{"id":15505,"date":"2022-03-09T09:20:05","date_gmt":"2022-03-09T09:20:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15505"},"modified":"2022-03-14T09:18:17","modified_gmt":"2022-03-14T09:18:17","slug":"einbuessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15505","title":{"rendered":"einb\u00fc\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15506\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_160905-288x300.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"374\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_160905-288x300.jpg 288w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_160905-768x801.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_160905-982x1024.jpg 982w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<h5>Man bereitet uns darauf vor, dass wir einb\u00fc\u00dfen werden m\u00fcssen. Es muss das erste Mal sein, dass ich das Wort &#8222;einb\u00fc\u00dfen&#8220; schreibe, es klingt seltsam fremd und fast religi\u00f6s, und kommt sicher auch von &#8222;Bu\u00dfe&#8220;. Nun ist bereits viel Denken am Werke, wie sich diese Einschr\u00e4nkung(en) auf unser Leben auswirken k\u00f6nnen. Schon staunt man \u00fcber die Zahlen an den Zapfs\u00e4ulen, was vermutlich dazu f\u00fchren wird, dass viele Menschen auf Z\u00fcge und Busse oder Fahrgemeinschaften umsteigen werden. Vielleicht wird es auch ein nat\u00fcrliches Tempolimit geben, und ich merke ein erh\u00f6htes Interesse bei mir, an die Lichtschalter zu denken, also wenn man sie wirklich ausschalten kann. Durch die Coronawellen sind wir schon in vielem geschult worden, was Einschr\u00e4nkung anbelangt, und das hatte durchaus seine angenehmen Aspekte. Vor allem im sokratischen Sinne, dass es eben auch anregend sein kann zu bemerken, wie viel es gibt, was ich nicht brauche, ohne dass es in schmerzhaften Verzicht ausarten muss. Neulich meinte ein Kommentator, Europa m\u00fcsse sich mal aus der Antike l\u00f6sen, das mag ja in anderem Kontext seine Richtigkeit haben, aber ich denke eher an einen Kreislauf der Menschheitsgeschichte, in dessen Verlauf es sich zeigt, dass bestimmte Ideale des Denkens und Kontemplierens sich eines Tages auf \u00fcberraschenden Wegen umsetzen k\u00f6nnten. Zum Beispiel, wenn Menschen entdecken, dass ein bewusst gesetztes Genug durchaus mit einem Genuss zu verbinden ist. Nat\u00fcrlich h\u00e4ngt alles, was ich erlebe, von der Einstellung ab, die ich damit verbinde, oder wie ich unvermeidliche Ver\u00e4nderungen akzeptieren kann. Man kann sich ruhig einmal klar machen, welchen uneingeschr\u00e4nkten Zugang wir immer noch zu allen Dingen haben, die unser Herz begehrt, oder ist es gar nicht das Herz, das das alles begehrt. Es ist einfach alles da, weil es unsere Nachfrage bedient, vom gepeinigten Schwein bis zum Luxusschlitten und dar\u00fcber hinaus. Reichtum hat ja auch was Sch\u00f6nes, weil es viel erm\u00f6glicht, was sich sonst nur tr\u00e4umen lie\u00dfe. Aber nun hat etwas Neues begonnen, das wir noch nicht so richtig denken k\u00f6nnen, weil die Erfahrungen noch im Schlepptau von Nachrichten sind, die man f\u00fcr sich ausloten lernen muss. Wie leicht kann man \u00fcberw\u00e4ltigt werden vom Unbegreiflichen, und man daher das f\u00fcr einen Begreifliche dosieren muss, damit es einem bei strahlendem Sonnenschein keinen schwarzen Strich durch den Alltag macht. Die Sorge vor etwas, das sich in vagen Gebilden im Herannahen befindet, die vorgezogene Sorge also, die eher belastend als hilfreich ist. Trotzdem muss es nicht falsch sein, sich auf ein freiwilliges Verzichten vorzubereiten, denn es kann ja nicht schaden zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist. Warum auch immer dieser Krieg so einen Unterschied macht f\u00fcr uns alle,\u00a0 wird von der Welt, also von uns Lebenden, auf l\u00e4ngere Zeit hin verstanden werden. Wir stehen ja nicht drau\u00dfen und schauen rein, sondern wir sind es, die drin sind, also mitten im Handlungsfeld.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man bereitet uns darauf vor, dass wir einb\u00fc\u00dfen werden m\u00fcssen. Es muss das erste Mal sein, dass ich das Wort &#8222;einb\u00fc\u00dfen&#8220; schreibe, es klingt seltsam fremd und fast religi\u00f6s, und kommt sicher auch von &#8222;Bu\u00dfe&#8220;. Nun ist bereits viel Denken am Werke, wie sich diese Einschr\u00e4nkung(en) auf unser Leben auswirken k\u00f6nnen. 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