{"id":1611,"date":"2016-12-21T05:32:59","date_gmt":"2016-12-21T05:32:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1611"},"modified":"2016-12-21T05:32:59","modified_gmt":"2016-12-21T05:32:59","slug":"warum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1611","title":{"rendered":"Warum?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1615\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1158471-169x300.jpg\" alt=\"20161220_1158471\" width=\"155\" height=\"275\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1158471-169x300.jpg 169w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1158471-768x1365.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1158471-576x1024.jpg 576w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1158471.jpg 1077w\" sizes=\"auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1614\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1155291-275x300.jpg\" alt=\"20161220_1155291\" width=\"252\" height=\"274\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1155291-275x300.jpg 275w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1155291-768x836.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1155291-940x1024.jpg 940w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161220_1155291.jpg 1079w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/p>\n<p>Warum?<\/p>\n<p>(Als immer mehr Foreigners nach Indien kamen und \u00fcberall zu finden waren, fielen wir oft wegen der Frage\u201ewarum\u201c auf. \u201eDont\u2019t ask why\u201c wurde ein Teil der Lehre.)<\/p>\n<p>Wenn nun die verschiedenen Blickwinkel und wahrgenommenen Facetten des Landes aus mir auftauchen, kann man mich sicher, oder ich mich, fragen, warum also immer wieder hierher reisen und so lange wie m\u00f6glich bleiben, war es doch von Anfang an schon unvergesslich eingraviert in das Wesen \u2013 Atma &#8211;\u00a0 dankbar f\u00fcr das Wort, das dem\u00a0 gro\u00dfen, schwankenden, ewig Unbegreiflichen ein paar Buchstaben gibt. Und nicht nur \u201eSeele\u201c, nein, \u201egro\u00dfe Seele\u201c (Mahatma), d e m zugesprochen oder zugedichtet, der dieser<br \/>\npuren Form der Anarchie eine weitere, sinnstiftende Fassung geben konnte. (wie Gandhi zB).<br \/>\nJa, warum ich hier, und bis heute!?<br \/>\nLebendig! Es ist so lebendig! Furchtbar laut und so leise. Obwohl es streng strukturiert ist, hat es noch alles zugelassen. Es gilt ja oft als Mutterland der Erde, aus dem alle Menschenkinder hervorgegangen sind. Man h\u00f6rt es gerne, wenn man, wie ich, auch willkommen gehei\u00dfen wurde. Ich habe f\u00fcr die Leute aus dem Dorf nach meiner Ankunft zum Dank f\u00fcr ihren herzlichen, heiteren Empfang ein kleines Theaterst\u00fcck zusammengew\u00fcrfelt aus ihrer &#8222;Ramayana&#8220;, mit einem professionellen T\u00e4nzerpaar aus Ceylon und einem \u201eHanuman\u201c (Affengott), der vom Hotel-Balkon an einem Seil beeindruckend durch die Luft schwang. Ich hatte ihn vorher kost\u00fcmiert durchs Dorf geschickt und einfach alle eingeladen, die kommen wollten. Es kamen an zwei Abenden ungef\u00e4hr 500 Einwohner, die meisten M\u00e4nner, da die Frauen an diesem Punkt meiner Geschichte erschreckt aus Fenster und T\u00fcren auf mich starrten. Ich war ganz in Schwarz gekleidet mit erheblichem Make-up und einem Stab, den ein aus Nashorn geschnitzter, wundersch\u00f6ner Totenkopf zierte. (Was waren sie ersch\u00fcttert, als ich ihn sp\u00e4ter einmal in einer Riksha liegen lie\u00df!) Es wurde viel um mich herum gefl\u00fcstert, als ich kam. Aber nachdem ich mich inmitten des St\u00fccks als Kali auftreten lie\u00df, die dort eigentlich gar nicht vorkommt, war es fortan wohl eher das Staunen, das vorherrschte. Denn ich bin geblieben. Jahre. Was w\u00e4re ich ohne Euch und den Ort gewesen und geworden! Ohne seine V\u00f6gel, sein Licht, seine Wasserquelle, ohne seine Feste, ohne eure gro\u00dfz\u00fcgige Liebe, die ihr mir eine innere Heimat \u00fcberlassen habt f\u00fcr den Geist und die Liebe in mir, die einen Rahmen brauchte. Zuerst sa\u00df ich in einer sch\u00f6nen, offenen Behausung am Samsan, dem (Leichen)Verbrennungsplatz, eher \u201enormal\u201c f\u00fcr wandernde Sadhus auf der Suche nach dem Wasauchimme, dem viele Namen gegeben wurden und werden. Dann hat mich ein Brahmane in seinen Garten geholt, wo ein argloser Sadhu mir die wichtigsten Regeln und Gesten des Sadhudaseins beibringen sollte und wollte. An Festtagen musste ich ab und zu meinen \u201eKali-Tanz\u201c absolvieren, bis ich eines Tages durch stabile Verbindungen einen eigenen Platz in einem Tempel gefunden habe, der mir angeboten wurde, und wo ich lernen konnte, wie das alles geht: ein Feuer h\u00fcten, mit Menschen, die dort dann sitzen, richtig umgehen, anstrengende Prozesse durchhalten, und die tiefe Freude im Innern reifen sp\u00fcren, im Rhythmus ihrere zeitlosen Sph\u00e4re bei mir selbst sein zu k\u00f6nnen. In der Mitte des &#8222;g\u00f6ttlichen&#8220; Ganzen, dem man es uneingeschr\u00e4nkt danken konnte.<br \/>\nJa, meine Grundlage, meine Lebensquelle hier ist tief. Nun habe ich eher den freien Blick darauf, im Wesen m\u00fchelos verbunden. Sie fragen nicht warum. Sie sehen, dass ich da bin und meinen Platz erschaffen habe. Das liebevoll Unpers\u00f6nliche hat mich hier ber\u00fchrt und\u00a0 ber\u00fchrt mich noch immer. F\u00fcr das zutiefst pers\u00f6nliche Erschlie\u00dfen meiner Geschichte und meiner Liebe muss ich zur\u00fcck in den Westen und seinem kostbaren Gut. Ost und West im Zauberkreis.<\/p>\n<p>***********************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Bilder: links ein kleiner Ganesh-Haustempel, rechts eine Pinselei vom Morgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum? (Als immer mehr Foreigners nach Indien kamen und \u00fcberall zu finden waren, fielen wir oft wegen der Frage\u201ewarum\u201c auf. \u201eDont\u2019t ask why\u201c wurde ein Teil der Lehre.) 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