{"id":14122,"date":"2021-09-10T09:18:58","date_gmt":"2021-09-10T09:18:58","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14122"},"modified":"2021-09-10T09:18:58","modified_gmt":"2021-09-10T09:18:58","slug":"ideal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=14122","title":{"rendered":"ideal"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14123\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210831_114628-291x300.jpg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"365\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210831_114628-291x300.jpg 291w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210831_114628-768x791.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210831_114628-995x1024.jpg 995w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<h5>Ideen sind ihrem Wesen nach abstrakt, aber sie sind auch die Grundlage f\u00fcr die Erscheinung all dessen, was durch eine Idee hervorgebracht werden kann. Das Wort &#8222;Idee&#8220; l\u00f6st eher positive Gedanken aus, obwohl man wei\u00df, dass es auch ungute Ideen gibt. Eine gute Idee ist etwas wie ein Ideal, das einen befeuern kann, aber auch erschrocken machen wegen dem pl\u00f6tzlich aufflackernden Anspruch auf Umsetzung. Gerne w\u00fcrde man etwa Nietzsche befragen, ob er denn je f\u00fcr m\u00f6glich hielt, dass dieser seiner Meinung nach exzellente Mensch (Mann) (man), den er sich da erdacht hatte, auf den Stra\u00dfen der Welt vorzufinden sein k\u00f6nnte. So, wie in Religionen meist der b\u00e4rtige Patriarch zu finden ist, von dem das Ideal sch\u00f6pferischer Manifestation geradezu erwartet wird. Der Sch\u00f6pfer selbst als Idee aller Ideen, entlanggebastelt an der Vorstellungskraft der V\u00f6lker. Wie man sich einen vorstellt, der den Erwartungshaltungen entspricht und sie beantworten kann. Leuchtet einem einmal eine Idee ein, so erhebt sich fast gleichzeitig ein Interesse an tieferem Verstehen, wof\u00fcr die Einleuchtung auch gedacht ist, da gerade ihr Licht die vorhandenen Dunkelheiten erhellt. Man sieht sie erst dann, die dunklen Flecke und die vielen Fragen, die sie begleiten. Einmal erw\u00e4hnte eine befreundete Poetin mir gegen\u00fcber das Wort &#8222;geschichtslos&#8220; und seine Wirkung war so tiefgreifend, dass ich keine Wahl mehr hatte als zu ergr\u00fcnden, was es hier zu verstehen gab. In Indien k\u00f6nnte ich in jedem Zugabteil auf dem Weg nach irgendwo dar\u00fcber diskutieren, warum es offensichtlich ist, dass wir Menschen nicht unsere Geschichte sind. Hier im Westen ist das nahezu unm\u00f6glich, denn die Geschichte, beziehungsweise die Geschichten werden als einziges Beweismaterial der Existenz gesehen, was auch einigen Sinn enth\u00e4lt. Wahr ist aber auch, dass alle Geschichten ein Konstrukt der jeweiligen Vorstellungen sind, mit denen wir Menschen unser Dasein zu erfassen und gestalten suchen. Was wir allerdings &#8222;wirklich&#8220; sind, bleibt uns \u00fcberlassen. Das hei\u00dft, wie weit wir bereit sind, uns auf das g\u00e4nzlich Ungewisse einzulassen, dem wir Nu f\u00fcr Nu gegen\u00fcberstehen und damit anfangen, was immer wir k\u00f6nnen. Ein einziges Wort, eine einzige Idee, kann einen haltlos machen, sodass eine stabil geglaubte Bilderreihe sich entleeren kann in einen vollkommen bilderlosen Raum, in dem wiederum andere Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten sich zeigen. Zum Beispiel kann ich dann meine Monade vergr\u00f6\u00dfern lassen und einen Garten anbauen, ohne dass ich das als den Inhalt meiner Existenz betrachte. Oder die H\u00fctte am Waldrand, oder das Palais in der Toscana, oder mit Sand oder Asche bedeckt. Ohne Geschichte bin ich genau das, was ich bin, wor\u00fcber es in letzter Konsequenz wenig zu sagen gibt. Vielleicht werden aber genau dann erst die Geschichten erz\u00e4hlenswert, und wenn man dann noch das Gl\u00fcck hat, der Liebe begegnet zu sein, kann man dem Abenteuer lebendig ins Auge sehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ideen sind ihrem Wesen nach abstrakt, aber sie sind auch die Grundlage f\u00fcr die Erscheinung all dessen, was durch eine Idee hervorgebracht werden kann. Das Wort &#8222;Idee&#8220; l\u00f6st eher positive Gedanken aus, obwohl man wei\u00df, dass es auch ungute Ideen gibt. 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