{"id":13942,"date":"2021-08-20T08:08:04","date_gmt":"2021-08-20T08:08:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13942"},"modified":"2021-08-20T08:08:04","modified_gmt":"2021-08-20T08:08:04","slug":"weiterhin-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13942","title":{"rendered":"weiterhin"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13943\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"351\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-768x768.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-1024x1024.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/20210818_142959-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/p>\n<h5>Schon ein seltsamer Gedanke, dass wir in sehr gewisser Weise auf etwas zugehen, was sich immer mehr als unumkehrbar beweist. Aber wenn man dabei, also lebendig ist, merkt man, dass es zwar ein gedankliches Zur\u00fcck gibt, vom aktuellen Moment aus gesehen aber nur ein Vorw\u00e4rts m\u00f6glich ist. Das Zur\u00fcckgehen dient in vielerlei Weise dem Dazulernen, kann sich aber ebenfalls als ein Erstarren ausbreiten, das h\u00e4ufig als Aktualit\u00e4t missverstanden wird. Manchmal ist es das pers\u00f6nliche Auge, das die Entwicklung einer Situation auf der Basis von Erfahrung voraussehen kann. Dadurch\u00a0 entsteht Handlungs-Spielraum, zumindest so lange, wie es die Entwicklung der Situation erlaubt. Hat man diesen Zeitspalt nicht als Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeit wahrgenommen, tauchen Spannungszust\u00e4nde und Gefahren auf, zum Beispiel d a s\u00a0 zu verlieren, was einen Wert f\u00fcr einen darstellt. Vor allem in sich zuspitzenden Situationen ist die Kenntnis eines ganz pers\u00f6nlichen Wertema\u00dfstabes hilfreich bis unerl\u00e4sslich, etwa um eine f\u00f6rderliche Entscheidung f\u00fcr sich selbst treffen zu k\u00f6nnen. Wem nie beigebracht wurde oder wer es sich selbst nie beigebracht hat, Entscheidungen zu f\u00e4llen, wird es auch jetzt nicht k\u00f6nnen. Andrerseits entscheidet sich st\u00e4ndig was, ob ich will, kann oder muss. Einmal hatte ich mich, aus mir jetzt unerfindlichen Gr\u00fcnden, in Bombay in einem Schwimmbad auf das 10-Meter Sprungbrett hochgehievt, wo ich noch nie vorher gestanden hatte. Eine ganze Weile h\u00e4tte ich noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig m\u00fchelos die Peinlichkeit auf mich nehmen k\u00f6nnen, zur Treppe zur\u00fcckzukehren, n\u00e4mlich, als mich bereits panische Angst ergriff vor dem nahenden Abgrund. Aber auf der Treppe sammelten sich immer mehr Springfreudige an, und bald war mir nicht nur der R\u00fcckzug versperrt, sondern ich stand vorne an der Spitze, und man erwartete von mir den Sprung. Ich erinnere mich nur noch an die ausweglos erscheinende Angst, und dass ich erstaunt war, lebend davonzukommen. So werden wir auf der Erde vermutlich ziemlich bald die Nachricht erhalten, dass wir gemeinsam auf das Unumkehrbare zugehen, was erneut globale Panikattacken in den V\u00f6lkern hervorrufen wird, aber auch viel m\u00fcdes L\u00e4cheln. F\u00fcr die inneren Vorg\u00e4nge ist der Wortschatz ja in gewisser Weise begrenzt auf die Spezialfelder, wo inneres Geschehen studiert und praktiziert und gedacht wird, und diese spezifischen Wortschatzfelder sind oft genug nicht kompatibel, sodass sie als Inseln im Labyrinth des Alltags ihre oft hervorragenden Leistungen \u00fcber die Fl\u00fcsse in den Ozean einflie\u00dfen lassen. Anders ist es, wenn etwas kippt. Zu lange gewartet, nicht genug daf\u00fcr (oder dagegen) getan, nicht gek\u00fcmmert, nicht rechtzeitig erkannt, nicht gehandelt. Jetzt kann es sich bald so anf\u00fchlen, als ginge man gar nicht mehr selber darauf zu, sondern man wird bestimmt vom Entgegenkommenden. Auch global kann man dar\u00fcber sagen, dass man mit dem Selbsterzeugten zusammenprallt. Man kann das auf dem Flughafen in Kabul ebenso beobachten wie in pers\u00f6nlichen Einrichtungen wie Universit\u00e4ten, Ashrams, H\u00e4user und H\u00fctten und Zelten und Iglus undsoweiter. Oder wenn man uns benachrichtigt, dass die vierte Welle nicht mehr auf uns zukommt, sondern dass wie schon mittendrin sind. Oder niemand mehr davon ausgeht, dass das Ruder der menschlichen Fehlentscheidungen noch einmal herumgerissen werden kann, weil man gro\u00dfen und groben Irrtum erkannt hat. M\u00f6glich ist nat\u00fcrlich weiterhin, tief durchzuatmen und sich auf das Nichtvorhersehbare wachsam einzulassen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon ein seltsamer Gedanke, dass wir in sehr gewisser Weise auf etwas zugehen, was sich immer mehr als unumkehrbar beweist. Aber wenn man dabei, also lebendig ist, merkt man, dass es zwar ein gedankliches Zur\u00fcck gibt, vom aktuellen Moment aus gesehen aber nur ein Vorw\u00e4rts m\u00f6glich ist. Das Zur\u00fcckgehen dient in vielerlei Weise dem Dazulernen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-13942","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13942"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13942\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13946,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13942\/revisions\/13946"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13942"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13942"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}