{"id":1534,"date":"2016-12-12T05:14:53","date_gmt":"2016-12-12T05:14:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1534"},"modified":"2016-12-12T16:00:27","modified_gmt":"2016-12-12T16:00:27","slug":"festival","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1534","title":{"rendered":"Festival"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1535\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161212_0948441-174x300.png\" alt=\"20161212_0948441\" width=\"209\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161212_0948441-174x300.png 174w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/20161212_0948441.png 393w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/p>\n<p>Es gibt diese Idee \u00fcber die Inder, dass sie 356 Tage im Jahr etwas feiern, und es ist richtig, dass es auch hier, wo ich lebe, fast t\u00e4glich irgendwo aufwendig trommelt und wummert, oder auf einmal Blumenteppiche auf den Stra\u00dfen liegen, mal gelb f\u00fcr die G\u00f6tter, mal rot f\u00fcr die aus dem Leben Entschwundenen. Dann ziehen auch mal Frauengruppen mit Kr\u00fcgen auf den K\u00f6pfen oder Tellern voller Ameisenfutter auf der Hand vorbei (wer Ameisen f\u00fcttert, f\u00fcttert eine Stadt!), oder in den von Brahmanen horoskopisch festgelegten Hochzeitsphasen reitet ein wei\u00dfgekleiderter Prinz nach dem anderen auf wei\u00dfem Pferd durchs Dorf, von ohrenbet\u00e4ubendem L\u00e4rm begleitet &#8211; kurz: es ist tats\u00e4chlich oft was los. Fr\u00fcher, als es au\u00dfer mir noch kaum Foreigners gab, sind wir bei Neumond und Vollmond immer in Gruppen irgendwo Sch\u00f6nes hin, um dort was Leckeres zu kochen\u00a0 und Atma-(Seelen)-Sph\u00e4re zu erzeugen.<\/p>\n<p>Aber zum jetzigen Wochenende: es war also Festival. Ein indischer und ein franz\u00f6sischer Event-Meister hatten zusammengefunden und zwei Morgende und Abende solch interkulturellen Glanzes erschaffen, dass die Aufnahmebereitschaft und\u00a0Herzerweiterung, durch begnadete Kl\u00e4nge und Ges\u00e4nge produziert, zu Momenten der Transzendenz f\u00fchrten, die meines Erachtens vor allem durch Kunst m\u00f6glich ist. Wie an einer echten Perlenkette reihte sich Wunder an Wunder, und man befand sich inmitten der unermesslichen Kraft des Sch\u00f6pferischen, das in immer neuer Form die Freude am Lebendigen zelebrierte. Ungew\u00f6hlich und gro\u00dfartig waren auch die einzelnen Darbietungen von vier S\u00e4ngerinnen aus verschiedenen L\u00e4ndern, die allein auf der B\u00fchne standen und sangen und Erfahrung der &#8222;Shakti&#8220;, der weibliche Kraft, zum Besten gaben. Auch war\u00a0 nicht nur die grandiose Trib\u00fcne direkt am Wasser, sondern alle Ufer des Wassers waren belichtet und beleuchtet\u00a0 und goldenes Licht huschte ab und zu \u00fcber das Dorf, sodass die nicht Anwesenden auch Teil davon waren. Ja, das war sch\u00f6n, und ich wei\u00df, dass Hunderte von Unsichtbaren daran mitgewirkt haben: die Stra\u00dfen waren mit Sand bestreut und sauber gefegt.<br \/>\nFreunde von mir waren aus Delhi angereist, und die junge indische Frau, die ich &#8222;meine Tochter&#8220; nenne,\u00a0 kam aus ihrer naheliegenden Stadt. Dadurch wurde das ganz pers\u00f6nliche H\u00f6ren, Sehen und Zusammensein nochmal erh\u00f6ht und vertieft.<\/p>\n<p>Als ich heute fr\u00fch einen jungen Brahmanen fragte, ob er &#8222;dabei&#8220; war, rief er mir (wie immer besch\u00e4ftigt mit Pilgern), zu: &#8220; Music is God!&#8220; Music is God. Das will ich jetzt mal so stehen lassen.<\/p>\n<p>***********************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Das Bild zeigt die indische S\u00e4ngerin am Ende ihrer Performance.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt diese Idee \u00fcber die Inder, dass sie 356 Tage im Jahr etwas feiern, und es ist richtig, dass es auch hier, wo ich lebe, fast t\u00e4glich irgendwo aufwendig trommelt und wummert, oder auf einmal Blumenteppiche auf den Stra\u00dfen liegen, mal gelb f\u00fcr die G\u00f6tter, mal rot f\u00fcr die aus dem Leben Entschwundenen. 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