{"id":15760,"date":"2022-04-14T08:28:40","date_gmt":"2022-04-14T08:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15760"},"modified":"2022-04-14T08:28:40","modified_gmt":"2022-04-14T08:28:40","slug":"tragen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15760","title":{"rendered":"tragen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-15761\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220411_112914-253x300.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"426\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220411_112914-253x300.jpg 253w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220411_112914-768x911.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220411_112914-863x1024.jpg 863w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<h5>Immer wird Schicksal auf den Schultern getragen, das eigene und zuweilen das der Anderen auch. Und dann das Schicksal, das die Welt im Moment des eigenen Aufenthaltes betrifft, das tragen wir auch mit, oder zumindest k\u00f6nnen wir es nicht leugnen, was da los ist und was man so h\u00f6rt. Auch vor der digitalen Revolution war das nicht anders, wobei die Neuigkeiten offensichtlich nicht so vielf\u00e4ltig waren, aber in jeder Zeit machte jede\/r damit, was man wollte, und schwer ist es geblieben, an authentische Berichterstattungen zu kommen, wenn man selbst darum bem\u00fcht ist. Klar geworden ist, dass der neue Held des ukrainischen Krieges einen dummen Fehler begangen hat, indem er ein deutsches Staatsoberhaupt ausl\u00e4dt, das sich gerne f\u00fcr seine Interessen eingesetzt h\u00e4tte. Rumpel, rumpel, der Super-Hero hat eine Narbe, geboren aus alten, ihm unverzeihlich vorkommenden Verletzungen. Man sucht nach Verst\u00e4ndnis, denn alles, was er wirklich fordert und will, sind angemessene Waffen f\u00fcr das Gemetzel, das weiterhin stattfinden wird, bis irgendwann sich jemand ergibt oder gezwungen wird, sich zu ergeben. Wo soll man hin mit dem, was so gerne das Mitgef\u00fchl hei\u00dft. Wie viel Vorrat an Mitgef\u00fchl haben wir angereichert, oder kann das einfach so spontan da sein und sich zum Beispiel auf die Fl\u00fcchtenden legen, denen ihr Leben geraubt wurde? Wie nebenher staune ich, wie viele Bomben zur Zeit in Deutschland gefunden und entsch\u00e4rft werden und tausende von Bewohner*innen ihr Zuhause verlassen m\u00fcssen, weil sie sonst immer noch Gefahr laufen, von dieser Vernichtung erfasst zu werden. Diese Bomben und Minen werden auch in der Ukraine zur\u00fcckbleiben und weitere Menschen zerfetzen. Nur, dass wir (?) das jetzt wollen oder auf einmal bejahen, dass gen\u00fcgend russische K\u00f6rper au\u00dfer Gefecht gesetzt werden, damit dem als unangemessen empfundenen Besitzanspruch des Diktators eine Grenze gesetzt werden kann. Man kann nat\u00fcrlich immer bei sich selbst beobachten, wie und wodurch Schicksal entsteht, und wie man beides erkennen und\u00a0 kultivieren muss: einerseits die eigene Handlungsf\u00e4higkeit lebendig zu halten, damit man dem einem Entgegenkommenden gewappnet ist, beziehungsweise darauf antworten kann. Und andrerseits man dem pers\u00f6nlichen Schicksal nicht ausweichen kann und es zu tragen lernt, bis aus dem schwer durchdringbaren Ding ein B\u00fcndel geworden ist, das man bei der Wanderschaft auf einem Stecken mittragen kann. Ein verwegener Gedanke, wenn sich Tiefe und Heiterkeit dort im B\u00fcndel begegnen k\u00f6nnen. Was Zelensky und seinen ung\u00fcnstigen Ausrutscher betrifft, so darf man gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt. Schon hastet Kairos zu den Treppen, bereit, ein Lichtstrahl zu sein, mitten hinein in die Schicksalsdichte, besungen als Riss von Leonard Cohen, der sich auskannte mit Schicksal und seinen verdunkelten Fl\u00fcgeln.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wird Schicksal auf den Schultern getragen, das eigene und zuweilen das der Anderen auch. Und dann das Schicksal, das die Welt im Moment des eigenen Aufenthaltes betrifft, das tragen wir auch mit, oder zumindest k\u00f6nnen wir es nicht leugnen, was da los ist und was man so h\u00f6rt. 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