{"id":15517,"date":"2022-03-11T09:02:19","date_gmt":"2022-03-11T09:02:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15517"},"modified":"2022-03-11T09:06:46","modified_gmt":"2022-03-11T09:06:46","slug":"hinzufuegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15517","title":{"rendered":"hinzuf\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15518\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220310_174213-e1646986765136-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"469\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220310_174213-e1646986765136-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220310_174213-e1646986765136-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><\/p>\n<h5>Deswegen kann man, wenn man m\u00f6chte, dem Nichts ohne Umschweife begegnen. Man schlie\u00dft die Augen, schaut geradeaus. Da ist nichts. Wenn da etwas ist, dann liegt es an den Gedanken, obwohl man auf diese (scheinbar) leere Fl\u00e4che auch Bilder projezieren kann. Aber meistens sind es Gedanken, die den Raum belagern, oder die Stadt belagern, oder das Land in Tr\u00fcmmer legen. Es denkt, es hat Rechte, die keiner gegeben hat, und das Ich hat dann Erscheinungsverbot, weil es auf Irrwegen herumtobt, die niemand entlarven darf. Denn das Recht, das urspr\u00fcnglich gegeben wurde, kommt aus der nat\u00fcrlichen Verfassung des Grundes, begleitet von ureigenem Ton. Was danach geschieht: wer kann es ahnen. Einer will Zar sein, ein andrer sich selbst. Wer kann Verbindung gew\u00e4hrleisten, wenn sie gar nicht erw\u00fcnscht ist. So wirft uns das sinnlose Treiben auch in ein Angebot des Erwachens. Die Dosierung der Aufnahmef\u00e4higkeit erm\u00f6glicht es einem zumindest, sich vom Sitz auf der Trib\u00fcne des ohnm\u00e4chtigen Schauens zu erheben und sich aufs Innere zuzubewegen, wo es nicht bedeutungslos ist, die eigene Befindlichkeit zu ergr\u00fcnden, spielt sie doch keine geringe Rolle auf dem Spielfeld der Kr\u00e4fte. Oder geht es gar nicht (nur) um Kr\u00e4fte, sondern mehr um Aufmerksamkeiten auf das, was tats\u00e4chlich da ist. Es ist auch kein Geheimnis, dass das, was dort geschieht, nicht nur bei uns schon einmal auf drastischste Weise geschehen ist, sondern etwas davon hat nie aufgeh\u00f6rt, sind es doch immer Einzelne, die es weitertragen oder sich nicht davon trennen k\u00f6nnen, weil es ihnen so sehr entspricht. Zum Beispiel Rechtsradikale aus Deutschland, die in die Ukraine kommen, um mitzuk\u00e4mpfen, aus Rache an den Russen wegen des verlorenen Krieges. Erbarmungslos oder dienstpflichbeflissen h\u00e4mmern die Medien einem, wenn man nicht aufpasst, die hochqualifizierten Einzelteile um die Ohren, sodass man auf einmal merkt, dass man ganz wortkarg geworden ist. Denn es wird noch einmal so klar, dass es f\u00fcr einen Krieg und seinen typischen Vernichtungswahn keine Worte gibt. Es gibt sie einfach nicht mehr und er, der Krieg,\u00a0 hebt alle Wortgewalt aus den Angeln, weil jede Spur von Gewalt\u00a0 den Samen des Schadens in sich tr\u00e4gt, f\u00fcr den es so oft keine Heilung mehr gibt. Bis man sich ertappt bei dem Gedanken, es m\u00f6ge doch einer um den T\u00e4ter herum aufwachen und handeln, ihn also aus dem Weg schaffen: da ist man schon fast selber zum T\u00e4ter oder zur T\u00e4terin geworden. Deswegen ist es durchaus ratsam, sich ab und zu mal hinzusetzen, die Augen zu schlie\u00dfen und geradeaus in die vermeintliche Leere zu schauen. Denn sie ist ja nicht tot, nein, sie lebt und hat eine entspannende Wirkung. Stillsein als Sprache und Ort der Erholung hinzuf\u00fcgen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deswegen kann man, wenn man m\u00f6chte, dem Nichts ohne Umschweife begegnen. Man schlie\u00dft die Augen, schaut geradeaus. Da ist nichts. Wenn da etwas ist, dann liegt es an den Gedanken, obwohl man auf diese (scheinbar) leere Fl\u00e4che auch Bilder projezieren kann. 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