{"id":1661,"date":"2016-12-29T05:31:38","date_gmt":"2016-12-29T05:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1661"},"modified":"2016-12-30T02:06:49","modified_gmt":"2016-12-30T02:06:49","slug":"wach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1661","title":{"rendered":"wach (?)(!)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"rg_ic rg_i\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn1.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcT_9CATg1oeNt7foQU66Ayn9tLURshH4aPkel8oddR0VVCVA0FI\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr emojis\" name=\"Jxwt3rFVfg3EmM:\" data-src=\"https:\/\/encrypted-tbn1.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcT_9CATg1oeNt7foQU66Ayn9tLURshH4aPkel8oddR0VVCVA0FI\" data-sz=\"f\" \/><\/p>\n<p>Ab und zu, wenn ich mit Herumwandernden in Indien in Kontakt komme, werde ich gefragt, ob ich einen Ashram empfehlen kann. Das ist einfach zu beantworten: nein, kann ich nicht. Ich warne eher davor, da ich \u00fcber die Jahre hin wenig Empfehlenswertes gesehen oder geh\u00f6rt habe. Ber\u00fchmte Gurus sitzen hinter Gittern oder werden in flagranti erwischt, da sie ihre H\u00e4nde nicht von Jungfrauen oder Jungm\u00e4nnern lassen k\u00f6nnen, und Millionen von nichtsahnenden Devotees, die, mit den Fakten konfrontiert, niemals glauben k\u00f6nnen, dass so etwas sein kann. Na ja, will man denken, sind ja nicht alle so. Stimmt. Aber will man beim Aussieben beteiligt sein? Nein! Meistens empfehle ich waches Chai-Trinken inmitten des ganzen farbenfreudigen Trubels. &#8222;Wach&#8220; jedoch, so leicht dahin gesagt, ist das Stich-und Zauberwort, das zu weiterer Nachdenklichkeit f\u00fchren kann. Wenn die Wandernden wach w\u00e4ren oder besch\u00e4ftigt und zufrieden mit inneren und \u00e4u\u00dferen Dialogen, w\u00fcrden sie dann immer noch was suchen? M e i n Konflikt als Gefragte ist hier, dass ich nicht leugnen kann, selbst jahrelanges In- Stille-sitzen und was sonst noch alles dazu geh\u00f6lrt, praktiziert zu haben, nur um eines sch\u00f6nen Tages mich wieder meilenweit von diesen Hallen und R\u00e4umen der uns Lehrenden entfernt zu haben, um das eigene Programm ins Auge zu fassen. Das geschah nicht ohne Dankbarkeit und dem verbleibenden Genuss, gelernt zu haben in gesch\u00fctzter Umgebung, das Mit-mir-sein f\u00f6rderlich und bereichernd zu gestalten. Das befreit nicht automatisch von \u00c4rger oder den Irrwegen der Selbstsucht, aber das fuchtelt auch nicht mehr so herum und tut so, als w\u00e4re es prima , so zu sein, wie man eben ist! Wie ist man denn halt so!? Und warum gibt es seit Menschengedenken dieses nagende &#8222;Erkenne dich selbst&#8220;, so als w\u00e4re eben doch noch was zu erkennen, was zuerst als solches erfasst werden muss. Das rastlose Innengef\u00fchl zu ergr\u00fcnden und das Gl\u00fcck zu haben, mit zeitlosem Wissen in Kontakt zu kommen, das wiederum nur das Angebot macht zu eigenem und selbstst\u00e4ndigem Denken. Und doch! Es gibt sie, die guten Lehrer, denen man ruhig mal lauschen kann, seien es lebende Rinpoches oder tote Dichter und Philosophen. Das kann die Praxis nicht ersetzen, aber doch hilfreiche Hinweise geben. Wachsein ist Praxis. Sehen k\u00f6nnen, wie es &#8222;wirklich&#8220; ist und wer ich wirklich bin. Zweifeln k\u00f6nnen, wieviel &#8222;Wirklichkeit&#8220; dieses &#8222;Ich&#8220;, mit dem ich unterwegs bin, wirklich enth\u00e4lt. Vor allem aber: staunen und herzlich lachen. Denn die relative Zeit erh\u00f6ht ihre Geschwindigkeit, und selbst, wenn gute Gesellschaft unseren &#8222;Ausklang&#8220; begleitet, werden wir allein sein mit dem, was uns klar wurde \u00fcber das, was wir dann sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab und zu, wenn ich mit Herumwandernden in Indien in Kontakt komme, werde ich gefragt, ob ich einen Ashram empfehlen kann. Das ist einfach zu beantworten: nein, kann ich nicht. Ich warne eher davor, da ich \u00fcber die Jahre hin wenig Empfehlenswertes gesehen oder geh\u00f6rt habe. 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