{"id":15496,"date":"2022-03-08T09:07:56","date_gmt":"2022-03-08T09:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15496"},"modified":"2022-03-08T15:36:40","modified_gmt":"2022-03-08T15:36:40","slug":"8-maerz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=15496","title":{"rendered":"8. M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15497\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_091537-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"289\" height=\"385\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_091537-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/20220308_091537-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/h1>\n<h5>Da ich den Frauenwelttag meistens in Indien verbracht habe, ist er f\u00fcr mich von dortigen Anekdoten gepr\u00e4gt, wo sie, die Frauen, freie Busfahrten zur Verf\u00fcgung hatten und extrem vollbesetzt ins jeweilige Irgendwo fuhren, zu Verwandten oder heiligen St\u00e4tten oder beides. Eines der B\u00fccher, die in meinem Wegtu-Karton gelandet sind, tr\u00e4gt den Titel &#8222;Der Mythos Frau&#8220;. Ich konnte mich nie durchringen, es zu lesen, so wie ich vermutlich ein Buch namens &#8222;Mythos Mann&#8220; auch nicht hochmotiviert \u00f6ffnen w\u00fcrde, als k\u00f6nnte dort bei allen \u00dcberraschungen, die stets m\u00f6glich sind, doch noch etwas stehen, was einen so richtig verbl\u00fcffen w\u00fcrde. Dass Sigmund Freud\u00a0 aussagte, die Frau sei auch f\u00fcr ihn ein dunkler Kontinent geblieben, kann einen schon erstaunen, da er so viele von ihnen auf einer Couch liegen hatte, wo sie angeregt wurden, alles zu sagen, was sich ausdr\u00fccken lie\u00df. Es sieht in der Geschichte der Menschen tats\u00e4chlich so aus, als w\u00e4ren die M\u00e4nner selten auf die Idee gekommen, den Sprachf\u00e4higkeiten der Frauen\u00a0 freien Raum zu lassen, und das Ausma\u00df unbezahlter oder nicht gleichberechtigt bezahlter Arbeit hat in seinem Schattendasein nichts an Groteske verloren. Allerdings gab es sie auch immer, die Frauen, die allen Widrigkeiten zum Trotz zu dem kamen, was sie f\u00fcr sich selbst als angemessenen Ort empfanden, n\u00e4mlich sich selbst als das Aktionsfeld, f\u00fcr das sie geeignet waren. Man konnte sie auch schon immer in Armeen finden, und zuweilen bestanden diese Armeen nur aus Frauen. Eigentlich kann man sie \u00fcberall finden, in hoch angelegten Positionen im Au\u00dfenbereich, und in oft noch h\u00f6her angelegten Positionen im Innenbereich, wo das kelchlos Gemeisterte sich oft genug in Runen und Raunen verlor. Und nat\u00fcrlich in Ruinen auch, denn daraus fliehen dann Frauen und Kinder, wenn M\u00e4nner mal wieder Lust auf totale Vernichtung haben, vielleicht, weil sie (die M\u00e4nner) f\u00fcr ihre Selbstwahrnehmung immer ein paar Zentner zu klein waren oder sonst was nicht richtig lief. Deswegen sehen wir heute, wenn wir noch Kraft zum Hinschauen haben, vor allem Frauen und Kinder in andere L\u00e4nder fliehen, deren Traumatisierungen wir schon von eigenen Eltern h\u00f6rten oder von anderen Kulturen her kennen. Auch die afghanischen Frauen waren auf dem Weg, ja wohin, man kann es doch nur zu sich selbst nennen, so, als m\u00fcsste das extra genehmigt werden, dass man sagen kann, wer man ist und auf selbstverst\u00e4ndliche Weise tut, was man kann. Aber nun wachsen durch die Brutalit\u00e4t des Krieges wieder sehr viele Kinder in R\u00e4umen auf, die ihnen nur entsprechen, weil sie in Not sind. Her geht es um nacktes Leben und den Schutz dessen, was nicht vernichtet wurde. Zum Gl\u00fcck hat ein nicht geringer Teil der Menschheit die B\u00fcrde der Reife\u00a0 auf sich genommen. Dadurch entstehen neue Schutzgebiete, und das ist immerhin keine schlechte Nachricht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich den Frauenwelttag meistens in Indien verbracht habe, ist er f\u00fcr mich von dortigen Anekdoten gepr\u00e4gt, wo sie, die Frauen, freie Busfahrten zur Verf\u00fcgung hatten und extrem vollbesetzt ins jeweilige Irgendwo fuhren, zu Verwandten oder heiligen St\u00e4tten oder beides. Eines der B\u00fccher, die in meinem Wegtu-Karton gelandet sind, tr\u00e4gt den Titel &#8222;Der Mythos Frau&#8220;. 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