{"id":17309,"date":"2023-04-24T08:36:27","date_gmt":"2023-04-24T08:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17309"},"modified":"2023-04-24T08:52:06","modified_gmt":"2023-04-24T08:52:06","slug":"glyphe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17309","title":{"rendered":"Glyphe"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17310\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230424_093816-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230424_093816-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230424_093816-768x1024.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230424_093816.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> *<br \/>\nGlyphe<\/h6>\n<h5>Unter einigerma\u00dfen regul\u00e4ren Umst\u00e4nden bleibt es einem \u00fcberlassen, wann, oder ob man \u00fcberhaupt dar\u00fcber nachdenken m\u00f6chte, was man selbst von den eigenen durchwanderten Lebensjahren denkt, und dass ein Abschied vom Planeten unweigerlich vorprogrammiert ist. Jede\/r hat ja so ein Tr\u00f6pfchen Unsterblichkeitsillusion im Blut. Und die Vorstellung, dass man in Wirklichkeit jederzeit gezwungen sein k\u00f6nnte, sich au\u00dferdem noch mit schwerwiegenden \u00dcberraschungen zurecht zu finden, das begreift man erst, wenn sie da sind, die \u00dcberraschungen. Und in den meisten Situationen dieser Art begreift man das Meiste nicht wirklich sofort, sondern unverr\u00fcckbare Tatsachen sickern langsam in unsere Systeme, m\u00f6gen sie uns selbst betreffen oder es betrifft Schicksale aus dem Freundeskreis. Nun ist man zwar zwei Mal sehr allein unterwegs, einmal bei der Geburt, dann beim Tod, denn niemand sonst au\u00dfer einem selbst ist derzeit damit besch\u00e4ftigt. Aber das hei\u00dft ja nicht, dass die Erfahrung des Vorgangs im wesentlichen davon abh\u00e4ngt, was im Umfeld geschieht. Da bis jetzt keine Nachrichten durchgedrungen sind aus der Forschung, dass man sich die Eltern aussuchen kann, so sieht es oft beim Abschied anders aus. Da geht es vielleicht um Anwendung der Reife, die man erworben hat in den&#8230;fangen wir mal mit vierzig Jahren an, oder mit f\u00fcnfzig und sechzig und siebzig undsoweiter Jahren, wo man sich schon wieder wehren muss gegen die Menschheitstriebe, auf jeden Fall so lange wie m\u00f6glich hier zu bleiben, und um jeden Preis. Aber der Preis kann auch zu hoch sein, und ich schiebe hier den japanischen Mystery Spruch ein: &#8222;Es gibt Wichtigeres als das Leben&#8220;, bei dem gerade die absurde Note einen aufhorchen l\u00e4sst. Was k\u00f6nnte das sein? Auf jeden Fall kann es nur etwas sein, was dem aktuellen Geschehen auf so vielen Ebenen wie m\u00f6glich gerecht wird: der Eleganz, dem Kost\u00fcm, der am angemessenen Zeitpunkt eingesetzten Schmerzlosigkeit, dem Einlassen auf so viel Wahrheit, wie es dem reflektierenden Geist zumutbar ist. Der Abschied vom Drama per se geschieht im dritten Akt. Aber, wie ich wiederum in Indien gelernt habe, gibt es noch einen vierten Akt. \u00dcber den steht aber nichts geschrieben. Warum? Weil er sich dem Bewusstsein, also dem verf\u00fcgbaren Wissen innerhalb des Seins, entzieht, eben durch seine Unmittelbarkeit, also wo der Schatten zwischen Idee und Wirklichkeit sich verzieht und das ganze in seinem vollen Zenith steht. Warum nicht. Wir sind doch K\u00fcnstler:innen!<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>*Bild: Henrike Robert<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* Glyphe Unter einigerma\u00dfen regul\u00e4ren Umst\u00e4nden bleibt es einem \u00fcberlassen, wann, oder ob man \u00fcberhaupt dar\u00fcber nachdenken m\u00f6chte, was man selbst von den eigenen durchwanderten Lebensjahren denkt, und dass ein Abschied vom Planeten unweigerlich vorprogrammiert ist. Jede\/r hat ja so ein Tr\u00f6pfchen Unsterblichkeitsillusion im Blut. 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