{"id":17320,"date":"2023-04-26T08:18:15","date_gmt":"2023-04-26T08:18:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17320"},"modified":"2023-04-26T09:19:06","modified_gmt":"2023-04-26T09:19:06","slug":"da-sein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17320","title":{"rendered":"da sein"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17321\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230426_093526-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"333\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230426_093526-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230426_093526-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/> *<\/p>\n<h5>St\u00e4ndig schl\u00e4gt irgendwo das Schicksal zu mit einer Vielfalt von Gaben, wobei die &#8222;Schl\u00e4ge&#8220; eindeutiger sind. Die n\u00e4rrische Annahme, es k\u00f6nnte nicht in n\u00e4chster N\u00e4he einschlagen, verfl\u00fcchtigt sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. K\u00fcndigt sich ein Schlag aber an, dann tauchen pl\u00f6tzlich weitere auf, man h\u00f6rt allerlei Narrativstr\u00e4nge, zum Beispiel wo jemand gek\u00e4mpft und gewonnen hat, und dann wiederum, wo der Kampf aufgegeben wurde, manchmal vermutlich auch zur pers\u00f6nlichen Befreiung all dieser Hoffnungsstrahlen, m\u00fchsam durch die einsamen N\u00e4chte geschleppt. Und so versteht man dann, dass das Sterbende von Anfang an mitl\u00e4uft, man kann es vom Lebendigen gar nicht trennen, schon deshalb, weil jeder gelebte Moment unwiderruflich vorbei ist. Au\u00dfer man verfolgt einen anderen Gedankenstrang, bei dem zum Beispiel jeder Nu alle Ewigkeiten hindurch genau so sein wird wie der im Moment gelebte. Immer ist sich selbst lebender Nu. Und das ist vielleicht die lichtere Seite des Schicksalschlages: dass er neue M\u00f6glichkeiten des Umgangs mit der erfahrenen Realit\u00e4t herausfordert -und lockt. Solange noch Zeit ist, mit den Ver\u00e4nderungen angemessen umzugehen, und was hei\u00dft hier angemessen. Angemessen an was. Hilfreich ist es, das eigene Ma\u00df zu kennen, aber es ist ja nicht zu sp\u00e4t. Und wenn ein Mensch auch noch entschieden hat, sich bis zum letzten Level durchzuarbeiten, dann gute Fahrt!, bei denen geht&#8217;s dann (gedanklich) schon durch eine T\u00fcr, und weiter geht die Reise. Jetzt ist Eine unter uns so schlagartig vom Schicksalsblitz getroffen worden. Auf dem Tisch liegt der Bericht des Arztes aus dem Krankenhaus. Man braucht keinen Translator, um das Unverst\u00e4ndliche zu verstehen. Man kennt die Worte, von denen man wei\u00df, dass es keine gutverhei\u00dfenden sind. Man z\u00f6gert, bevor man sie in den Mund nimmt. Aber es gibt ja viele unterschiedliche Wahrnehmungen des sogenannten &#8222;Realen&#8220;. So kann man, wenn man daf\u00fcr geeignet ist, eine der vielen Dreh-T\u00fcren und Tore und Portale des inneren Raumes \u00f6ffnen, also gleichzeitig eine Menge Luft reinlassen in das Ganze. Und vielleicht verschwinden dann sogar noch die T\u00fcren, alles nur Raum, man selbst in zweifelsfreier Existenz selbst sich erfahrend, und dann vielleicht ein herzhaftes Gel\u00e4chter, denn siehe!, das ist noch gar nicht der Tod, sondern das tief zu ergr\u00fcndende: Stirb, bevor du stirbst, damit du da sein kannst, wenn Dasein m\u00f6glich ist.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Gedicht: Kalima Vogt<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* St\u00e4ndig schl\u00e4gt irgendwo das Schicksal zu mit einer Vielfalt von Gaben, wobei die &#8222;Schl\u00e4ge&#8220; eindeutiger sind. 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