{"id":13312,"date":"2021-06-02T07:37:53","date_gmt":"2021-06-02T07:37:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13312"},"modified":"2021-06-02T07:37:53","modified_gmt":"2021-06-02T07:37:53","slug":"einlaeuten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13312","title":{"rendered":"einl\u00e4uten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13313\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210531_194458-300x293.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"349\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210531_194458-300x293.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210531_194458-768x749.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210531_194458-1024x999.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/p>\n<h5>Das &#8222;Danach&#8220; ist praktisch eingel\u00e4utet, und langsam sickert der Hoffnungsstrahl in die mentalen Ebenen der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen hinein. Das ging oder besser geht so ziemlich schnell voran und prallt in erfreulicher Intensit\u00e4t mit dem Strahlen des Sommers zusammen. Zum Gl\u00fcck muss ich nicht zu einer fernen Wiese schweifen oder in einem Biergarten nach einem Bier lechzen (nicht, dass das nicht auch sch\u00f6n ist), sondern befinde mich eher, aber nur auf dieser Ebene, in abwartender Haltung, vielleicht bis der erste Schwung etwas ges\u00e4ttigt ist, wobei man auch hier S\u00e4ttigung nicht erwarten sollte. Der Lockdown bot ja unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten, ihn wahrzunehmen, aber ein Aspekt war sicherlich das Geisterhafte. Ein Gro\u00dfteil der planetarischen Bev\u00f6lkerung in Geisterstimmung, nat\u00fcrlich mit Ausnahmen und inneren und \u00e4u\u00dferen Aufenthaltsorten, die ganz frisch und neu entstehen konnten. Zweifellos konnte man sich, bestenfalls unter guten Bedingungen, besser kennen lernen. Es gibt ja tats\u00e4chlich, wenn auch sehr wenige, unverr\u00fcckbare Wahrheiten, die auch den letzten Test (wenn es ihn gibt) noch meistern, und eine davon ist (meines Erachtens) die Tatsache, dass man sich nur kennen lernt, wenn man Zeit daf\u00fcr einr\u00e4umt. Die simple Frage nach dem, wer man nun sei, h\u00e4tte nicht in Delphi ihren Unsterblichkeitsbeweis schon hinter sich gebracht, sondern stets hat sie wieder neue Kraft, Geister in Unruhe zu versetzen. Vor allem in Zeiten, wenn der als normal empfundene Zusammenhalt auseinander bricht und die alten Pfade mit den vertrauten Spuren verweht werden vom Sand der Zeit. Man kann es auch so sehen, dass wir alle zusammen in eine Dunkelheit getreten sind, die zweifellos wahrgenommen werden musste und konnte, denn sie war sp\u00fcrbar durch Ma\u00dfnahmen, die das &#8222;Normale&#8220; zum Schwanken brachten. Und jetzt sind wir tats\u00e4chlich, wenn auch nicht gleichzeitig, so doch in einer Bewegung, die langsam aus dem Lockdowntunnel f\u00fchrt und ins Licht. Im Licht f\u00fchlt man sich nat\u00fcrlich sichtbar. Ein kollektives Trauma bietet seine Heilungsverfahren an, denn der\/die Einzelne steht ja im Licht und atmet tief durch, was au\u00dferdem gut ist f\u00fcr die Lungen, \u00fcber die wir einiges gelernt haben. Manche haben an Gewicht zugelegt, andere an Gewicht verloren. Aber in den vielen Spiegeln, die sich in H\u00e4usern tummeln, schauen Menschen sich an und versuchen zu erkennen, wer sie anschaut. Ist man sich vertrauter geworden oder fremder? Auch brechen sich m\u00e4chtige Gesch\u00e4ftigkeiten wieder Bahn, eben die, die noch k\u00f6nnen, die durchgehalten haben und Unterst\u00fctzung aktivieren konnten. Wegen den Masken und den Ausgangssperren war es auch nicht leicht, f\u00e4llt mir gerade auf, zu sehen, was die Menschen so an Neuem an Kleidung in die Welt tragen, denn man war ja h\u00e4ufiger zu Hause und vielleicht nutzten die meisten die Gelegenheit, den bequemen Home-Dress zu tragen, oder halt wie sonst auch, immer durch sich selbst gekleidet also. Wahrscheinlich verlassen ganz viele sehr schnell die vergangene Erfahrung, und andere bleiben dort weiterhin in Bewegung, das h\u00f6rt ja nicht auf. Fakt ist, man muss mit sich selbst in Verbindung bleiben, damit man da ist, wenn man sich braucht. Und wann ist das nicht?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &#8222;Danach&#8220; ist praktisch eingel\u00e4utet, und langsam sickert der Hoffnungsstrahl in die mentalen Ebenen der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen hinein. Das ging oder besser geht so ziemlich schnell voran und prallt in erfreulicher Intensit\u00e4t mit dem Strahlen des Sommers zusammen. 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