{"id":13704,"date":"2021-07-21T08:29:03","date_gmt":"2021-07-21T08:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13704"},"modified":"2021-07-21T08:30:54","modified_gmt":"2021-07-21T08:30:54","slug":"instand-halten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13704","title":{"rendered":"instand halten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13715\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174414-127x300.png\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174414-127x300.png 127w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174414-433x1024.png 433w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174414.png 572w\" sizes=\"auto, (max-width: 127px) 100vw, 127px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13705\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_153955-135x300.jpg\" alt=\"\" width=\"135\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_153955-135x300.jpg 135w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_153955-768x1708.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_153955-461x1024.jpg 461w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_153955.jpg 841w\" sizes=\"auto, (max-width: 135px) 100vw, 135px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13714\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174450-127x300.png\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174450-127x300.png 127w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174450-433x1024.png 433w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210720_174450.png 572w\" sizes=\"auto, (max-width: 127px) 100vw, 127px\" \/><\/p>\n<h5>Ich habe gemerkt, dass es mir etwas ausgemacht hat, dass weder meine indischen, noch meine amerikanischen Freunde, mit denen ich in Kontakt bin, etwas von der Katastrophe wussten, die sich hier im Land ereignet hat und weiterhin ereignet. Wie, fragte ich zum Beispiel, schaust du oder ihr denn keine Weltnachrichten? Nat\u00fcrlich kann ich auch als nicht direkt Betroffene vermutlich gar keine Worte finden, die beschreiben k\u00f6nnten, was da los ist.\u00a0 Und kann ja kaum erwarten, dass Menschen, die noch nie andere L\u00e4nder bereist haben, wissen, wo Nordrhein-Westfalen liegt, und was hei\u00dft das schon, selbst, wenn man es gekannt h\u00e4tte. Man h\u00e4tte wahrscheinlich mehr Bezug zu dem Leiden, soweit das eben m\u00f6glich ist. Als die Leichen an den Ufern des (einst) als heilig ger\u00fchmten Ganges sich h\u00e4uften, weil automatisch der Wucher mit den Holzpreisen anstieg, da war ein Teil meiner Trauer allerdings schon, dass ich den Fluss oft erlebt habe, und das lebendige Treiben an seinen bzw. ihren Ufern, den Ufern der Ganga also. Das war in der Tat ein Highlight, in dieser kraftvollen Flut ein eisgek\u00fchltes, h\u00f6chst erfrischendes Bad zu nehmen, mit einer Hand die Kette festhaltend, damit man nicht mitgerissen wird. Oder oben auf dem Weg nach Gangotrie, an der Quelle dieses ber\u00fchmten Flusses, auf einem der gigantischen Felsenmassen herumsitzen oder liegen, und dem tosenden Rauschen zuh\u00f6ren, wenn man nicht gerade Steine sammelt oder Chai trinken m\u00f6chte. Und klar war das eine Trauer, die mitschwang, dass da etwas verloren geht, ja, f\u00f6rmlich stirbt, was man geliebt hat. Ich habe das einige (wenige) Male erlebt, dass etwas weiterging, nachdem es vernichtet wurde als das, was es war. Wer h\u00e4tte gedacht, dass man sich selbst aus einem H\u00f6llenschlund wie dem Dritten Reich wieder herausl\u00f6sen kann, wobei wir sehen, dass der H\u00f6llenhund immer noch wach ist, auch wenn gebannt, bzw. \u00fcberwacht wird. Doch ist es auch immer wieder einigen gelungen, ein neues\u00a0 Leben zu beginnen, nachdem das alte zerst\u00f6rt wurde. Doch obwohl die Gefahr oder die M\u00f6glichkeit jederzeit da ist, m\u00f6chte nat\u00fcrlich niemand davon betroffen sein. Der Schrecken \u00fcber das Unheil anderer und die Erleichterung, dass man noch mal selbst entkommen ist, bewegt sicherlich einige der freiwilligen HelferInnen, die in solchen Situationen wie Schutzengel aus allen Richtungen herbeieilen, um Hilfe zur Verf\u00fcgung zu stellen. So findet das Untr\u00f6stliche zumindest seine Trostpflaster, und zuweilen gibt es sogar ein Erwachen im Angesicht des Unabwendbaren. Das macht doch die schlechten wie die guten Filme aus, dass es uns interessiert, wie Andere mit dem scheinbar Unvermeidbaren umgehen. Und welches System h\u00e4lt den krassesten Krisen stand, und welches bricht endg\u00fcltig zusammen unter dem Zuviel der Belastungen. Auf der anderen Seite hilft es nichts, dar\u00fcber zu viel nachzudenken, nachdem man einige Grundeinstellungen gekl\u00e4rt hat, denn wie stets wissen wir nicht, was kommt, sondern k\u00f6nnen uns nur selbst instand halten. Interessanter Begriff: instand halten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe gemerkt, dass es mir etwas ausgemacht hat, dass weder meine indischen, noch meine amerikanischen Freunde, mit denen ich in Kontakt bin, etwas von der Katastrophe wussten, die sich hier im Land ereignet hat und weiterhin ereignet. Wie, fragte ich zum Beispiel, schaust du oder ihr denn keine Weltnachrichten? 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