{"id":17236,"date":"2023-04-12T08:28:41","date_gmt":"2023-04-12T08:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17236"},"modified":"2023-04-12T08:28:41","modified_gmt":"2023-04-12T08:28:41","slug":"cont","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17236","title":{"rendered":"cont&#8230;."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-17228\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"167\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/20230407_111146-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/p>\n<h5>Viele Reisende kamen in den Siebzigern nach Indien und nach Nepal. Es war eine neue Welle, die \u00e4u\u00dferst wirkungsvoll in die Kulturen hineinschwappte und unerwartet tiefe Ver\u00e4nderungen hervorbrachte. Wir waren bereit f\u00fcr neue Lebensweisen und es war denkbar, sich irgendwo niederzulassen, wo es einem ganz einfach gefiel und wo erfrischende M\u00f6glichkeiten sich auftaten. Als ich mit Cohen in Neapel ankam, regierte noch der alte K\u00f6nig, von dem man h\u00f6rte, dass er Musik und Poesie liebte. Unter uns bildeten sich Freundeskreise, manche lernten Musik, manche rauchten Opium, andere sammelten Pfauenfedern. Eine Zeitlang war es sehr kreativ und friedlich. Man bekam m\u00fchelos Kontakt mit tibetischen M\u00f6nchen oder indischen Sadhus, die ihrerseits erfreut waren f\u00fcr etwas Alltags-Abwechslung. Man sa\u00df zusammen und lernte sich kennen. Jetzt, als Tracy und ich uns an unsere Zeit in Nepal erinnerten, fiel uns auch beiden ein, dass sich einmal ein amerikanisches Paar in unseren Freundeskreis eingeschlichen hatte, das mir unbekannt war und irgendwie suspekt genug vorkam, sodass ich direkt auf beide zuging und fragte, wer sie seien. Es war deren letzter Clear-Agenten-Tag, also beide frei sich bewegende Agenten bei der Arbeit. Ich fragte ihn, ob sie nach Drogen suchten, aber nein, sagte er, sie sollen herausfinden, was so viele junge Amerikaner*innen in der Welt herumreisen l\u00e4sst, die nicht mehr nach Hause zur\u00fcckkehren. Man w\u00e4re beunruhigt, das war in diesem Ausma\u00dfe noch nie passiert. Stimmt, es war neu, dass wir einfach blieben, und bald gab es genug interne Kommunikation, um sich in den erforderlichen b\u00fcrokratischen Notwendigkeiten zurecht zu finden. Wir mieteten H\u00e4user und begannen, uns mit der Gesellschaft vertraut zu machen. Vertraut? Ja, schon, es war einfacher &#8222;damals&#8220;, einfach dabei zu sein und Neues zu lernen. Eine fruchtbare Zeit, die Nepalesen einfache, freundliche Menschen mit sehr harten Lebensverh\u00e4ltnissen. Sie strahlten eine Bescheidenheit aus, die wir so nicht kannten. Nicht wenige nahmen Zuflucht im Buddhismus und wurden M\u00f6nche oder Nonnen. Oder schlossen sich indischen Sadhus an, die dort auch ihre Feuerstellen hatten. Wir wanderten auch \u00fcberall herum, hatten aber unsere eigene Galerie und ver\u00f6ffentlichten sch\u00f6ne poetische Ausgaben\u00a0 auf Reispapier, die heute noch in amerikanischen Archiven geh\u00fctet werden\u00a0 und unbezahlbar sind, wie ich feststellen musste. Vielleicht f\u00e4llt es mir deshalb so schwer, mich zu erinnern, weil ich das alles eines Tages zur\u00fcckgelassen habe, die ganzen Sch\u00e4tze, und mich endlich nach Indien aufmachte, mir allerdings meiner R\u00fcckkehr nach Kathmandu sicher war. Aber ich bin nie wieder dort gewesen, sondern eben dieser Kleinbus, in dem auch Tracy sa\u00df, die uns geradea an Ostern besucht hat, hat mich an den Ort gef\u00fchrt, an dem ich dann wirklich sehr lange blieb, sozusagen bis neulich. Dass unser \u00f6sterliches Wieder-Sehen so angenehm und bereichernd war, lag wohl daran, dass wir auf unsere eigene Art und Weise gereift sind und uns von der Herzgegend her mit wohlwollenden Blicken betrachten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Reisende kamen in den Siebzigern nach Indien und nach Nepal. Es war eine neue Welle, die \u00e4u\u00dferst wirkungsvoll in die Kulturen hineinschwappte und unerwartet tiefe Ver\u00e4nderungen hervorbrachte. Wir waren bereit f\u00fcr neue Lebensweisen und es war denkbar, sich irgendwo niederzulassen, wo es einem ganz einfach gefiel und wo erfrischende M\u00f6glichkeiten sich auftaten. 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