{"id":15551,"date":"2022-03-15T09:29:05","date_gmt":"2022-03-15T09:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15551"},"modified":"2022-03-15T09:29:05","modified_gmt":"2022-03-15T09:29:05","slug":"innen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15551","title":{"rendered":"*innen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15552\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220314_165222-e1647331963358-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"429\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220314_165222-e1647331963358-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220314_165222-e1647331963358-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/h1>\n<h5>W\u00e4hrend gewohnheitsm\u00e4\u00dfig in diesen gleicherma\u00dfen schrecklichen und erschreckenden Kriegen einige M\u00e4nner f\u00fcr ihr angebliches Heldentum dekoriert wurden und weiterhin werden, wandert au\u00dfen oder innen das ersch\u00f6pfte Auge \u00fcber dramatische Szenerien von unz\u00e4hligen Frauen, die nicht nur das Gep\u00e4ck schleppen, sondern auch die Kinder. Noch nie wurde hier ein Heldentum erw\u00e4hnt, nein, man bringt die Schutzlosen in Sicherheit, denn der Besitz (des Mannes) will gesch\u00fctzt werden. Irgendwann soll es ja weitergehen, vorausgesetzt man wird aus dem H\u00f6llenfeuer wieder herausgeschleudert und erkennt noch diejenigen, die in die Flucht getrieben wurden. Aber jede Mutter, das wollte ich eigentlich sagen, ist die Heldin eines Schicksals, das selten die Aufmerksamkeit und das Nachdenken erlebt, das es verdient, und es geht hier auch gar nicht ums Heldenhafte, sondern um schieres, nacktes, n\u00fcchternes Durchkommen mit dem Kind oder den Kindern. Gestern habe ich ein Interview gesehen mit einer russischen Journalistin, die sich entschieden hat, in Russland zu bleiben und ihren Nachrichtendienst weiterhin zu aktivieren, nun allein bei der Arbeit, weil die Anderen geflohen sind aus Angst vor den angedrohten 15 Jahren Haft. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen,\u00a0 dass ich nicht im Gef\u00e4ngnis landen m\u00f6chte, meinte sie, aber es hat mir auch niemand versprochen, dass ich ewig leben werde. Offensichtlich entfacht der Todesmut gewaltige Kr\u00e4fte, manchmal bleibt man selbst beim Staunen h\u00e4ngen. Oder diese junge Frau, die pl\u00f6tzlich in der Hauptzeit des russischen Fernsehens mit einem Schild auf die B\u00fchne springt, um den Russen zu sagen, dass sie belogen werden und dieser Krieg aufh\u00f6ren muss. Niemand wei\u00df wo sie ist, ihre Anw\u00e4lte konnten sie nicht finden, und das Denken muss hier einen Korridor \u00f6ffnen, damit man unbeschadet herauskommt aus dem potentiellen Ansturm der Emotionen. Gef\u00fchle, von denen es gar nicht so viele gibt, bleiben oft still in solchen Wirkungsfeldern. Man meint dann, und oft zu Recht, man h\u00e4tte nichts zu sagen, aber es sind die Gef\u00fchle, also eines der Gef\u00fchle, die die Ebenen durchstr\u00f6men und ausf\u00fcllen und zumindest zeitweise den Worten keinen Zugang gew\u00e4hren. Das erste, das sich davonschleicht, ist die Lust am Erkl\u00e4ren. Man verzichtet gerne auf Deutungshoheit, wenn einem das nicht schon fr\u00fcher oder vorher gelungen ist, und irgend etwas in einem zieht sich aus der Matrix zur\u00fcck. Man m\u00f6chte wahrnehmen, f\u00fcr was man geeignet ist auf diesem Feld, das sich grenzenlos \u00fcber W\u00fcsten und W\u00e4lder und St\u00e4dte ausbreitet und uns formt gem\u00e4\u00df der Empfangsbereitschaft. \u00dcbrigens fand ich an der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig neuen\u00a0 Einrichtung des Sternchens zwischen weiblicher und m\u00e4nnlicher Endung, ausgesprochen mit einer professionell ge\u00fcbten Mini-Stockung, immer das separate &#8222;innen&#8220;, oder das &#8222;Innen&#8220; interessant, denn damit sind dann wir (Frauen) gemeint, mit dem Stern ins Innen also, und von dort aus gerne auch wieder ins Au\u00dfen, jetzt mit sich selbst unterwegs und befreit von den Asterixen. Man sieht ein Heer von Heldinnen sich \u00fcber die L\u00e4nder verteilen und niederlassen an fremden Orten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend gewohnheitsm\u00e4\u00dfig in diesen gleicherma\u00dfen schrecklichen und erschreckenden Kriegen einige M\u00e4nner f\u00fcr ihr angebliches Heldentum dekoriert wurden und weiterhin werden, wandert au\u00dfen oder innen das ersch\u00f6pfte Auge \u00fcber dramatische Szenerien von unz\u00e4hligen Frauen, die nicht nur das Gep\u00e4ck schleppen, sondern auch die Kinder. 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