{"id":17108,"date":"2023-03-18T11:12:44","date_gmt":"2023-03-18T11:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17108"},"modified":"2023-03-18T11:13:31","modified_gmt":"2023-03-18T11:13:31","slug":"17108","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=17108","title":{"rendered":"einleuchten"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17111\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230318_113646-300x283.jpg\" alt=\"\" width=\"332\" height=\"313\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230318_113646-300x283.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230318_113646-768x724.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230318_113646-1024x965.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/h1>\n<h5>Ganz im Gegenteil zu dem leisen Schaudern, das mich \u00f6fters mal,\u00a0 beim Lesen der &#8222;Times of India&#8220; ergriffen hat, etwa bei den mit gusto beschriebenen Verbrechen, die man ungern mit indischem Geist in Verbindung bringt mit schier endlosen Photos von ins dunkle Nichts geschleuderten T\u00e4tern oder zuweilen auch T\u00e4terinnen.\u00a0 Ich also ganz im Gegenteil dazu irgendwann bei meiner R\u00fcckkehr ins deutsche\u00a0 Land zu den daliegenden Ausgaben der &#8222;Zeit&#8220; greife, und mich, v\u00f6llig \u00fcberfordert vom Angriff der Qualit\u00e4t, mich wieder einlesen muss, bzw. in die Feulletons, hinten denen sich wiederum das Blatt &#8222;Entdecken&#8220; verbirgt. Dort fand ich gestern einen anregenden Artikel bei &#8222;Therapie-Spezial&#8220;, wo ein Psychiater interviewt wurde, wo, wie und wodurch das Reden in der Therapie eigentlich hilft. Gegen Ende des Gespr\u00e4ches erkundigte sich der Interviewer, was Menschen davon abhalten k\u00f6nnte, durch Therapie und durch Reden zu ihrem Kern zu kommen. Der Psychiater (Jakob Hein) antwortete: &#8222;Es gibt keinen Kern&#8220;. Alle Gedankeng\u00e4nge in meinem Inneren, die in der Gewohnheit gelebt hatten, einen Kern als selbstverst\u00e4ndlich zu sehen und zu verstehen, erstarrten gleichzeitig. Wie, kein Kern. Das Aufregende war, dass ich sofort wusste, dass das einen hohen Wahrheitgehalt hatte, denn ich hatte ihn (den Kern) oft genug gesucht und immer weniger gefunden. Der Zeit-Zeuge fragte sp\u00fcrbar verbl\u00fcfft: Wie, es gibt keinen? Und Hein sagte: &#8222;Es gibt nur Level, die man erreicht.&#8220; Wie erfrischend, wenn tats\u00e4chlich ein pl\u00f6tzlich aktiver Scheibenwischer einem \u00fcbers Auge f\u00e4hrt, und man muss nur den Schock der ver\u00e4nderten Wahrnehmung aushalten. So, als h\u00e4tte man nur diesen kleinen\u00a0 Ansto\u00df gebraucht, um das ganze, immerhin stets bewegliche Bild\u00a0 in einen neuen Zusammenhang zu bringen. Hein meinte noch, dass die Idee hinter einem Kern sei, dass es einen Schalter gibt, den man nur umdrehen muss und alles ist gut. Aber dass auch Therapie keine Garantie sei, nie mehr leiden zu m\u00fcssen. (usw.) Es gibt, meinte er, keine psychiatrische Sonnenschutzcreme. Und dass er nach all den unz\u00e4hligen Gespr\u00e4chen mit Menschen jeden Menschenhass verloren habe. Das leuchtet doch ein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz im Gegenteil zu dem leisen Schaudern, das mich \u00f6fters mal,\u00a0 beim Lesen der &#8222;Times of India&#8220; ergriffen hat, etwa bei den mit gusto beschriebenen Verbrechen, die man ungern mit indischem Geist in Verbindung bringt mit schier endlosen Photos von ins dunkle Nichts geschleuderten T\u00e4tern oder zuweilen auch T\u00e4terinnen.\u00a0 Ich also ganz im Gegenteil dazu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17108"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17114,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17108\/revisions\/17114"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}