{"id":14984,"date":"2021-12-29T10:39:06","date_gmt":"2021-12-29T10:39:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14984"},"modified":"2021-12-29T14:06:00","modified_gmt":"2021-12-29T14:06:00","slug":"lage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14984","title":{"rendered":"Die Lage"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14985\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_121759-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"267\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_121759-300x225.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_121759-768x576.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_121759-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14986\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_160323-266x300.jpg\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"270\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_160323-266x300.jpg 266w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/20211220_160323.jpg 754w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/><\/p>\n<h5>Wir m\u00fcssen anerkennen, dass wir eigentlich gar nicht genau wissen k\u00f6nnen, in was wir da gerade drinstecken, denn meistens denken wir ja nach und nicht vor, wobei auch das Vordenken hilfreich sein kann, wenn angebracht. Nun ist aber seit dem Hereinpreschen von Omikron in die Seinslage gar kein Ende abzusehen von dem, was wir (noch) gar nicht wissen k\u00f6nnen. Und wenn es schwer zu bew\u00e4ltigenden Stoff gibt, den wir Menschen nicht verarbeiten k\u00f6nnen, entsteht Stau und Frustration und Verstopfung. Wer m\u00f6chte schon die sorgsam zusammengef\u00fcgte Lebensgestaltung pl\u00f6tzlich auseinander fallen sehen? Zwei Jahre Pandemie haben daf\u00fcr gesorgt, dass das Gef\u00fchl sich ausbreitet, die Erwartung der Anf\u00e4nge dieser gest\u00f6rten Zeit k\u00f6nnten nicht erf\u00fcllt werden und die hei\u00df ersehnte Normalit\u00e4t sich nicht mehr stabilisieren, wenn sie denn jemals stabil war. Nein, sie war eben gar nicht stabil, nur durch Gedankenstr\u00e4nge zusammengehalten und zu eigenen Konstrukten gemacht und f\u00fcr gesellschaftsf\u00e4hig erkl\u00e4rt, halt so, wie man es selbst macht und denkt. Und nun naht sie, die gro\u00dfe Herausforderung, wie man umgeht mit den neuen Vorg\u00e4ngen, mit denen man am wenigstens gerechnet hat. Geh\u00f6re ich zu einem Land, das besorgniserregende Infektionszahlen hat, ist zwar (z.B.) Reisen noch m\u00f6glich, aber ganz sicher will ich bei aller Hoffnung, mal wieder nach Indien fliegen zu k\u00f6nnen, mich dort nicht gleich in eine Quarant\u00e4ne begeben m\u00fcssen, um die restliche Zeit mit Maske herumzulaufen. Denn aus jeder indischen Kehle h\u00f6re ich eine andere Berichterstattung \u00fcber das, was angeblich an dem Ort, zu dem ich will, stattfindet. Auch wei\u00df ich, dass man das hier und dort den Winter nennt, aber das ist ja nicht so einfach, hier nirgendwo mit dem Auge im Drau\u00dfen auf Sch\u00f6nheit zu treffen, da will man gar nicht mehr hinaus, was sehr ungesund sein soll. Drinnen hat man allerdings noch ein ordentliches Ma\u00df an Freiheit, eben u.a. auch, sich mit der stetig sich entfaltenden Realit\u00e4t in Verbindung zu setzen, soweit man sie eben realisieren kann. Das eine ist der Umgang mit dem eigenen Zustand, das andere die kollektive Befindlichkeit, das, was \u00fcber den \u00c4ther auf uns einstr\u00f6mt, die Atmosph\u00e4re also, von der wir umgeben sind und die wir nicht anders erfahren k\u00f6nnen als durch uns selbst, wir selbst also als Kern und als Filter, immer alles gleichzeitig, eben einerseits drau\u00dfen mit gro\u00dfer Teilnahme, und andrerseits zur\u00fcckgezogen in den Eremit*Innenbehausungen, wo nun Freundschaften m\u00f6glich sind, und die Einsamkeiten aufgehoben in flackernder W\u00e4rme. Wir k\u00f6nnen uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass kein Krieg um uns tobt, sondern eine Pandemie, um deren Z\u00e4hmung an allen Ecken und Enden gerungen wird. Denn das Abenteuer hat uns ja nicht in einem Vorher erkl\u00e4rt, wie es aussieht, und in der Tat, es ist und bleibt voller \u00dcberraschungen, und wann geht es nicht um Leben und Tod?<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen anerkennen, dass wir eigentlich gar nicht genau wissen k\u00f6nnen, in was wir da gerade drinstecken, denn meistens denken wir ja nach und nicht vor, wobei auch das Vordenken hilfreich sein kann, wenn angebracht. 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