{"id":13527,"date":"2021-06-28T08:10:11","date_gmt":"2021-06-28T08:10:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13527"},"modified":"2021-06-28T08:17:05","modified_gmt":"2021-06-28T08:17:05","slug":"sommerloch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13527","title":{"rendered":"Sommerloch"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13533\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_090845-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_090845-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_090845.jpg 443w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13528\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_085930-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_085930-225x300.jpg 225w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_085930-768x1024.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210628_085930.jpg 1147w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/h1>\n<h5>Den Begriff &#8222;Sommerloch&#8220; fand ich immer schon fragw\u00fcrdig, denn das sogenannte Loch besteht doch nur aus bewusst entleerten Orten, die auch ohne die in fremde L\u00e4nder Reisenden und Rasenden gut zurecht kommen. Und die sich quasi auch von den vielen Verstopfungen erholen k\u00f6nnen, und man findet auch mal entspannt einen Parkplatz in einer Gro\u00dfstadt, sollte man da hinwollen. Auch da ist kein Summer-Lockdown, sondern im Gegenteil, alle Gesch\u00e4fte lechzen nach \u00dcbriggebliebenen, die kaufen wollen, denn ohne Kaufenwollen geht gar nichts. Aber wir PlanetarierInnen wissen jetzt, dass sich seit dem Virus-Eindringling vieles ver\u00e4ndert hat. Einerseits geht die Inzidenz\u00a0 rapide runter, sodass man sich die Ferien-Turbulenzen ungest\u00f6rt vorstellen konnte. Eben nur konnte. Gestern habe ich vier Gespr\u00e4che mit Freunden in Indien gef\u00fchrt und bemerkte erstaunt in den Stimmen einen fast schuldbewussten Ton, so als t\u00e4te es ihnen leid, dass es an vielen Pl\u00e4tzen gar kein Covid mehr in Indien geben soll (schwer zu glauben), wir aber offensichtlich von der zuerst in Indien gefundenen Variante D heimgesucht werden. Werden wir heimgesucht? Da jede Angst, die gesch\u00fcrt wird, ihre Macht aus\u00fcbt, kann man davon ausgehen, dass dies ein weiterer, anstrengender Sommer wird, von Sommerloch zu Sommerabgrund. Obwohl ich nochmal sagen m\u00f6chte: ich bleibe trotzdem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig frei in der Entscheidung, wie ich es spielen werde. Dass ich entgegen meiner Abneigung gegen Impfen Covid- geimpft bin, hat nicht geschadet. Man kann auch m\u00f6glichen Abgrundsszenarien vorbeugen, indem man Entscheidungen trifft, die einem vorher nicht ratsam schienen. Ver\u00e4nderungen sind also m\u00f6glich, das ist gut zu wissen und zu erfahren. Die Pers\u00f6nlichkeit an sich ist ja meist das Interessante an einem Menschen. Mit der Zeit zeichnet sie sich ab, gestrickt aus all den Gedanken, die keiner s o gesehen und geh\u00f6rt hat, wie sie innen stattfanden und finden. Und um den Kern herum dessen, was man ist und sein wird, ranken und bilden sich all diese anderen Dinge, mit denen man das vorhandene Material geformt hat. Das Pers\u00f6nliche also in seiner selbsterschaffenen Sichtbarkeit, wer kann es leugnen. Und so ist er also jetzt hier, dieser Sommer mit den Borkenk\u00e4ferw\u00e4ldern und dem wuchernden Dschungelsegen, \u00fcberall Natur in Hochform.\u00a0 Und diese Sehnsuchtssucht nach dem, was man unter dem Normalen verstand, und dem der Zauberteppich entzogen wurde, den es auch nur im M\u00e4rchen gab. Als man noch im Schlaraffenland umherging und behauptete, dort s\u00e4\u00dfen L\u00f6we und Lamm friedlich beieinander, bevor das Kind eines Besseren oder mit einer Dosis N\u00fcchternheit belehrt wird. Ich w\u00fcrde gegen Ende des Jahres auch gerne, sehr gerne, wieder die Indien-Reise antreten, aber es ist derart ungewiss, was da stattfinden kann und vor allem wie ich mich selber f\u00fchle mit all den Nebeneffekten, die das mit sich bringt. Ausloten als Meisterpr\u00fcfung also. Und nat\u00fcrlich kann man auch alleine am Schreibtisch humorvoll vor sich hinlachen, aber das ist doch eher selten. Und ich bin ganz daf\u00fcr, dass alle auf ihre oder seine Weise den Sommer zelebrieren (wie auch das Fr\u00fchjahr, den Herbst und den Winter), bevor die neuen Herausforderungen unseren Geist entweder besetzen werden oder tats\u00e4chlich besch\u00e4ftigen m\u00fcssen.<\/h5>\n<h6><strong>Das Photo unserer Katzen ist von C.M. Brinker<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Begriff &#8222;Sommerloch&#8220; fand ich immer schon fragw\u00fcrdig, denn das sogenannte Loch besteht doch nur aus bewusst entleerten Orten, die auch ohne die in fremde L\u00e4nder Reisenden und Rasenden gut zurecht kommen. 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