{"id":1676,"date":"2016-12-31T01:57:19","date_gmt":"2016-12-31T01:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1676"},"modified":"2016-12-31T01:57:19","modified_gmt":"2016-12-31T01:57:19","slug":"satt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1676","title":{"rendered":"satt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1683\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161230_1032151-168x300.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"443\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161230_1032151-168x300.jpg 168w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161230_1032151-768x1371.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161230_1032151-574x1024.jpg 574w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161230_1032151.jpg 1074w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Satt&#8220;, sagte ich in einem Austausch. Ich sei satt geworden hier, h\u00e4tte mich satt gesehn, satt erlebt&#8230;.Dann fragte ich mich etwas sp\u00e4ter, was ich damit mein(t)e, und ob es das richtige Wort ist f\u00fcr das, was ich damit sagen wollte und will. Falsch w\u00e4re auf jeden Fall,\u00a0 es so klingen zu lassen, als m\u00fcsste nach Sattsein \u00dcbers\u00e4ttigung folgen, weil man zu viel davon aufgenommen hat. Aber das ist es nicht. Es ist gerade das Wunderbare f\u00fcr mich an diesem Ort, dass ich &#8222;sage und schreibe&#8220;(!) jeden Morgen, Mittag und Abend dieser vielen Jahre mit so einer frischen, lebendigen Freude verbracht habe. Vor allem die Morgende am Wasser sind durchus vergleichbar mit einer Perlenkette, einer langen, zeitlos kostbaren Perlenekette.<br \/>\nWas hat sich vor meinen Augen alles abgespielt! Was hat sich alles ver\u00e4ndert! Und doch scheint es auch g\u00e4nzlich unver\u00e4ndert und wird ewig so weitergehen. Ich selbst aber habe mich auch gewandelt, denn das Unverg\u00e4ngliche und seine Verg\u00e4nglichkeit haben mich ber\u00fchrt. Da setzt eine innere Stille ein: der Ort hat es mich wissen lassen. Seine Sch\u00f6nheit, seine Architektur, die immer wieder Entz\u00fccken in mir ausl\u00f6st. Ich habe gesehen, wie es sein kann. Eine hohe Ordnung herrscht(e) \u00fcber allem, die muss auch von der sublimen Natur ringsum inspiriert worden sein. Hier treffen sich W\u00fcste und H\u00fcgel, und bis vor Kurzem flo\u00df unter dem Land noch das durch Algen gereinigte Quellwasser. &#8222;Tapasya Boomi&#8220; nennen sie diese Erde,: eine Erde, die zu tiefem Stillsein anregt. Ja, die Erscheinungen und Spiele der sogenannten &#8222;Maya&#8220; werden ewig weitergehen. Doch ein Wandel ist im Geist der Menschen sp\u00fcrbar, das dringt durch die Poren der Materie und legt sich nieder als Schweres und Dunkles, und schwappt an die Ufer: das k\u00fcnstliche Wasser, das nun das &#8222;Heilige&#8220; vorgaukelt, die hohen Worte aus den Laut-Sprechern, die auf Knopfdruck verf\u00fcgbar sind, die glatte Lieblosigkeit, die ich in den Familien mit Schrecken wahrnehme, die sich steigernde Armut der Armen, die sich steigernde Gier der Reichen. Die relative Zeit, deren Zeiger auf Zw\u00f6lf ger\u00fcckt ist, begleitet von einem Gong. Das sind schwerwiegende Zeichen, die hinweisen auf mich selbst: wie will ich hier durchgehen? Mein Satt-Sein ist wohl eher ein tiefer Dank an das, was ich erleben konnte und immer noch kann, denn ich kann es durch mich&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>An diesem Punkt pilgert eine indische Familie\u00a0 vorbei, und die Frau fragt mich, ob ich nach Indien gekommen sei &#8222;in search of peace.&#8220;Ich z\u00f6gere mit der Antwort und sage dann &#8222;das ist eine sehr komplexe Frage.&#8220; Ich h\u00e4tte nat\u00fcrlich auch einfach &#8222;nein&#8220; sagen k\u00f6nnen. &#8222;Searching for peace&#8220; in Indien! Ja, wenn man sich den anarchischen Wahnsinn ganz ans Herz nimmt, ihn \u00fcberlebt und sich dann wieder ganz von ohm l\u00f6sen kann, dann ist man ziemlich frei, und in dieser Freiheit liegt auch ein gutes Potential von Friedfertigkeit. (Zumindest bist zur n\u00e4chsten Herausforderung).<\/p>\n<p>************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Das Bild ist ein &#8222;Zufallsprodukt&#8220;, aber das tiefe Rot gefiel mir so gut. So satt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Satt&#8220;, sagte ich in einem Austausch. Ich sei satt geworden hier, h\u00e4tte mich satt gesehn, satt erlebt&#8230;.Dann fragte ich mich etwas sp\u00e4ter, was ich damit mein(t)e, und ob es das richtige Wort ist f\u00fcr das, was ich damit sagen wollte und will. 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