{"id":16843,"date":"2023-01-17T07:00:20","date_gmt":"2023-01-17T07:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16843"},"modified":"2023-01-18T04:54:02","modified_gmt":"2023-01-18T04:54:02","slug":"die-anderen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16843","title":{"rendered":"die Anderen"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16844\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230116_164128-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230116_164128-300x225.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230116_164128-768x576.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20230116_164128-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nEin paar von den Anderen<\/h6>\n<h5>Wenn man es einmal gleichzeitig tiefernst und humorvoll meinen will mit der Frage, wer einen eigentlich was angeht, so k\u00f6nnte man durchaus sagen: alle. Also im Sinne, dass wir alle gleicherma\u00dfen am Herumt\u00fcfteln sind mit diesem unaufl\u00f6sbaren Geheimnis unseres Aufenthaltes auf einem Planeten, den wir ein paar Jahre durchwandern, leider niemals \u00fcberall hinkommen, wo die Anderen ihre H\u00fctten und H\u00e4user und Villen gebaut haben. Trotzdem kann man ganz gut rumkommen und einen Eindruck empfangen von der gigantischen Vielfalt, die es einerseits interessant macht, den Mitmenschen \u00fcberall zu begegnen, aber andrerseits werden wir auch durch ihre oder unsere Entscheidungen ins Fassungslose transportiert, und der Kampf mit G\u00f6ttern und D\u00e4monen ist unausweichlich. Daher haben vor allem die Religionen Tricks erfunden, wie man mit dem ganzen Zauber umgeht, und noch hat jeder absurde und jeder erhabene Gedanken Followers gefunden. Hier in Indien hat der Buddhismus das Mitgef\u00fchl f\u00fcr alle lebenden Wesen in den Vordergrund gestellt, w\u00e4hrend ich von Hindus fr\u00fcher oft erz\u00e4hlt bekommen habe, man solle alle mit Respekt behandeln, da man nie wei\u00df, ob sich hinter der Maske des Bettlers nicht ein uns testender Gott verbirgt. Kommt nun aber die Zeit, wo der Mensch sich immer mehr allein f\u00fchlt unter den Anderen, da wird guter Rat tats\u00e4chlich sehr teuer, denn es sind vor allem im Westen die Therapeuten und Therapeutinnen, bei denen die Nichtgeh\u00f6rten und Nichtgesehenen Schlange stehen und auch da oft keinen Platz finden. Das indische Leben in Gro\u00dffamilien ist so extrem schwierig, dass sich sehr viele Familienmitglieder in eine Dumpfheit h\u00fcllen, die es erm\u00f6glicht, einigerma\u00dfen reibungslos durch den Tag zu kommen. Alle Frauen, die ich kenne, wissen, dass es ihnen unbedingt gut gehen muss, denn niemand kann sich wirklich k\u00fcmmern oder sorgen um ihre Befindlichkeiten. Es gibt Ausnahmen, aber sie sind eher selten. Tats\u00e4chlich hat man in unserer Zeit den Eindruck, dass vor allem Smartphones gerade rechtzeitig gekommen sind, um die immense \u00dcberforderung\u00a0 oder die bedr\u00fcckende Leere des Geistes aufzufangen, und nun liegt vemeintliche Hilfe in Reichweite, und man hat seine oder ihre eigene Welt, in die man hineinsteigen kann. Und wahrlich, da geht es ja auch um die Anderen, man kann ihnen zuschauen beim Durchackern des Daseins, und nat\u00fcrlich bekommt man auch Anregung, eben aus dem Virtuellen statt aus dem Direkten. Die B\u00fccher, in denen eigentlich schon alles steht, wie man gut mit sich und den Anderen umgeht, sind m.E. alle geschrieben worden, als die Welt noch nicht aus allen N\u00e4hten platzte von all den angebotenen Ablenkungsman\u00f6vern. Als ich mich &#8222;damals&#8220; in einem kleinen Tempel in der W\u00fcste niederlassen wollte und Erlaubnis daf\u00fcr brauchte vom Mahant (Boss) der Bruderschaft (der Naths), meinte Kailash Nath, man solle mich ruhig lassen, ich w\u00fcrde es eh nicht schaffen, denn selbst M\u00f6nche w\u00fcssten nicht mehr, wie das geht: ein Feuer am Leben halten. Es war Sahne des Daseins, denn ich hatte einen festen Platz, und jede\/r, der wollte, konnte kommen, es war ja \u00f6ffentlich. Die Gaben, die sie brachten, waren nicht f\u00fcr mich, sondern f\u00fcr den Tempel, das war perfekt. Kein Geld war involviert, aber als es ihnen am Feuer gefiel, brachten sie auf jeden Fall immer mehr Essbares, das war hilfreich. Vor allem hatte ich Zeit, Zeit zum Schweigen und Zeit f\u00fcr lange Gespr\u00e4che. Nat\u00fcrlich f\u00e4llt mir nun auf, dass ich das immer noch habe, und\u00a0 jetzt bedanke ich mich mal ins Irgendwo hinein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein paar von den Anderen Wenn man es einmal gleichzeitig tiefernst und humorvoll meinen will mit der Frage, wer einen eigentlich was angeht, so k\u00f6nnte man durchaus sagen: alle. 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