{"id":13493,"date":"2021-06-24T08:39:04","date_gmt":"2021-06-24T08:39:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13493"},"modified":"2021-06-24T08:54:12","modified_gmt":"2021-06-24T08:54:12","slug":"unentschieden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13493","title":{"rendered":"unentschieden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13495\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210623_160038-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"368\" height=\"377\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210623_160038-293x300.jpg 293w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210623_160038-768x786.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210623_160038-1000x1024.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/p>\n<h5>Es kam, wie es kommen musste, nein, nicht musste, sondern es war, wie es war: (auch) ich blieb bis zum letzten, halbbitteren Tropfen deutscher Ballspannung, obwohl ich zwischendurch dachte, nee, muss ich mir nicht reinziehen, aber dann doch antat, diese qualvolle Spielweise, die man dann ein spannendes Spiel nennt. Vor allem, wenn am Schluss dann doch die mindeste der M\u00f6glichkeiten erreicht wurde, auch wenn es kein glanzvoller Durchgang der Gladiatoren war, sondern fu\u00dfballernde Menschen mit hohem Kopfpreis, die im immer enger werdenden Netz nach kaum auffindbaren Chancen suchten. Und dunkle Konflikte bahnen sich ihren Weg durch die daf\u00fcr geeigneten Labyrinthe, wo man d e n roten Faden aufgreift, der einen letztendlich dann doch in heiterer Stimmung zum Ausgang lenken kann.\u00a0 Nat\u00fcrlich erwartet man fast automatisch von denen, die pers\u00f6nlich oder als Gruppierung eine gewisse Meisterschaft errungen haben, eine gute Leistung, wegen der man ja dasitzt. Man muss auch aushalten, wenn einer, der schlechter spielt, trotzdem weiter kommt. \u00dcberall ist Auslotung. Mich interessiert das Spiel der Deutschen auch, weil es bei allem K\u00f6nnen unberechenbar ist. Berechenbar ist nur das, eben dass man sich auf nichts verlassen kann. Hier dr\u00e4ngt sich der sch\u00f6ne Satz auf, dass nur das Spiel wei\u00df, was auf dem Spiel steht. Und obwohl man den grimmigen Orban ohne weiteres in eine Flatscreen hineingrollend visionieren konnte, war es angenehm, auch den Ungarn den Sieg zu g\u00f6nnen, das h\u00e4tte vieles vom Verlust ausgleichen k\u00f6nnen. Verlieren ist ja nicht einfach, sondern eine Kunst f\u00fcr sich, die ge\u00fcbt werden will. Also ich denke, abgesehen von der Freude am Spiel, dass ich da immer mal wieder gesessen bin, weil mich die deutsche Psyche interessiert. Sind diese Befindlcihkeiten, die man unter den Spielern wahrnimmt, nicht noch dieselbe Todesangst vor dem Abgrund, in dem durch vernachl\u00e4ssigte Menschlichkeit zu gro\u00dfe Verluste verursacht wurden,\u00a0 sodass ein (deutscher) Mensch nie wieder sicher sein kann, dass das Grauenhafte nicht jederzeit (wieder) einbrechen kann in den Raum, den wir gerne, wieder ganz frisch im Pandemie-Geschehen, die hei\u00df vermisste &#8222;Normalit\u00e4t&#8220; nennen. Die Norm also des Gehirngewaschenen, das in finsteren G\u00e4ngen seine Untaten ausbreitet. Und deshalb gibt es die Gewissheit des Siegens nicht mehr, sondern man kann von Gl\u00fcck sagen, wenn man es hinbekommt, die eigene Position und Person einigerma\u00dfen im lebendigen Prozess zu integrieren. Unvergesslich in diesem Kraftakt wird auch die politische Tragik-Kom\u00f6die mit der verbotenen LGBT Beleuchtung des Stadions bleiben.\u00a0 Diese bewundernswerten Aktionen, die damit einhergingen, du meine G\u00fcte, nicht nur F\u00e4hnchen, sondern auch vielfarbigen Mundschutz zu produzieren und zu verteilen. Schildkr\u00f6tenm\u00e4\u00dfig bewegt sich die Nachfrage nach menschlich erweiterten Verhalten-und Denkweisen voran, aber siehe da, es kommt der Tag, wo man bezeugen kann, wie ernst es manchen unseren PolitikerInnen ist, Farbe zu bekennen mit Themen, die vor Kurzem noch undenkbar schienen. Wenn eine unleugbare Wahrheit sich durchzusetzen vermag in der Gesellschaft, kann es einen Sog erzeugen. Denn schlie\u00dflich und endlich wollen alle als Menschen erkannt und akzeptiert werden. Und schrecklich genug war der historisch irrgeleitete Erfolg der abgenickten Gehirnw\u00e4sche, dass irgend eine andere Rasse weniger Recht hat auf Leben als die andere oder eigene. Die eigene? Was f\u00fcr eine Rasse ist das? Und auf dem Spielfeld sind noch die letzten Spuren dieses unbeschreiblich grauenhaften Tuns zu sp\u00fcren: einerseits wollen viele, dass die Deutschen sich als Meister beweisen, und andrerseits sp\u00fcrt man dieses Lechzen danach, dass sie endlich besiegt werden. (Auch) deswegen ist ein 2:2 eine ideale L\u00f6sung, zumindest f\u00fcr diesen Moment.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kam, wie es kommen musste, nein, nicht musste, sondern es war, wie es war: (auch) ich blieb bis zum letzten, halbbitteren Tropfen deutscher Ballspannung, obwohl ich zwischendurch dachte, nee, muss ich mir nicht reinziehen, aber dann doch antat, diese qualvolle Spielweise, die man dann ein spannendes Spiel nennt. 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