{"id":15667,"date":"2022-04-01T08:15:23","date_gmt":"2022-04-01T08:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15667"},"modified":"2022-04-01T08:25:07","modified_gmt":"2022-04-01T08:25:07","slug":"15667","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15667","title":{"rendered":"gewachsen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15668\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220401_092114-300x241.jpg\" alt=\"\" width=\"366\" height=\"294\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220401_092114-300x241.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220401_092114-768x616.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/20220401_092114-1024x822.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/> *<\/h5>\n<h5>Es wird Jahre dauern, bis diese ganzen Erlebnisse und Erkenntnisse und Dramen und Trag\u00f6dien, und ein bisschen Kom\u00f6die ist ja trotzdem fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wieder dabei, bis das alles wieder erinnert und dokumentiert wird, und durchdacht und verarbeitet auf viele, viele Arten und Weisen. Und jetzt schon schreibt sich Geschichte selbst, flexibel und dahinstr\u00f6mend, wie nur der Moment sein kann, in dem sie entsteht: auf allen Ebenen gleichzeitig, und st\u00e4ndig ver\u00e4ndern sich Ber\u00fchrungen und Verbindungen und Teilnahmen, sodass s o, wie es (wirklich?) ist, gar nicht durch das einzelne Gehirn fassbar sein kann, aber dennoch es anregt, sich rechtzeitig aus den Wissenshaltergemeinschaften zu verabschieden und sich selbst zu fragen, wie man es sieht. Denn man sieht es ja, einerseits eingeschr\u00e4nkt durch die eigene Sichtweise, andrerseits gerade dadurch in der Lage, sich als Einzelwesen zu positionieren, was man ja in letzter Konsequenz ist, sogern man das zuweilen vermeiden w\u00fcrde. Die Zuwendung zu sich selbst also, um was es hier geht, und wie man auch durch sich selbst Geschichte wird, und sie gleichzeitig nichtig erscheinen mag und doch in jeder Hinsicht wirksam. Und klar wird man auf interessante Art durchgeschleust durch den Schulbetrieb, und\u00a0 in einem selbst kann es Universit\u00e4ten geben, zu deren Einlass man sich anmelden muss, um von sich selbst \u00fcberpr\u00fcft zu werden. Und wohl wahr, seit die G\u00f6tter verblassen, ist es schwerer geworden. So, als k\u00f6nnten sie sagen; jetzt schaut mal, wie ihr so untereinander zurechtkommt, also ohne all unseren Himmelszirkus. Und was soll der Mensch denn k\u00f6nnen, so hineingeworfen in den Schicksalsschlund, wie er oder sie sich manchmal f\u00fchlt, und wer hilft einem da wieder heraus, und dann ist man es selber. Oder es hilft wirklich jemand, sodass auch ein andrer Mensch ein Licht werden kann, und das wiederum kann das Licht eines anderen entz\u00fcnden undsoweiter. Hier geht es dann um das H\u00fcten des Feuers, das ist ziemlich zeitaufwendig, wird aber als Reichtum erfahren. So kann man schon eines Tages durch die eigene, zutiefst pers\u00f6nliche Erfahrung wissen, dass das H\u00fcten des Erworbenen und des Geschenkten eine angenehme T\u00e4tigkeit ist, und lange genug geht es um Schadensbegrenzung. Bei einer riesigen Katastrophe wirbelt erst einmal alles durcheinander, aber allm\u00e4hlich finden sich alte und neue Spieler bei ihren jeweiligen Stationen ein. Ein neues Kapitel wird geschrieben, obwohl es kein Drehbuch gibt. Es bleibt offen, als wer ich mich vorfinde. Ich selbst bin gespannt, wie es wohl weitergeht, f\u00fchle mich dem Ganzen aber gewachsen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>* Paul Klee (aus einer Zeitungsanzeige entnommen)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* Es wird Jahre dauern, bis diese ganzen Erlebnisse und Erkenntnisse und Dramen und Trag\u00f6dien, und ein bisschen Kom\u00f6die ist ja trotzdem fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wieder dabei, bis das alles wieder erinnert und dokumentiert wird, und durchdacht und verarbeitet auf viele, viele Arten und Weisen. Und jetzt schon schreibt sich Geschichte selbst, flexibel und dahinstr\u00f6mend, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15667","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15667","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15667"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15667\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15673,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15667\/revisions\/15673"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15667"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15667"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15667"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}