{"id":17291,"date":"2023-04-21T08:37:56","date_gmt":"2023-04-21T08:37:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17291"},"modified":"2023-04-21T08:37:56","modified_gmt":"2023-04-21T08:37:56","slug":"saetze","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17291","title":{"rendered":"S\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17296\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230420_155640-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230420_155640-300x212.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230420_155640-768x543.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230420_155640-1024x724.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Sieht aus, als wenn der Satz in den Wolken h\u00e4ngt, aber der Papierstreifen hing jahrelang an meinem Buchregal herunter, und immer, wenn ich mal drauf schaute, nickte was in mir. &#8222;Wahrheit ist die wache Anwesenheit&#8220;, man kann auch &#8222;freischwebende Aufmerkasamkeit&#8220; dazu sagen, die Praxis schlechthin also in der Arena der psychologischen Kampfk\u00fcnste. Eine der sch\u00f6nsten Liebeserfahrungen, die ich in diesem Leben hatte, gipfelte in dem Satz\u00a0 &#8222;F\u00fcrchte dich nicht, denn ich bin bei mir&#8220;, spontan kreiert aus tiefster Erkenntnis heraus. Aber wann das tats\u00e4chlich stattfindet, das Beisichsein, das wache im Hier-und Jetztsein, das &#8222;Sehen, wie es wirklich ist&#8220; durch die eigene, wache Anwesenheit, wenn keine Projektionen, keine W\u00fcnsche, keine Meinungen mehr im Weg stehen, die Nacktheit des freien Raumes also sp\u00fcrbar ist. ja, wann findet das statt. Man muss ja die Bedingungen daf\u00fcr in die Wege leiten, wenn man den Schock der Erkenntnis \u00fcberhaupt \u00fcberlebt und gen\u00fcgend Willen zur Verf\u00fcgung hat, oder Durchhaltekraft, um den Prozess, der sich in Bewegung gesetzt hat, nicht aufzuhalten, weil man (vor\u00fcbergehend) das Gef\u00fchl bekommt, den Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu verlieren. Aber der Boden ist eh nicht stabil, denn immer noch werden wir auf stetiger Fahrt\u00a0 durchs All bef\u00f6rdert, und sind gleichzeitig die, die vor\u00fcberziehen, und \u00fcberall Ankommende und sich Verabschiedende am laufenden Band. Und da es keinerlei Gewissheit gibt, wie lange jemand eine Aufenthaltsgenehmigung hat, k\u00f6nnen S\u00e4tze, die einen als wahrhaftig ansprechen, eine gewisse Tragweite haben, oder sogar, wenn sie pfeilartig ins Bewusstsein dringen, tiefe Ver\u00e4nderungen in einem hervorrufen. Es gibt ja diese Geschichte eines K\u00f6nigs, der seinem Berater befahl, einen Satz zu finden, der auf absolut alles Existierende passte, und der Satz ist &#8222;This, too, shall pass&#8220;, und der wird immer wahr sein, denn alles, was da ist, wird irgendwann einmal vergehen, vor allem wir selbst, wir werden vor\u00fcbergehende G\u00e4st:innen gewesen sein. Daher kann die Anforderung an\u00a0 unsere geistigen Kr\u00e4fte ziemlich anstrengend sein, n\u00e4mlich: wie und wodurch die verbleibende Zeit am besten verbringen, Schwerpunkt auf: am besten! Sich auf das Seil wagen zwischen Haben und Sein? Hinunter stapfen in die Tiefen, wo allerlei D\u00e4monen wohnen, aber auch reine Quellen sprudeln, weit, weit weg von jeglichem Autogehupe. Oder in die H\u00f6he schnellen, pure Vertikale, hinaus \u00fcber die f\u00f6rmlichen Grenzen, und dort im Irgendwo einen Anker werfen, der die gew\u00fcnschten Illusionen manifestiert. Oder aber alle Anker und Gel\u00e4nder verwerfend und schauen, wie viel Raum so ein Staubkorn-Ich im Gewebe des Nichts eigentlich braucht, und gibt es ein letztes Brauchen. Und wenn ja: wen oder was? Truth is the awake presence.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieht aus, als wenn der Satz in den Wolken h\u00e4ngt, aber der Papierstreifen hing jahrelang an meinem Buchregal herunter, und immer, wenn ich mal drauf schaute, nickte was in mir. &#8222;Wahrheit ist die wache Anwesenheit&#8220;, man kann auch &#8222;freischwebende Aufmerkasamkeit&#8220; dazu sagen, die Praxis schlechthin also in der Arena der psychologischen Kampfk\u00fcnste. 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