00a0 lockt und ruft und geteilt werden m\u00f6chte. Nun werde ich allerdings ein paar Wochen an einem ziemlich weit entfernten Ort (im Verh\u00e4ltnis zu meinem Schreibtisch) verbringen in einer Klinik, wo sich f\u00fcr mich ein Platz finden konnte in der Maschinerie der Ordnungen, von denen man keinen blassen Schimmer hat, wenn man nicht in Kontakt damit gekommen ist. Aus der Welt der gebannten Gespenster taucht &#8222;Der Zauberberg&#8220; von Thomas Mann in meinem Inneren auf, und ich denke, ja, warum nicht, denn ich werde unter diesen r\u00e4umlichen Umst\u00e4nden kaum mit denselben Eingebungen rechnen k\u00f6nnen, wenn ich \u00fcberhaupt damit rechnen kann. Denn angeblich hat man viel zu tun in so einem Sanatorium, weil man dort wegen der k\u00f6rperlichen (und vielleicht auch geistigen) Optimierung unterwegs ist.\u00a0 Au\u00dferdem finde ich es reizvoll, an Pl\u00e4tzen in der Welt aufzutauchen, die mir den Grad meiner eigenen Fremdheit bewusst machen. Es ist nicht so, dass ich den Luxus der Fremdheit f\u00fcr mich selbst in Anspruch nehme, sondern f\u00fcr mich sind wir alle Fremdlinge auf diesem Planeten, also Menschen, die sich nur auf der Basis ihrer eigenen Selbsterkenntnis n\u00e4her kommen und verstehen k\u00f6nnen, und wo die Frage &#8222;Wer bin ich&#8220; und &#8222;Wer bist du&#8220; alles Weitere bestimmt, also das, was an authentischem Geschehen m\u00f6glich ist. Und so wei\u00df man von allen Orten der Heilung, dass dort Menschen vor allem mit ihren Leiden besch\u00e4ftigt sind, was nicht unbedingt eine schlechte Basis f\u00fcr Kommunikation sein muss, aber\u00a0 auch eine gewaltige Themeneinschr\u00e4nkung bietet. Kurz, ich merke, ich bereite mich darauf vor und nehme auf jeden Fall meine (gro\u00dfe) Maschine mit und mal sehen, was sich so ergibt und gestalten und erleben l\u00e4sst im Garten der Heilung,<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>*aus der &#8222;Zeit&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* Nach solch einer technischen Einpflanzung, wie ich sie gestern beschrieben habe, geht die sich selbst erzeugende Anekdote\u00a0 dann ihren Lauf. 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