{"id":13655,"date":"2021-07-14T09:08:50","date_gmt":"2021-07-14T09:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13655"},"modified":"2021-07-14T09:08:50","modified_gmt":"2021-07-14T09:08:50","slug":"kuenstlerlsich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13655","title":{"rendered":"k\u00fcnst(ler)(l)(s)ich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13660\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210714_094650-290x300.jpg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"378\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210714_094650-290x300.jpg 290w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210714_094650-768x793.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210714_094650-991x1024.jpg 991w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/p>\n<h5>An dem Gemunkel \u00fcber die vierte Welle kann man gut sehen, wie wir bestimmte Dinge gerne als etwas sehen, was noch gar nicht da ist, obwohl wir schon mittendrin sind. Das kann nat\u00fcrlich auch die Liebe sein, wenn man das gute Schicksal hat, sie in sich zu orten. Oder eben die k\u00fcnstliche Intelligenz, von der man wei\u00df, dass sie unterwegs ist, aber man selbst hat noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig damit zu tun, dabei wird man schon auf dem gro\u00dfen Schachbrett hin-und hergeschoben. Wird man? Einmal bin ich in Apulien und ein andermal in Lissabon gr\u00fcndlich durch mein Verhalten genervt worden, da ich mir auf einmal ein Leben ohne Welan-Verbindung nicht vorstellen konnte. Es ist mir allerdings gelungen, die Absurdit\u00e4t davon zu erfassen, und nach wie vor m\u00fcssen die Maschinen das f\u00fcr mich erledigen, wof\u00fcr sie gut sind. In Schraders Film ist (u. a.) interessant, dass sie sich hier mit ihrer eigenen Software konfrontiert sieht, wobei letztendlich die Frage offen bleibt, was der Roboter selbst mit dem macht, was ihm gef\u00fcttert wurde. Und \u00fcberhaupt die Frage, ob man die Substanz eines Menschseins in eine Maschine hineinf\u00fcttern kann, ist man doch als Mensch nicht wirklich an eine konstante Programmierung gebunden, mag es auch oft so erscheinen, wenn eigene Sichtweisen und Blicke sich verb\u00fcnden und zu ertsarrten Bildern werden. Die k\u00f6nnen wiederum aufgel\u00f6st werden, zum Beispiel wenn man merkt, dass sich das eigene Verhalten unwillentlich zum K\u00fcnstlichen hinbewegt, also zu dem, was man eigentlich nicht ist bzw. nicht sein m\u00f6chte.Und wie weit kann man denn bestimmen, wer man sein m\u00f6chte? Vor allem aber auch, wer man nicht sein m\u00f6chte, denn daran erkennt man doch letztendlich, wie der eigene Baustein geartet ist. Allerdings birgt auch das K\u00fcnstliche seinen Reiz und seine Tiefen der Anziehung, sonst w\u00e4re ja alles Ausgedachte nicht so spannend, sei es in Filmen, auf B\u00fchnen oder direkt im Leben, immer auch ein Ringen zwischen Kunst und K\u00fcnstlichkeit. Einfach zu erleben in der meist k\u00fcnstlichen Befindlichkeitsfrage &#8222;Wie geht&#8217;s denn so&#8220;. Und ja: Wie geht es denn so, wem, was, wo. N\u00fcchternheit und Social Distancing sind auch Programmierungen. Etwas muss einem einleuchten, bevor man es eingeben kann. Zumindest manifestiert sich das Vorgenommene besser, wenn man es reflektiert und dadurch belichtet hat. Hilfreich ist auch, wenn man der eigenen Steuerung irgendwann zutrauen kann, sich in die Richtung, die man als f\u00f6rderlich betrachtet, zu bewegen. Dadurch gewinnt man enorm an Freiraum, aber auch wof\u00fcr sich ein Freiraum am besten eignet, muss immer neu entschieden werden. Im Moment bleibe ich mal dabei, zu denken und zu sp\u00fcren, dass der Mensch trotz aller Informationsf\u00fctterungen nicht von toter Materie kopiert und belebt werden kann, denn immer wird es dieses grundlegend Trennende geben. Aber gibt es das nicht auch schon unter Menschen, dass sie grundlegend getrennt sind durch das, was sie jeweils sind. Man kann bei diesem Thema beobachten, wie der Geist sich weigert, ein Einhorn zu t\u00f6ten, obwohl kein Zweifel besteht an der Art des Computerspiels. In Schraders Film fragt die Roboterfrau die Wissenschaftlerin einmal, warum sie den Roboter wie einen Roboter behandelt. Na, weil er einer ist. Gibt es auch einen Punkt, wo der Roboter Menschliches annehmen kann, und wo der Mensch seine Menschlichkeit verl\u00e4sst. Oder ist das schon da?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dem Gemunkel \u00fcber die vierte Welle kann man gut sehen, wie wir bestimmte Dinge gerne als etwas sehen, was noch gar nicht da ist, obwohl wir schon mittendrin sind. Das kann nat\u00fcrlich auch die Liebe sein, wenn man das gute Schicksal hat, sie in sich zu orten. 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