{"id":1545,"date":"2016-12-13T07:53:11","date_gmt":"2016-12-13T07:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1545"},"modified":"2016-12-13T07:59:24","modified_gmt":"2016-12-13T07:59:24","slug":"das-nebuloese","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1545","title":{"rendered":"Das Nebul\u00f6se"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1546\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161213_1231331-238x300.jpg\" alt=\"20161213_1231331\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161213_1231331-238x300.jpg 238w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161213_1231331-768x967.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161213_1231331-813x1024.jpg 813w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161213_1231331.jpg 1003w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/p>\n<p>Schlicht und etwas kindlich betrachtet erschlie\u00dft sich f\u00fcr mich der Begriff &#8222;das Nebul\u00f6se&#8220; als eine Grundstimmung von Indien. Es ist das Nebul\u00f6se schlechthin, das hier wie ein Zauberfaden alle Dinge umwebt und in die akzeptierte Verschleierung von Maya, also des Illusion\u00e4ren, einbindet. Mit orientalischem Geist wurde zum jeweils Bestehenden nicht nur leidenschaftlich dazugewebt, sondern das Gewebe wurde auch leidenschaftluch ergr\u00fcndet, und gewarnt wurde vor den T\u00fccken des Verstricktseins darin, und Wege wurden gezeigt, ge\u00f6ffnet und dokumentiert, wie man sich durcharbeiten kann durch die Str\u00e4nge des Schicksals. Das gab und gibt es nat\u00fcrlich auch in westlichem Wissen, wobei im Osten vor allem durch die Idee der Wiedergeburten, die in allen Hindus zutiefst verankert ist, es nat\u00fcrlich auch noch eine \u00d6ffnung und Versicherung in die nimmer endende Chance einer letztendlich b\u00fcrdelosen Existenz gibt. Dadurch fehlt dann allerdings oft der Ansporn, das eigene Leben aktiv zu gestalten in den paar J\u00e4hrchen, die uns in dieser jetzigen Form geschenkt werden. Das Nebul\u00f6se hat sich tief eingebettet in die Seins-Partikel, und will man verstehen, muss man verzichten auf westliches Verst\u00e4ndnis von Logik.<br \/>\nAus diesem nebul\u00f6sen Gro\u00dfraum also kam auch glasklares Denken, nein!: diamantenes Gedankengut, das daraus ungehindert auftauchen konnte, vielleicht auch unterst\u00fctzt durch klimatische Bedingungen, die das rege Tun immer wieder einschr\u00e4nken und zu kontemplativem Sitzen auffordern und zwingen.<br \/>\nIch kenne in diesem Dorf nur zwei Frauen, die B\u00fccher lesen. Ja, man sieht vor allem alte M\u00e4nner mit Gebetsheftlein nahe am Auge, w\u00e4hrend der Mund die beruhigenden Verse murmelt. Auch ist, was es zu wissen gibt, exzellent vorgedacht worden, warum also anstrengen, wo man doch von Kindheit an vieles aufschnappen und unverdaut wiedergeben kann, ohne es jemals \u00fcberpr\u00fcft zu haben. So ist letzendlich dieser kollektiv vernebelte Raum wohl auch die H\u00e4ngematte, die wir gerne das indische Mysterium nennen, ohne es als potentielle Falle zu erkennen. Will man nun diesen Raum als Aufenthaltsort gut nutzen, beginnt man am besten auch damit, alles zu sehen als das, was es ist. Will ich also durch den Nebel dringen und hinter das farbenfrohe Spiel der Schwaden schauen, macht es (unter Umst\u00e4nden) auf einmal &#8222;whooosch&#8220;, und ich bin allein auf weiter Flur. Ich meine dieses sch\u00f6ne Allein, das Bei-mir-sein, das dann einfach da ist und schaut. Und siehe!, das Nebul\u00f6se entpuppt sich als Spiegel, und wir erinnern uns an Jean Cocteaus&#8217;s &#8222;Orpheus, wie er den fl\u00fcssig gewordenen Spiegel durchschreitet. Hier staunt das Auge, im einfach Verst\u00e4ndlichen gelandet, warum es daf\u00fcr den langen, m\u00fchsamen Weg gebraucht hat. Wussten wir vorher nichts vom Ei in der W\u00fcste?! (Hihi!Hoho!Haha!)<\/p>\n<p>************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>\u00b4Diesen Stein im Bild habe ich schon mal photographiert. Er fasziniert mich immer wieder und sagt so viel aus ohne Worte. Die orangene Farbe ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass hier eine Gottheit verehrt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlicht und etwas kindlich betrachtet erschlie\u00dft sich f\u00fcr mich der Begriff &#8222;das Nebul\u00f6se&#8220; als eine Grundstimmung von Indien. Es ist das Nebul\u00f6se schlechthin, das hier wie ein Zauberfaden alle Dinge umwebt und in die akzeptierte Verschleierung von Maya, also des Illusion\u00e4ren, einbindet. 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