{"id":1629,"date":"2016-12-24T07:50:23","date_gmt":"2016-12-24T07:50:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1629"},"modified":"2016-12-24T07:50:23","modified_gmt":"2016-12-24T07:50:23","slug":"faktor-x-mas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1629","title":{"rendered":"Faktor X-mas"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1630\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161223_1104091-185x300.png\" alt=\"20161223_1104091\" width=\"194\" height=\"315\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161223_1104091-185x300.png 185w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161223_1104091.png 385w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><br \/>\n(Das Weihnachtsgespenst)<\/p>\n<p>Einige Jahre lang hatte ich in Indien die Angewohnheit, \u00fcber die Weihnachtsfeiertage bis zum Neuen Jahr ein Schweige-Retreat zu machen. Das war sehr vern\u00fcnftig. Denn jetzt bemerke ich, dass ich ab und zu mal an Weihnachten kurzfristig in einen Schlechte-Laune-Sog komme. Wie gestern. Bis ich merkte, dass es irgendwas mit Weihnachten zu tun hat. Ja was denn? In der Zeitung sehe ich manchmal Photos aus Delhi und Bombay, auf dem auch Frauen mit roten Nikolausm\u00fctzen auf dem Kopf eine lustige Zeit haben. Feierbereite Inder wollen sich gerne auf Ausl\u00e4nderInnen einstellen, aber die wollen oft nicht Wehnachten feiern, weil man ja eben dem Ganzen zu entrinnen glaubte. Die neue junge Inder-Generation geht nach Goa zu Chillum und Chillen und Techno etc. Mir selbst entschwinden auf einmal die indischen Freunde, weil deren Angeh\u00f6rige und ihre Kinder Weihnachtsferien haben\u00a0 und bekocht werden m\u00fcssen. Und der Entschluss, so zu tun, als g\u00e4be es den ganzen Zirkus nicht, funktioniert auch nicht immer. Will ich auch zuhause Pl\u00e4tzchen backen und auf einen Tannenbaum schauen, w\u00e4hrend drau\u00dfen der Schnee glitzert und ich so viel Marzipan essen kann, bis mir schlecht wird!? Das festliche Figurentheater-Weihnachtsst\u00fcck von Ursula G\u00fcdelh\u00f6fer w\u00fcrde ich z.B. gerne noch einmal sehen. Da folgen K\u00f6nige und K\u00f6niginnen dem ber\u00fchmten Stern, und eine von ihnen kommt zu sp\u00e4t zur Abreise und hat viele, viele Geschenke auf ihrem kleinen W\u00e4gelchen, alles f\u00fcr Jesus und seine Eltern. Aber auf dem langen Weg passiert dies und jenes, und sie verschenkt alles und kommt dann mit leeren H\u00e4nden ziemlich versp\u00e4tet in Bethlehem an und trifft dort zuf\u00e4llig auf Jesus, der schon etwas gr\u00f6\u00dfer ist, und der findet das sehr sch\u00f6n, denn was sie den Anderen unterwegs getan hat, hat sie ja ihm getan, und sie gehen zusammen in sein Haus zu Josef und Maria (und vieles mehr).<br \/>\nStattdessen frage ich hier im Dorf zur Abwechslung mal ein paar Bekannte auf der Stra\u00dfe und wo ich was einkaufe (Kerzen und S\u00fc\u00dfigkeiten), ob sie was \u00fcber Jesus wissen? Nein, keine Ahnung. Muss ja auch nicht. Seltsam ist einfach, dass sich der englische Kalender\u00a0 eingenistet hat, obwohl sie auch einen eigenen haben, den sogenannten Vikram-Kalender, auf dem wir bald ins Jahr 2074 gehen. Der wird auch irgendwie gefeiert, nur nicht mit Techno-Parties und Whisky vom Schwarzmarkt.<br \/>\nIch suche ja offensichtlich nach einer Form, wie ich selbst die Tage gestalten will. Wie immer halt! Als w\u00e4ren sie nicht sch\u00f6n, wie sie sind. Z.B. morgens am See, wo ich grad bin. Zuf\u00e4llig sitzen links und rechts von mir in einiger Entfernung zwei Sadhus, die ich schon lange kenne. Br\u00fcder. Vor uns am Wasser, wo sonst niemand ist, eine Badeorgie. 7 Meter lange Turbane werden gewaschen und getrocknet. Die liebe Sonne scheint, bzw. der liebe Sonnengott, Surya Dev. So bin ich langsam wieder vernunftsf\u00e4hig und sehe, das alles ist, wie es ist. Die K\u00f6nigInnen (?) kamen ja damals aus dem Osten und m\u00fcssen ewig lange unterwegs gewesen sein. So ein Vertrauen in einen Stern! Und dann,\u00a0 als sie tot waren, hat jemand ihre Gebeine in den K\u00f6lner Dom gebracht (!?) Wunder \u00fcber Wunder. Jesus und Maria sollen ja auch nicht auf die menschlich \u00fcbliche Weise den kleinen Jesus hervorgebracht haben, sondern es soll eine sehr hohe Eingebung gegeben haben. Da liegt er nun also wieder vielfach in H\u00e4usern und Kirchen herum auf seinem Strohbettlein in der erleuchteten H\u00fctte und l\u00e4chelt Brahma, dem Sch\u00f6pfer zu, beziehungsweise seiner Mama, eine der, habe ich mal gelesen, beliebtesten Pers\u00f6nlichkeiten der Welt. Maria Devi!<\/p>\n<p>************************************************************************************************************************<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Das Weihnachtsgespenst) Einige Jahre lang hatte ich in Indien die Angewohnheit, \u00fcber die Weihnachtsfeiertage bis zum Neuen Jahr ein Schweige-Retreat zu machen. Das war sehr vern\u00fcnftig. Denn jetzt bemerke ich, dass ich ab und zu mal an Weihnachten kurzfristig in einen Schlechte-Laune-Sog komme. Wie gestern. 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