{"id":15561,"date":"2022-03-16T08:56:38","date_gmt":"2022-03-16T08:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15561"},"modified":"2022-03-16T08:56:38","modified_gmt":"2022-03-16T08:56:38","slug":"wichtig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15561","title":{"rendered":"wichtig"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-15562\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220315_190231-240x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"448\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220315_190231-240x300.jpg 240w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220315_190231-768x962.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220315_190231-818x1024.jpg 818w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/h1>\n<h5>Das Erschrecken und das Entsetzen gab es auch schon immer. Menschen hatten lange keine Kameras und es blieb den daf\u00fcr Begabten \u00fcberlassen, Kunde zu tun von den Abarten der Unmenschlichkeit, bezeugt von menschlichem Auge, mit dem Mund oder mit dem Pinsel oder mit dem Stift. Leider hat auch die wichtige Darstellung dessen, was niemals in einem &#8222;Wieder&#8220; auftauchen d\u00fcrfte, keine Wirkung gehabt. Was bleibt einem \u00fcbrig unter den vielen M\u00f6glichkeiten, es zu sehen, es auch mal als eine offenbar unausweichliche Zusammenballung von vernichtungsbereiten Kr\u00e4ften zu sehen, auch aus den Haushalten der Weltgemeinde bekannt. Denn wo sollte der Samen f\u00fcr derartige Eskalationen liegen als in der Herkunft des Menschen, die sich dann als Beteiligte sehen, ohne dem sich erzeugenden Selbstl\u00e4ufer etwas entgegensetzen zu k\u00f6nnen. Trag\u00f6die ist der Begriff daf\u00fcr. Wenn der Witz in den Rachen erstirbt und die Kom\u00f6dianten vom Schlachtfeld gefegt werden. Das ganz und gar Sinnlose wedelt mit seinem faulen Zauberstab, und dann sitzt wieder einmal so ein mit Medikamenten vollgepumpter Spieler am menschenfeindlichen Tisch und ist damit besch\u00e4ftigt, die vermeintliche Ich-Gr\u00f6\u00dfe mit allen Mitteln und um jeden Preis zu verteidigen und zu zementieren. Und gelingt das nicht, dann wird&#8217;s wirklich gef\u00e4hrlich. In dieser Phase bewegen wir Lebenden uns gerade, denn was eben nicht immer da war, das sind wir, beziehungsweise ich war noch nie so da, wie ich jetzt bin, und nat\u00fcrlich habe auch ich mich (zum Gl\u00fcck) eine lange Zeitlang in der Annahme wiegen k\u00f6nnen, dass Frieden auf Erden durchaus m\u00f6glich ist, wenn man die st\u00e4ndig brodelnden Kriegsherde in anderen Regionen mal nicht fokussiert. Denn man wird sich der Bedeutung von Frieden erst gewahr, wenn er in Gefahr ist. Und wenn man auch vieles, was man denkt, nicht an den Kaffeetischen vortr\u00e4gt, so muss man doch eine einigerma\u00dfen authentische Erfahrung des Friedlichen machen, um f\u00fcr sich selbst einzusch\u00e4tzen, um was es da geht. Gottfried Benn sagte am Ende eines seiner wunderbaren Gedichte, dass er sich oft gefragt habe und keine Antwort habe er gefunden, n\u00e4mlich woher wohl das Sanfte und das Gute komme, und dass er es auch heute nicht wisse und nun gehen m\u00fcsse. Einmal hatte ich mir geschworen, nicht gehen zu m\u00fcssen (weil ich es nicht wei\u00df), sondern einerseits unerm\u00fcdlich zu br\u00fcten \u00fcber dem geheimnisvollen Ei, bis die Schale zerbricht und der Inhalt sichtbar wird. Und wird einmal der Inhalt sichtbar, kann man andere Kr\u00e4fte aktivieren, die hier richtungsweisend sind. Zuweilen zeigt sich als einziger Schatten zwischen dem Hier und dem Dort der W\u00fcrgegriff der Todesangst. Da meldet er sich wie von selbst, der japanische Satz &#8222;Es gibt Wichtigeres als das Leben.&#8220; Der Schrecken malt sich als Haiku auf die Geisterwand. Wann k\u00f6nnte das also sein, wenn es \u00fcberhaupt sein kann, dass es Wichtigeres gibt als das Leben?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Erschrecken und das Entsetzen gab es auch schon immer. Menschen hatten lange keine Kameras und es blieb den daf\u00fcr Begabten \u00fcberlassen, Kunde zu tun von den Abarten der Unmenschlichkeit, bezeugt von menschlichem Auge, mit dem Mund oder mit dem Pinsel oder mit dem Stift. 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