{"id":14215,"date":"2021-09-21T08:34:56","date_gmt":"2021-09-21T08:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14215"},"modified":"2021-09-21T13:12:02","modified_gmt":"2021-09-21T13:12:02","slug":"asha","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14215","title":{"rendered":"Asha"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14216\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210915_115741-229x300.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"476\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210915_115741-229x300.jpg 229w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210915_115741-768x1005.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210915_115741-782x1024.jpg 782w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<h5>Die Rose kommt aus unserem Garten und ist heute per WhatsApp (gesegnet sei WhatsApp) zu Asha gegangen, die junge Frau, die ich viele Jahre &#8222;meine Tochter&#8220; genannt habe, hier und in Indien, obwohl alle wussten, dass sie nicht meine Tochter ist, und trotzdem ist sie eine Tochter geblieben. Ich freue mich und muss auch lachen, wenn ich am Muttertag Gr\u00fc\u00dfe von ihr bekomme, denn auch f\u00fcr sie bin ich ein St\u00fcck Muttergef\u00fchle. Wir haben die ersten sechs Monate ihres Lebens zusammen verbracht, nachdem ich sie, nicht weit von einem kleinen Krankenhaus entfernt, auf der Stra\u00dfe gefunden habe, in ein d\u00fcnnes Tuch geh\u00fcllt, sodass ich sehen konnte im Vor\u00fcbergehen, dass da etwas atmet, und dass sie es war. Kurz zuvor geboren und dann von einer vermutlich verzweifelten Mutter abgelegt, weil niemand es wissen durfte, dass sie ein Kind hatte. Man hatte erz\u00e4hlt, sie sei bei einem Onkel, aber sie war im Hinterzimmer des Krankenhauses, wo Dr. Shyama, eine \u00c4rztin aus Kalkutta, sie betreute. Dr. Shyama hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die unerw\u00fcnschten und bei ihr geborenen Kinder aufzunehmen und sie als ihre Kinder zu &#8222;adoptieren&#8220;, was in Indien damals locker gehandhabt wurde. In der Zeit, in der ich Dr. Shyama dann selbst kennen lernte, hatte sie bereits 56 Kinder aufgezogen, in die Schule geschickt und verheiratet, m\u00f6glichst in einer gleichen Kaste, wenn das bekannt war. Als ich mit Asha, die ich damals &#8222;die Ayesha&#8220; (die Sch\u00f6nste) genannt hatte, war Dr. Shyama weit \u00fcber 80, und alle um sie herum st\u00f6hnten, sie wollten jetzt keinen Neuling mehr. Da hatte ich eine Tochter und verbrachte eine wunderbare Zeit mit ihr. Aber ich hatte auch ein Visa, das gnadenlos ablief und nicht verl\u00e4ngerbar war, und so fanden wir ein kinderloses Paar, das bereit war, sie aufzunehmen. F\u00fcr alle um sie herum war sie ein wahrer Gl\u00fccksbringer, gleichzeitig scheu und selbstbewusst zugleich, und als wir uns \u00fcber die Jahre hinweg ihre ber\u00fchrende Geschichte zu erz\u00e4hlen begannen, da kam auch der Schmerz in die H\u00f6he gesp\u00fclt, dass ihre Mutter sie einfach zur\u00fcckgelassen hatte, wir wissen nicht genau warum. Als sich eines Tages herausstellte, dass sie tats\u00e4chlich im Hospital von Dr.Shyama geboren wurde, konnte ich diese \u00fcberreden, ihre festgehaltenen Daten herauszur\u00fccken, und da kam noch eine \u00dcberraschung, denn sie war am selben Tag geboren wie meine Mutter, man stelle sich das vor. Solange meine Mutter noch lebte, freute sie sich mit mir dar\u00fcber, und wir feierten manchmal zusammen mit zwei Kerzen den gemeinsamen Geburtstag und das unerwartete Erscheinen einer Enkelin in fernen Landen. Die neuen Eltern nannten sie dann Asha, was Hoffnung hei\u00dft, und man k\u00f6nnte sie auch eine erf\u00fcllte Hoffnung nennen, denn sie hat die Gabe, Liebe in einem zu erzeugen, und so ist ihr Leben gut geworden. Sie ist seit einem Jahr verheiratet, und ein guter Mann soll er sein, sagen sie mir: a gentle man. Such good news! Heute wird Asha 26 Jahre alt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rose kommt aus unserem Garten und ist heute per WhatsApp (gesegnet sei WhatsApp) zu Asha gegangen, die junge Frau, die ich viele Jahre &#8222;meine Tochter&#8220; genannt habe, hier und in Indien, obwohl alle wussten, dass sie nicht meine Tochter ist, und trotzdem ist sie eine Tochter geblieben. 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