{"id":17280,"date":"2023-04-18T07:39:14","date_gmt":"2023-04-18T07:39:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17280"},"modified":"2023-04-18T07:43:57","modified_gmt":"2023-04-18T07:43:57","slug":"tau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17280","title":{"rendered":"Tau"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17270\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_095926-186x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_095926-186x300.jpg 186w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_095926-768x1239.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_095926-635x1024.jpg 635w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230417_095926.jpg 927w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><br \/>\nTao<\/h6>\n<h5>Jetzt bin ich schon anderthalb Monate zur\u00fcck aus Indien, und\u00a0 die Momente, in denen ein Sonnenstrahl meinen K\u00f6rper trifft, bleiben rar. Obwohl ich die zwei Corona Winter gut \u00fcberstanden habe, lag es wohl vor allem daran, dass Indien keine Option war, und der Durchgang an sich hatte seine Dynamik, auf die man sich pers\u00f6nlich und kollektiv einstellen musste. Aber was das Licht betrifft, so erinnere ich mich besonders an einen Moment in Indien, als ich irgendwo herumstand und auf einmal eine gro\u00dfe W\u00e4rme auf meiner Schulter sp\u00fcrte. Es war vielleicht das erste Mal, dass ich die Sonne in dieser Funktion entdeckte. Das ist die Sonne, sprach es in mir, und so f\u00fcrchte ich ein bisschen die kommenden Winter ohne Indien, wo im Winter ein paar Schritte gen\u00fcgen, um von der K\u00e4lte in eine sommerliche W\u00e4rme zu treten. Also wir haben jetzt April, und immer noch wird Graupeln angesagt, und das zwingt einen zu Einstellungen, die man am besten kreativ gestaltet (schreiben malen sitzen denken&#8230;). Allerdings wundert es auch nicht, dass dieses Wetter au\u00dfer aus depressiven Zust\u00e4nden sich entwickelnden Krankheiten auch philosophische K\u00e4uze wie Schopenhauer und Nietzsche hervorgebracht hat, f\u00fcr die man sich selbst im Nachhinein noch freut, wenn man liest, dass sie zumindest manchmal an einem flackernden Feuer sa\u00dfen, aber das vielleicht auch nur in einem Roman und f\u00e4llt vielleicht unter die Rubrik &#8222;Gute W\u00fcnsche f\u00fcr die Unsterblichen&#8220;. Denn trotz aller \u00e4u\u00dferlichen Umst\u00e4nde haben so viele diese Winter durchlebt und gelitten und einen Bullerofen verehrt, der Leben und Denken erleichtert und unterst\u00fctzt. Im Winter braucht der Mensch flackerndes Feuer, und ja, manche haben es auch ohne Ofen geschafft, in die Tiefe zu steigen, denn da ist es im Westen doch hingegangen, tief hinunter in Schl\u00fcnde und Abgr\u00fcnde, keuchend und von Weltschmerz bedroht. Denn dort unten vermutet man, ja wen vermutet man denn dort unten. Ist es der kleine Zwerg, den man da herumtanzend f\u00fcrchtet und der, hat man sich \u00fcberhaupt mal so weit durchgeackert, einem entgegensingt, ach wie gut, dass niemand wei\u00df, wer du wirklich bist, du zu dir selbst Gereist\/r. Und dann, was macht man da unten, wenn man schon mal da ist. Man lernt etwas \u00fcber die Dunkelheit, das ist gewiss. Dass auch sie nicht nur eine ist, sondern viele Dunkelheiten und Finsternisse kann man da antreffen. Und trifft man pl\u00f6tzlich auf Resonanz, kann es einen durcheinanderwirbeln, sodass man kaum mehr auf die\u00a0 F\u00fc\u00dfe kommt. Mit der Zeit lernt man, dass man immer wieder aufsteht und weitermacht. Schlie\u00dflich ist es u.a. auch ein Schlachtfeld, eine Kampfebene, die einen zwingt, einem angemessen vorkommende Entscheidungen zu treffen, die nicht von \u00e4u\u00dferlichen Zust\u00e4nden oder Menschen bestimmt sind. Wenn das klar ist, hat man keine andere Wahl als das Weitermachen, es ist ja immerhin das interessanteste Abenteuer, das zur Verf\u00fcgung steht, die Held:innenreise hin zu sich selbst. Und obwohl in Indien dieser Kampf auf den obersten Ebenen, also der G\u00f6tterebene, stattfindet, herrschen dieselben Gesetze. Nur die illusion\u00e4re Form des Narrativs ist sonnendurchdrungener, und wenn diese kollektiv als erhaben erlebte Matrix auf einmal wie \u00fcber Nacht in Schatten getaucht wird und die Geister in den daf\u00fcr vorbereiteten Bildfl\u00e4chen verschwinden, da nimmt der tiefgr\u00fcblerische Geist Witterung auf, entfacht das Feuer, macht sich unabh\u00e4ngig von klimatischem Einfluss, bewegt sich aber kontinuierlich zu auf die W\u00e4rme des inneren und des \u00e4u\u00dferen Lichtes.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tao Jetzt bin ich schon anderthalb Monate zur\u00fcck aus Indien, und\u00a0 die Momente, in denen ein Sonnenstrahl meinen K\u00f6rper trifft, bleiben rar. 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