{"id":1654,"date":"2016-12-28T01:59:59","date_gmt":"2016-12-28T01:59:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1654"},"modified":"2016-12-28T01:59:59","modified_gmt":"2016-12-28T01:59:59","slug":"verschwindibus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1654","title":{"rendered":"verschwindibus"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1655\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1712441-168x300.png\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1712441-168x300.png 168w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1712441-768x1368.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1712441-575x1024.png 575w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1712441.png 1071w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1656\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711431-86x300.png\" alt=\"\" width=\"86\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711431-86x300.png 86w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711431-295x1024.png 295w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711431.png 540w\" sizes=\"auto, (max-width: 86px) 100vw, 86px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1657\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711021-168x300.png\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711021-168x300.png 168w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711021-768x1370.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711021-574x1024.png 574w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161226_1711021.png 1071w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/p>\n<p>In einem Buch (von Silvia Bovenschen) fand ich den Gedanken ganz am\u00fcsant, dass man sein eigenes \u00c4lterwerden u.a. auch daran erkennen kann, was in der eigenen Lebenszeit so alles verschwindet. Also ich vermeide es jetzt hier vor Ort, gemeinsam \u00fcber die Zeit zu sinnieren, als es noch Lotusblumen auf dem See gab und Lotusgem\u00fcse auf dem Markt, und Heerscharen von schwirrenden Libellen und noch vor kurzem gab es Schildkr\u00f6ten im Wasser. Als ich in meiner ersten Sadhulehre mit Maharaj unter dem Banianbaum sa\u00df, lebten \u00fcber uns im Baum eine un\u00fcbersehbare, nerv\u00f6s bzw nervig zwitschernde Schar von Flederm\u00e4usen mit diesen kleinen, irren Gesichtern. Jeden Abend haben wir sie ausschw\u00e4rmen gesehen und geh\u00f6rt in ihrer exzellenten Frequenz. Warum sind sie gegangen? Auch der Nilkantmahadev-Vogel\u00a0 mit der strahlend blauen Kehle ist nie wieder gesehen worden. Interessant ist, dass in der Geschichte des Ortes der Sch\u00f6pfer selbst den Ort erschuf, der aber dann wieder in Vergessenheit geriet und von\u00a0 Wald \u00fcberwachsen wurde. Ein K\u00f6nig auf der Jagd\u00a0 sah\u00a0 dann mal einen Eber und folgte ihm zu einer Quelle unter dem Gestr\u00fcpp und wurde von diesem Wasser von der Leprakrankheit geheilt. Zum Dank lie\u00df er den See ausbaggern und baute die ersten Ghats (Zug\u00e4nge zum Wasser). Es verschwinden also Dinge und neue kommen hinzu. Die urspr\u00fcngliche Quelle gibt es auch nicht mehr, daf\u00fcr neue Wasserleitungen. Vor ein paar Jahren wurden alle alten (bildsch\u00f6nen!) Steine ausgewechselt und neue eingef\u00fcgt, angeblich, um alles attraktiver und einheitlicher zu machen. Dann haben wir sp\u00e4ter geh\u00f6rt, dass die \u00fcbliche Mafiabande sie aufgekauft und eigene H\u00e4user damit gebaut hat. Also Dinge k\u00f6nnen auch verschwinden und woanders wieder auftauchen. Bei den vielen Toten, die ich habe verschwinden sehen in allen Altersgruppen, wei\u00df man das ja nicht haargenau, bzw ich enthalte mich der Reinkarnationsstimme, denn klar ist, dass sie nicht mehr unter uns sind. Oder mein Blick f\u00e4llt ab und zu auf einen Menschen am Wasser, der die Asche eines Verstorbenen in den See sch\u00fcttet. Fr\u00fcher konnte man \u00fcberall \u00dcberreste von Knochen sehen inmitten der Asche. Vielleicht ist es inzwischen verboten wegen dem hohen Interesse an Tourismus-Steigerung. Vor allem die buddhistischen Lehrer empfehlen ja \u00f6fters die klare Erkenntnis des eigenen Verschwindens, so als w\u00fcrde es einem am allerschwersten fallen, sich die Welt, die einem vertraut ist, ohne sich selbst vorzustellen. Wird aber kommen., Der Geist kann sich allerdings nichts ausmalen \u00fcber das Wann und Wo, das ist das Gute daran. Vielleicht das Wie bedenken?&#8230; Und so viel elektrisches Licht gibt es jetzt drau\u00dfen, aber in den H\u00e4usern studieren die Kinder immer noch unter den 40 Watt Funzeln mit der Stirn am Papier. Was habe ich mir die Kehle wundgescheuert! Jetzt schauen kleine Kinder Movies auf Smartphones zusammen! Wenn man das alles so bedenkt und beschaut, sieht man nichts als einen gro\u00dfen Strom, der vor\u00fcberzieht und immer neue Formen entwickelt, die den Geist der Zeit ausdr\u00fccken. Das allerdings tun wir auch, w\u00e4hrend wir da sind, und f\u00fcr uns macht es einen gro\u00dfen Unterschied, wie und mit was f\u00fcr einem Geist wir durchgehen, und ob wir den Zugang zur \u00c4ther-Weite finden, auch wenn es hier nur als Symbol dient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Buch (von Silvia Bovenschen) fand ich den Gedanken ganz am\u00fcsant, dass man sein eigenes \u00c4lterwerden u.a. auch daran erkennen kann, was in der eigenen Lebenszeit so alles verschwindet. 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