{"id":16655,"date":"2022-12-26T05:32:46","date_gmt":"2022-12-26T05:32:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16655"},"modified":"2022-12-26T05:40:08","modified_gmt":"2022-12-26T05:40:08","slug":"spuerbar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=16655","title":{"rendered":"sp\u00fcrbar"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16656\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/signal-2022-12-24-21-51-35-415-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/signal-2022-12-24-21-51-35-415-300x225.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/signal-2022-12-24-21-51-35-415-768x576.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/signal-2022-12-24-21-51-35-415-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/signal-2022-12-24-21-51-35-415.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>*<br \/>\nwahrlich<\/h6>\n<h5>Als ich mich bei Shivani am Heiligen Abend an meinen Weihnachtslieblingssong erinnerte, gesungen von Mahalia Jackson, und es ihnen ein paar Minuten lang vorspielte, kam eine tiefe Stimmung auf. Wir waren wie verbunden in etwas verloren Geglaubtem, vielleicht in Sehnsucht nicht nach dem Heiland, sondern nach Heilung in einer als krank empfundenen Welt. In Jacksons Stimme klingt die stille Nacht\u00a0 nicht nur friedvoll, sondern bedeutungsschwanger. Ein Kind wird geboren in einer erb\u00e4rmlichen H\u00fctte, in der nun ein Lichtblick erscheint, eben das Kind &#8211; und wen k\u00fcmmert&#8217;s, ob sie es taten oder nicht taten, auch wenn man es in anderen Kontexten mal nicht egal finden kann, wer noch daran beteiligt war. Das Ehepaar, bei dem ich zu Besuch war, hat 13 Jahre alles Erdenkliche getan mit allen verf\u00fcgbaren Mitteln, um ein Kind zu haben, aber es kam einfach nicht. Letztendlich akzeptierten sie es und entspannten, was durchaus der Grund sein kann, dass es dann trotzdem kam. Ein Winzling mit wachen Augen, das auf den Armen des Vaters am besten aufgehoben scheint, denn die Mutter w\u00fctet gerade sehr viel\u00a0 und kann nun diese Variante nicht akzeptieren, vor allem die Verformung des K\u00f6rpers. Mit diesem leicht beunruhigten Blick schaue ich auch manchmal auf die Zigeunerfrauen, die in der N\u00e4he meiner T\u00fcr lagern, und wenn die Kleinstkinder zu lange schreien, schaue ich hin und sehe, wie die M\u00fctter da sitzen und rauchen und quasseln und in ihre Smartphones starren, w\u00e4hrend ihre Kinder an ihren K\u00f6rpern zerren und versuchen, wahrgenommen zu werden. In allen Kasten, zu denen ich Zugang habe, sp\u00fcrt man noch, dass die M\u00e4dchen eher eine Last sind, um die es sich nicht viel lohnt, denn nach der Ehe gehen sie woanders hin, und meistens wird jegliche Ausgabe f\u00fcr ihre Bildung als \u00fcberfl\u00fcssig gesehen. Allerdings \u00e4ndert sich zur Zeit einiges, wenn auch im Schneckentempo. Als Mahalia Jackson von &#8222;Mother and child&#8220; singt, denke ich, dass so ein bisschen Heiligkeit dem gro\u00dfen Vorgang gar nicht schaden kann, denn kann nicht die Mutter direktemang in die Erleuchtung eintreten, wenn sie zul\u00e4sst, dass hier etwas weit \u00fcber sie hinausgeht. Sie wird in jeder Hinsicht Teil eines Wunders (isn&#8217;t it, gentlemen?), eben dass ein Mensch aus einem Menschen herausgeboren wird. Und dass wir selbst es geschafft haben, dass die daf\u00fcr Verantwortlichen uns nicht weggetrieben haben, sondern uns angenommen und versorgt, damit wir das unvergleichbare und kostbare Abenteuer miterleben k\u00f6nnen. In der Zeitung wurde gestern ein junger Mann erw\u00e4hnt, der seine Eltern ernsthaft vor Gericht verklagt, dass sie ihn ungefragt in die Welt gesetzt haben. Gro\u00df ist die Spannbreite der Erfahrungen, zu denen ein Mensch in sich Zugang findet.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h6>*Installation aus der EK-Kooperative<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* wahrlich Als ich mich bei Shivani am Heiligen Abend an meinen Weihnachtslieblingssong erinnerte, gesungen von Mahalia Jackson, und es ihnen ein paar Minuten lang vorspielte, kam eine tiefe Stimmung auf. Wir waren wie verbunden in etwas verloren Geglaubtem, vielleicht in Sehnsucht nicht nach dem Heiland, sondern nach Heilung in einer als krank empfundenen Welt. 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