{"id":1619,"date":"2016-12-22T05:19:43","date_gmt":"2016-12-22T05:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1619"},"modified":"2016-12-22T05:29:20","modified_gmt":"2016-12-22T05:29:20","slug":"unpersoenlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1619","title":{"rendered":"un\/pers\u00f6nlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mi iWCZTc4czto8-pQOPx8XEepE\" src=\"https:\/\/allesfakeundimage.files.wordpress.com\/2011\/01\/ar-3.gif\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr Kreis und Punkt\" width=\"232\" height=\"234\" \/><\/p>\n<p>(Als ich die \u00dcberschrift gerade so dargestellt habe wie oben, kam es mir so \u00e4hnlich vor wie die Entdeckung von &#8222;gem(einsam), irgendwie untrennbar miteinander verbunden).<\/p>\n<p>Da wollte ich mich doch nochmal fragen, was ich darunter verstehe (dem Pers\u00f6nlichen\/Unpers\u00f6nlichen), und fand die Unterschiede in den zwei Kulturen, die mir nun beide gleichermassen vertraut sind, schwieirig zu benennen. Da in Indien das individuelle Sein bis vor kurzem wenig kultiviert wurde, fand ich doch interessant, als ich leichteren Zugang zu den Familien hatte, dort zu beobachten, dass Kinder oft f\u00fcr uns unvorstellbare Freiheit genie\u00dfen und selten eingeschr\u00e4nkt werden. Beigebracht wird sehr fr\u00fch das Geben, das Teilen,, und heute noch sieht man Kleinkinder an den Hausaltaren und in Tempeln die R\u00e4ucherst\u00e4bchen vor ihrer Lieblingsgottheit schwenken. Die Kinder lieben meist Krishna, ua.der Gott der Liebe, der, wie Shiva, auch in Kinderform verehrt wird. So hat das Kind fr\u00fch einen pers\u00f6nlichen Zugang zum Unpers\u00f6nlichen &#8211; Kosmischen -G\u00f6ttlichen. Ich sehe das Unpers\u00f6nliche als eine F\u00e4higkeit, von sich selbst zu abstrahieren, um sich auf Wesen und Geschichte (und Leid) anderer einlassen zu k\u00f6nnen, ohne dem leichteren Weg Folge zu leisten, dass es mich nichts angeht, oder mein Blick nur gef\u00e4rbt ist von pers\u00f6nlicher Meinung.<br \/>\nAls ich neulich mal mitkriegte, wie meine Freundin Lali jemandem erkl\u00e4rte, die Inder hier w\u00fcrden mich als &#8222;Hindu&#8220; sehen, fand ich das interessant. Es stimmt in dem Sinn, dass sie mich ja jahrelang sehen und mit meinem Aufenthalt einverstanden sind, aber es kommt tats\u00e4chlich kaum vor, dass sie mir eine pers\u00f6nliche Frage stellen oder zB wissen wollen, aus welchem Land ich bin. Vermutlich bin ich insofern ein Ph\u00e4nomen geblieben, dass ich als Frau allein lebe, weder zur\u00fcckhaltend noch sehr zug\u00e4nglich, und auf jeden Fall den korrekten Eindruck vermittle, dass es mir prima geht. Kein husband, kein Guru, kein Bruder, kein Onkel. Na bitte, geht doch! Die Freiheit und Freundlichkeit, mit der ich t\u00e4glich umgeben bin, ist die Frucht (m)einer pers\u00f6nlichen Einstellung, die von einem unzerst\u00f6rbaren Dank an das indische Volk getragen wird: herzenstiefen Dank f\u00fcr die Abertausenden von Chais (Milchtees), die ich mit Euch auf Festen, in H\u00fctten, auf Stra\u00dfen, in H\u00e4usern, in Z\u00fcgen, auf Bahnh\u00f6fen etc getrunken habe, und dabei viel l\u00e4cheln und nicken und zuschauen konnte, wie es geht. Denn der Hinduismus ist eben\u00a0 k e i n e\u00a0 Religion, sondern eine Lebensweise, die mit gewaltigen Anstrengunegn verbunden ist, das Beste aus vorhandenem Wissen und Leben zu machen, was einem z.Zt. grad m\u00f6glich ist. Auf dieser Ebene sehen sie mich sehr unpers\u00f6nlich, aber sehr liebevoll. Selten kommt es zu so hochkomplexen menschlichen Vorg\u00e4ngen, wie ich sie vom Westen so gut kenne (und sch\u00e4tze), und wo man den pers\u00f6nlichen Menschen (wirklich erst seit Montaigne?) zutiefst durchstudiert hat und erst \u00fcber qualitativ hoch angelegte Prozesse zu einem leichten, freundlichen und m\u00fchelosen Umgang (wenn \u00fcberhaupt) kommt.<br \/>\nAm meditativen Weg hat mir von Anfang an gefallen, dass Pers\u00f6nliches und Unpers\u00f6nliches so nahtlos zusammenflie\u00dft, sodass das &#8222;Individuelle&#8220;, das Ungeteilte also, erfahrbar wird.<br \/>\nNeulich w\u00e4hrend des Festivals habe ich von einem Freund aus Delhii den Trick gelernt wie man das Symbol &#8211; oben im Bild &#8211; mit einem Stift in e i n e m Zug malt, ohne abzusetzen. Ich kam nicht selbst drauf, aber es geht. Einfach und doch so knifflig. So auch das Thema.<\/p>\n<p>*************************************************************************************************************************Wenn jemand die L\u00f6sung m\u00f6chte, strenge ich mich an, sie zu beschreiben.<\/p>\n<p>************************************************************<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Als ich die \u00dcberschrift gerade so dargestellt habe wie oben, kam es mir so \u00e4hnlich vor wie die Entdeckung von &#8222;gem(einsam), irgendwie untrennbar miteinander verbunden). 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