{"id":13557,"date":"2021-07-05T08:12:14","date_gmt":"2021-07-05T08:12:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13557"},"modified":"2021-07-05T16:34:20","modified_gmt":"2021-07-05T16:34:20","slug":"spielen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13557","title":{"rendered":"spielen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13558\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210630_152020-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210630_152020-292x300.jpg 292w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210630_152020-768x790.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210630_152020-995x1024.jpg 995w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/p>\n<h5>Bevor der Film &#8222;Matrix&#8220; in Erscheinung trat und seine Wirkung ausbreitete, musste und wollte ich mich mit dem indischen Begriff der &#8222;Maya&#8220; auseinandersetzen, was zuerst verst\u00e4ndlich schien wie alles, von dem man fl\u00fcchtig annimmt, es zu begreifen, bevor man die Lupe hervorholt oder die Lampe und unter Umst\u00e4nden der darin enthaltenen Logik n\u00e4her kommt. In beiden Konzepten ist es wichtig, das Spiel zu verstehen, weil man sonst gar nicht mitspielen kann, da man dem Irrtum erliegt, das Vorliegende sei die nackte Wahrheit, dabei ist es nur der gegebene Rahmen, in dem das sich entfaltende Drama stattfindet. &#8222;Spielen&#8220; ist auch nicht dasselbe wie &#8222;spielerisch&#8220;, denn es gibt auch das bewusst oder unbewusst dargebotene schlechte oder grausame Spiel, und es gibt das Verletzen der Spielregeln, die den MitspielerInnen bekannt sind. Jedes Spiel hat Regeln, an die man sich halten muss, sonst l\u00e4uft das Spiel aus dem Ruder und nimmt Beteiligten den Reiz am Weitermachen. W\u00e4hrend einem im eigenen Wohnbereich noch\u00a0 m\u00f6glichst offen gespieltes Mogeln durchgelassen werden kann, hat es bereits im Casino keinerlei Platz mehr, obwohl in den meisten Spielen Bluffen nicht nur erlaubt ist, sondern zur Meisterschaft der Gem\u00fctsbeherrschung geh\u00f6rt. \u00dcberhaupt geh\u00f6rt zum guten Spiel auch die Menschenkenntnis, oder zumindest eine F\u00e4higkeit der Einsch\u00e4tzung des Mitspielers, meist &#8222;Gegner&#8220; genannt, den man studieren kann, damit man wei\u00df, mit wem man es zu tun hat. Da man gewohnt ist, sich zu t\u00e4uschen in vielen als pr\u00e4zise geglaubten Einsch\u00e4tzungen, kann gerade das einen zu einer Erh\u00f6hung der Wachsamkeit f\u00fchren. Nun ist es nicht ratsam, im lebendigen Vorgang, der ja auch den Regeln des Spieles unterliegt, die Menschen, denen man begegnet, als HerausforderInnen oder GegnerInnen zu sehen. Doch man ist gefordert, sich selbst als SpielerIn auf dem Feld zu sehen und die Z\u00fcge, die einem m\u00f6glich sind, zu reflektieren und immer wieder neu zu entscheiden, welche Route man nun wirklich einschlagen will. Bei Spielen, die man zuhause spielt, kann man sich schwereloser beobachten, wo noch etwas Nachholbedarf ist, eben wenn einen die unnachgiebigen Spielregeln einholen und man das Ergebnis akzeptieren muss. Bei gro\u00dfz\u00fcgigem Zulassen von Fehlern kann einem auch mulmig werden, wissend, dass man sich \u00fcber das eventuelle\u00a0 Gelingen nicht wirklich freuen kann. Matrix und Maya haben insofern \u00c4hnlichkeiten, dass beide ein illusorisches Spielfeld darstellen, das oft als erste und letzte Realit\u00e4t gesehen wird, aber keines von beiden ist. Fakt ist, dass jeder Mensch, der es durch den Kanal schafft, auf das Spielfeld geworfen wird, und dagegen haben auch Philosophen gezetert. What to do? Man ist da und muss sich umschauen, wie die Sache f\u00fcr einen l\u00e4uft. Das Einzige, was ich letztendlich erleben kann, ist die Art und Weise, wie ich es sehe, denn nur dadurch kann ich eines Tages auch die Sichtweise der Anderen erkennen und einsch\u00e4tzen. Immer geht es ums Ganze, denn Leben und Tod haben keinen getrennten Auftritt, sondern finden immer gleichzeitig statt. Eine Illusion stirbt, eine neue wird\u00a0 geboren. Warum Illusion? Weil die im Spiel angelegte T\u00e4uschung nicht zu verhindern ist. Und es bleibt einem selbst \u00fcberlassen, ob es in der eigenen Vorstellung oder gar auf dem eigenen Weg einen Kern gibt, bei dem man ankommen kann oder ihn erkennen als sich selbst, wo sich infolgedessen Schleier und Masken verziehen und einen im Genuss der Betrachtung zur\u00fccklassen. Ich wiederhole hier nochmal in anderem Kontext, was der H\u00e4uptling (Dominique Rankin) gesagt hat: Akzeptiere, und du bist frei.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor der Film &#8222;Matrix&#8220; in Erscheinung trat und seine Wirkung ausbreitete, musste und wollte ich mich mit dem indischen Begriff der &#8222;Maya&#8220; auseinandersetzen, was zuerst verst\u00e4ndlich schien wie alles, von dem man fl\u00fcchtig annimmt, es zu begreifen, bevor man die Lupe hervorholt oder die Lampe und unter Umst\u00e4nden der darin enthaltenen Logik n\u00e4her kommt. 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